Seit 25. Mai

13. Juni 2018 08:30; Akt: 13.06.2018 09:09 Print

Beschwerde-Flut bei Datenschutzbehörde

Mehr als 80 Verfahren bei Verstößen gegen die DSGVO wurden von der Datenschutzbehörde bereits eingeleitet.

Andrea Jelinek, Leiterin des European Data Protection Board, bei einer Pressekonferenz am 25. Mai 2018. (Bild: picturedesk.com)

Andrea Jelinek, Leiterin des European Data Protection Board, bei einer Pressekonferenz am 25. Mai 2018. (Bild: picturedesk.com)

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Seit knapp drei Wochen ist die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nun in Kraft und bei der Datenschutzbehörde türmt sich der Beschwerdeberg.

Mehr als 80 Beschwerden, darunter 62 nationale und 19 internationale, sind seit 25. Mai eingegangen, Verfahren wurden eingeleitet. Vielfach dreht es sich um erzwungene Zustimmungen etwa zur Weitergabe von Daten, falls man einen entsprechenden Dienst weiter nutzen will.

Datenschutz-Aktivist Max Schrems hatte ja genau diesen Punkt bei Facebook, Twitter und Co. stark kritisiert und auch dagegen geklagt.

Andrea Jelinek, Leiterin der Datenschutzbehörde, führt im "Ö1 Morgenjournal" den starken Anstieg an Beschwerden aber nicht auf die neue DSGVO, sondern das gestiegene Bewusstsein für Datenschutz zurück.

Bislang haben sich zudem schon fast 4.000 Unternehmen und öffentliche Stellen gemeldet, die nun über einen eigenen Datenschutzbeauftragten verfügen.

Übrigens: Falls ein Unternehmen sich weigern sollte, Ihre Daten zu löschen, kann dies nun auch bei der Datenschutzbehörde gemeldet werden. Diese kann nun auch bei Beschwerden von Privatpersonen rechtliche Schritte einleiten – abgestraft wurde aber bislang noch niemand. Zuvor konnte die Behörde nur mediativ vermitteln.

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(reed)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leser am 13.06.2018 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Heute-Redaktion in der Pflicht

    Die Heute-Redaktion sollte sich das gleich zu Herzen nehmen! Ein Zwang zur Zustimmung von Cookies ist verboten. Stellt die Einstellungen so ein, dass der Datenschutz bereits beim Aufrufen der Webseite gewährleistet ist.

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  • beere am 13.06.2018 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Plötzlich ungültig

    An der Kasse wird man aufmerksam gemacht dass die Kundenkarte micht mehr gültig ist. Man kann online eine Ummeldung vornehmen etc. . . . . Dann wird eine payback-Karte in Aussicht gestellt an der mehrere Unternehmen beteiligt sind . . . Interessiert mich nicht mehr. In Zukunft verzichte ich lieber auf so genannte Kundenkarten.

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  • Human-Rights am 13.06.2018 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    REWE ist eine Datenkralle

    Habe schon vor der DSGVO bei REWE eine Auskunft meiner Daten verlangt. In der Post war ein 4 cm dicker Briefumschlag mit allen Einkäufen, die ich bei Billa, Merkurs, Bipa ... jemals getätigt habe, jedes Produkt, Uhrzeit, welcher Markt usw. Ich habe daraufhin die Löschung meiner Daten verlangt und der Nutzung widersprochen. De sammlen trotzdem munter weiter. Beschwerde ist gewiss.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Free am 15.06.2018 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    Gezwungen die Coogies zu akzeptieren

    Man hat auf einmal überall die Cookies bzw. meines Erachtens ist es gesetzwidrig, wenn wir alle gezwungen werden die Cookies zu akzeptieren usw. Das entspricht nicht der DSGVO, das heißt da gibt es viele Anzeigen!

  • Human-Rights am 13.06.2018 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Herold: 4,5 Mio. Konsumenten-Daten

    Laut DSGVO braucht es eine Einwilligung oder ein berechtigtes Interesse. Letzteres muss deinen Interessen überwiegen. Herold ist ein privates Direktmarketing-Unternehmen. Hier kann von einem berechtigten Interesse ja wohl nicht ausgegangen werden, da der Umsatzerlös im Vordergrund steht. Der Schutz der Personen überweigt. Daher sollte jeder bei Herold seine Daten löschen lassen und der Nutzung widersprechen.

  • Egon am 13.06.2018 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Überarbeitet?

    80 Beschwerden in DREI Wochen = 15 Arbeitstage = 5,3 täglich = nahezu 0,6 / Stunde. Hoffendlich kein Burnout. (Ende Sarkasmus)

  • Tine am 13.06.2018 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Fake

    Also mir ist egal ob jemand festhält, wieviel Klopapier ich kaufe, von wo ich mein Gemüse beziehe, auf welchen Internetseiten ich war - ich kann es ohnehin nicht verhindern.

    • Aufwachen am 13.06.2018 13:50 Report Diesen Beitrag melden

      @Tine

      Doch, du kannst. Sogar recht einfach. Empfehle dir die Doku, weiter unten. Dann denkst du anders.

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  • Tine am 13.06.2018 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Fake

    Das ganze Datenschutz-blabla geht mir auf die Nerven! Bringt eh nichts oder warum geht mein Spamordner weiter über mit Ostblock Werbung für Viagra und Angeboten von Prostituierten aus diesen Ländern?

    • Rainer am 13.06.2018 13:53 Report Diesen Beitrag melden

      @Tine

      Fehlender SPAM-Schutz. Provider wechseln. Es gibt einen namhaften deutschen. Keinesfalls einen österreichischen, weil die es Dank der Gesetzesnovelle nicht so Ernst nehmen, wie unsere Nachbarn.

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