Mietpreis-Flucht

08. Februar 2019 08:59; Akt: 08.02.2019 11:29 Print

So viel bezahlen "Heute"-Leser für ihre Wohnungen

Laut einer neuen Studie leidet ein Großteil der jungen Mieter unter den hohen Mietpreisen. "Heute"-Leser erzählen, wie viel sie für ihr trautes Heim monatlich bezahlen.

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"Mieten bei Privaten wird immer mehr zum Luxus": Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Sozialforschung im Auftrag der Arbeiterkammer (AK).

Rund 84 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass die hohen Mieten die Wohnungssuche erschwerten. "Heute.at" wollte von seinen Lesern wissen, wie viel sie für ihre Wohnung bezahlen. Die Antworten zeigen: Manche ziehen wegen den hohen Kosten sogar in andere Bundesländer:

Mehr als die Hälfte des Einkommens für Wohnung

Franz Huber: "Für meine 35-Quadratmeter-Wohnung in Wien-Döbling bezahle ich monatlich 680 Euro. Mit einem Drittel des Einkommens ist das nicht bezahlt. Bei durchschnittlich 1300 Euro Nettoeinkommen ist das schon mehr als die Hälfte!"

Alleinverdienerin sucht schon lange günstigere Wohnung

Hernalserin: "Rund 820 Euro mit Warmwasser und Heizung für 50 Quadratmeter in Wien-Hernals. Habe zwei Kinder und bin Alleinverdiener. Suchen schon lange eine größere und günstigere Wohnung!"

Günstiger, renovierter "Bunker"

Alter Gemeinde: "In meinem "Altgemeindebunker" zahle ich 295 Euro warm, für 60 Quadratmeter. Ich bin aber allerdings schon vor 35 Jahren eingezogen, damals waren es noch 1.120 Schilling. Dafür habe ich in der Wohnung alles selbst saniert und keine Fernwärme genommen. Jetzt im Alter bin ich froh darüber, denn es ist immer noch superbillig."

So viele Prozent des Haushalteinkommens gehen im Schnitt für die Mietkosten drauf:

Haus am Wasser in Wien

Anonymus: "Ich habe ein 4-Zimmer Haus mit 500-Quadratmeter-Garten und einem Autostellplatz am Grundstück sowie einem 10 Meter langen und 5 Meter breiten Pool. Das Haus steht in Floridsdorf, direkt am Wasser in erster Reihe und ich bezahle dafür monatlich nur 700 Euro Miete. Zusätzlich bekomme ich noch 300 Euro Wohnbeihilfe und zahle somit monatlich kalt, inklusive Betriebskosten exklusive Strom und Wasser 400 Euro. Warm komme ich auf 550 Euro im Monat."

Wien wird immer teurer

Nico: "Ich zahle 700 Euro Miete und 80 Euro Betriebskosten für meine Genossenschaftswohnung mit 94 Quadratmeter und Garten im 14. Bezirk. In den letzten 10 Jahren stieg die Miete um 200 Euro und mittlerweile sind das bereits 40 Prozent meines Nettoeinkommens."

750 Euro für 55 Quadratmeter

Sandra: "Bin 21 Jahre alt und habe letztes Jahr die Gemeindewohnung im 6. Bezirk von meiner verstorbenen Mutter übernommen. Für 54.98m2 groß zahle 750 Euro. Die Miete beträgt 510 Euro, hinzu kommen 136 Euro Strom und 100 Euro Fernwärme. Bekomme aber nur die Mindestsicherung und muss Handy und Fernsehen noch bezahlen."

Lieber Kredit für Haus in NÖ, als Miete in Wien

Alex: "Ich zahle etwa 60 Prozent meines Einkommens an Miete und Betriebskosten für eine 60-Quadratmeter-Wohnung im 14. Bezirk. Es zwar ist eine schöne Gegend in Wien, trotzdem viel zu teuer. Ich bin schon froh, wenn ich nach Niederösterreich ins Haus ziehe. Dort zahle ich zwar das selbe für den Kredit, aber dafür werden es fast 200 Quadratmeter Wohnfläche und 1500 Quadratmeter Grund - und es gehört mir irgendwann."

