Wie viel Kuh enthält Ihr Weichspüler?

09. Juli 2019 09:36; Akt: 09.07.2019 17:16 Print

So viel Schlachtabfall steckt in Weichspülern

Weich, duftend und rein - so werben Weichspüler seit vier Jahrzehnten. Ihre Inhaltsstoffe gefährden das Sauberimage jedoch - und teilweise die Gesundheit.

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Weichspüler haben bereits eine lange Lebensspanne hinter sich. So kamen sie erstmals bereits vor 40 Jahren auf den Markt. Seither werben sie damit, die Wäsche weich und duftend zu machen - das jedoch mit teuren "Nebenwirkungen".

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Wie eine aktuelle Ausstrahlung der SWR-Sendung "Marktcheck" zeigt, gibt es daneben jedoch auch Inhalte, für die sie nicht werben - aus gutem Grund.

Tierischer Talg ist Hauptbestandteil

Für den weichmachenden Effekt sind kationische Tenside verantwortlich. "Diese werden teilweise auch aus tierischem Fett, also aus Schlachtabfällen, hergestellt", erklärt Umweltwissenschafter Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im Interview mit dem SWR. So sind Tierabfälle wie Talg Hauptbestandteil eines Weichspülers.

Weichspüler löst Allergien aus und reizt die Haut

Daneben sind die Inhaltsstoffe nicht nur ekelhaft, sondern teilweise auch bedenklich. Wie Toxikologin Marike Kokossa im Interview mit dem SWR betont: "Vor allem sind das allergieauslösende Stoffe, die entweder als Duftstoffe oder als Konservierungsstoffe eingesetzt werden." Das könne dann auf der Haut zu Kontaktdermatitis, Allergien und Reizungen führen.
Daneben könnte der Duftstoff Lilial, der nicht nur in Weichspülern, sondern auch häufig in Duschgel, Waschpulver, Seifen und Handcremes steckt, möglicherweise die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Daneben sorgen sie für Gestank in der Waschmaschine. Dabei werden Weichspüler gerade vermehrt verwendet, um auftauchende Gerüche zu minimieren. In den Rohren bleiben dann oft Rückstände erhalten.

Neu ist das Ergebnis nicht. Bereits im Jahr 2003 hatte der Ökotest Weichspüler negativ beurteilt. Mittlerweile sind seit dem damaligen Test 16 Jahre vergangen.

Auch die Umwelt würde davon profitieren, von der Verwendung von Weichspülern abzusehen.

Wer nicht auf weiche Wäsche verzichten möchte, sollte sie draußen aufhängen oder einen Trockner/Waschtrockner verwenden.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • babsi am 10.07.2019 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Niemals

    Ekelerregend weich gespuehles mit Fettabfall , Essig ist Alr ternative oder nix.

  • OmaAnna am 09.07.2019 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Allergien

    Alles, das gut riecht, ob Duschgels, Weichspüler,Seifen, Haarshampoo usw. ist Gift für die Haut. Viele Menschen reagieren allergisch auf Farbstoffe, Duftstoffe, Weichmacher usw. und wissen es oftmals nicht einmal. Aber alles muß ja gut riechen. Ich stinke auch nicht, achte aber beim Kauf auf die Qualität und verzichte gerne auf alles künstliche.

  • Baldi am 14.07.2019 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Konzerne für die Umwelt.

    Die Industrie spart sich die Entsorgung der Abfallstoffe und der gutgläubige Bürger bezahlt diesen Unsinn. Das ist in Brüssel bekannt aber man kann doch diesen Multis kein Verbot dieser Artikel zumuten.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Baldi am 14.07.2019 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Konzerne für die Umwelt.

    Die Industrie spart sich die Entsorgung der Abfallstoffe und der gutgläubige Bürger bezahlt diesen Unsinn. Das ist in Brüssel bekannt aber man kann doch diesen Multis kein Verbot dieser Artikel zumuten.

  • babsi am 10.07.2019 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Niemals

    Ekelerregend weich gespuehles mit Fettabfall , Essig ist Alr ternative oder nix.

  • OmaAnna am 09.07.2019 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Allergien

    Alles, das gut riecht, ob Duschgels, Weichspüler,Seifen, Haarshampoo usw. ist Gift für die Haut. Viele Menschen reagieren allergisch auf Farbstoffe, Duftstoffe, Weichmacher usw. und wissen es oftmals nicht einmal. Aber alles muß ja gut riechen. Ich stinke auch nicht, achte aber beim Kauf auf die Qualität und verzichte gerne auf alles künstliche.