Meine Miete steigt jedes Jahr

Tyy: "Ich bin vor zwei Jahren in eine 62 Quadratmeter große Wohnung im 10. Wiener Bezirk gezogen, die mich damals 380 Euro kostete - das war soweit noch okay. Aber alle paar Monate wird es teurer und mittlerweile bin ich auf 407 Euro und das nach nur 2 Jahren."

Diese Gründe erschweren laut der AK-Befragung jungen Mietern die Wohnungssuche:

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(mz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • PeterKarl am 07.02.2019 18:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe 38 Jahre

    in Wien am Tabor in einer 80 qm Wohnung gelebt. Zum Schluss zahlte ich kalt 380.- Ich habe die Wohnung drotzdem aufgegeben (Wien hat für mich keine Wohnqualität mehr) und mir ein Haus im südlichen NÖ gekauft.

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  • Franz Huber am 07.02.2019 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wohnung 1190

    19 bezirk 35qm für 680 alles zusammen. Und das mit einem Drittel des Einkommen ist das nicht bezahlt. Bei durchschnittlich 1300 Nettoeinkommen ist das schon mehr als die Hälfte.

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  • Schlumpf am 07.02.2019 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Haus

    Eine Eigentumswohnung bezahle ich genau so monatlich, aber sie gehört einmal mir..... Bevor ich mir eine Gemeindewohnung nehme, baue oder kaufe ich mir ein Haus am Land, da heißt es halt auch arbeiten, sparen und auf so einiges verzichten, aber ich habe meine Ruhe und gute Luft.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Wien Favo am 05.04.2019 02:03 Report Diesen Beitrag melden

    Ja ja

    P.S. (zu Wien Favo): Ca. Ein Viertel der Wohnungen hier im Bau sind nicht vermietet. Nennt sich Wohnungsleerstand. Zahlen die Mieter als Betriebskosten mit. Es gibt weder einen Fahrradraum noch sonst was. Man sollte eine der Wohbungen pro Zeile zu einem Fahrrad- und Kinderwagenabstellraum umfunktionieren. Eine Ergänzung noch: Wir zahlen weder Annuitäten noch sonst welche unklaren "Gebühren", die sich die Gemeinde selber erfindrt - und fpr die es nur gemmeindeeigene Rehelungen - und sonst nix Schlüssiges - gibt. Kein Aufzug, nur due Gartenbetreuung ist nich sauteuer. Und Wasser + Müllabfuhr.

  • Wien Favo am 05.04.2019 01:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ja ja

    Ich schreibe es hier rein - es passt nicht zur obigen Meldung - ich schreibe es jedoch als Antwort für die Fragestellerin weiter unten: Gemeindebaumiete: (vor 22 Jahren eingezogen), komplette Heizung zwei Mal selber eingebaut, Wohnung musste vor dem Einzug komplett saniert werden. Es waren nur WC & Abwasch da. Und neue Fenster waren eingebaut worden. Zins: 50,-- Betriebskosten 80,-- (!) Heizung & Warmwasser: 96,-- für 33 Quadratmeter Parterrewohnung, Nord-West-Ausrichtung. Für Selbiges als A-Kategorie zahlt man heutzutage neu (in diesem Bau) 260,-- (insges.) + Gas & Strom.

  • Reini am 11.03.2019 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Staatliche Abzocke

    Es ist aber schon allen klar das die Rathauspolitik für die teuren Wohnungen in Wien verantwortlich ist, die Ramenbedienungen werden immerhin von der Politik vorgegeben,die Politiker sind auch der grösste Feind der Bürger,das sollte endlich mal jeder kapieren.

  • Gianni am 10.02.2019 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    Heute Leser

    bekommen die Wohnungen vom Staat bezahlt! Nur mal so ...

  • Samy am 10.02.2019 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    .....

    Wohne beim Naschmarkt sehr schöne Gegend. Bin in 10 min.zu fuss im 1.Bezirk. Für 80 qm zahle ich 600 euro. Kann ich mir auch als Alleinerzieherin super leisten

    • gerti am 12.02.2019 14:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Samy

      Das ist natürlich toll! schön dass es so etwas noch gibt!

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