Neujahrsmotivation

11. Januar 2019 08:51; Akt: 26.03.2019 11:19 Print

Eine erfolgreiche Diät startet im Kopf

Der größte Neujahrsvorsatz gilt nach wie vor dem Abnehmen oder einem gesünderen Lebensstil. Mit den richtigen Tipps halten Sie dieses Jahr durch und brauchen nächstes Jahr keinen neuen Neujahrsvorsatz.

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Um abzunehmen, müssen Sie zunächst im Kopf "zunehmen", umdenken und einen sogenannten "mindset shift" schaffen. Unsere Gedanken sind kein starres Gerüst. "Füttern" Sie sie mit positiven Inhalten. Öassem Soe Positives zu. Achtung: Das komplexe Gehirn liebt einfache Strukturen. Je konkreter die Zielsetzung, desto leichter wird sie umzusetzen sein. Vermeiden Sie abstrakte Begriffe. Verhalten Sie sich sich selbst gegenüber wie eine Respektsperson, nicht wie ein destruktiver Kritiker, und geben Sie sich auch die besten Ratschläge. Es ist noch genügend Zeit bis zum Sommer. Haben Sie also Geduld mit sich und bereiten Sie sich auf Rückschläge und schlechtere Tage vor. Wichtig ist nur, dass diese nicht die Routine sind. Nicht nur für die Reinigung der Seele ist das "Journaling" effektiv. Ebenso gut eignet es sich als Essensttagebuch. Es lässt Sie brutal ehrlich zu sich sein und jede Kleinigkeit notieren. So haben Sie den perfekten Überblick und wisen, wo Veränderung notwendig ist und es kritische Momente gibt. Statt in den Kalender z.B. "Sport" zu notieren, schreiben Sie, was GENAU Sie machen und verwenden Sie VERBEN zur Beschreibung: Ich gehe um15:30 in den Bikram-Yoga-Kurs. Oder statt: "Ich möchte abnehmen." etwas wie: "Bis zum Urlaub am 14.07. werde ich mein Wunschgewicht (=Wohlfühlgewicht) von x Kilo erreicht haben. Dafür setze ich folgende konkrete Schritte: x,y,z. Am Wesentlichsten zur Motivation beitragen sollte ein langes, gesundes Leben. Die Bikinifigur sollte nur der stolz herumzutragende Bonus dafür sein. Positive Veränderungen dankt der Körper auch schnell. Deswegen kann man jederzeit anfangen. Es ist nie zu spät für eine neue positive Gewohnheit. Ob es ein Blogger mit einem Vorzeigelebensstil, ein Kollege oder die beste Freundin ist - nehmen sie die Ideale ohne sich damit zu vergleichen. Beobachten Sie sich und die Eigenheiten Ihres Körpers, das Sättigungsgefühl, den Hunger, die Verdauung, die Essgewohnheiten. Besuchen Sie, bevor Sie sich in einen Trainingstag stürzen, einen tatsächlichen Arzt und einen Profi. Manchmal fällt es leichter, wenn man wenigstens eine Person in der Umgebung hat, die ein ähnliches Vorhaben oder Teile davon umsetzen möchte. Verabreden Sie sich zu gemeinsamen Aktivitäten. Die Begriffe von "Diät" und "Sport" verbindet man oft mit negativen Empfindungen. Man kann Sie aber auch austauschen. Denn nur, wenn das Zwanghafte wegfällt und sie keine negativen Gefühle dem Begriff gegenüber haben, kann Veränderung passieren. Nicht jeder muss alles machen. Statt sich im Fitnessstudio zu quälen, kann man auch Zeit in der Natur verbringen. Übungen kann man auch überall machen. Manches Essen ist nur dafür da, gut zu schmecken, während anderes uns mit Nährstoffen versorgt. Achten Sie auf Balance und Ausgewogenheit, aber gönnen Sie sich auch Lustmomente. Vor allem, wenn Sie etwas Besonderes geleistet haben. Ein Lustmoment allein macht nicht dick. Es ist alles eine Sache der Routine. Auch wenn die Größe von snacks überschaubar ist, braucht unsere Bauchspeicheldrüse auch Zeit ohne Arbeit. Deswegen sollte man zwischen den Mahlzeiten 4 bis 6 Stunden Zeit lassen. Das gute Gefühl eines Erfolgserlebnisses oder das Überwinden von Barrieren oder dem inneren Schweinehund, Je solzer Sie auf sich sein können, desto mehr verinnerlicht sich dieser Zustand, und Sie werden motivierter und trauen sich mehr zu. So kann die Motviation blühen und etwas, das am Anfang mühevoll war, Gewohnheit werden.

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Vielleicht haben Sie gerade schon die ersten paar Tage des Jahres (oder bereits das ausklingende Vorjahr) mit Ihren persönlichen Wunschvorstellungen an Veränderungen verbracht und diese betreffen eventuell auch eine Ernährungsumstellung. Möglicherweise finden Sie sich vor vielen Fragezeichen und wissen bei all dem vorhandenen Material nicht, wonach Sie sich orientieren sollen. Genau da liegt der Punkt: Als erstes müssen Sie alles Komplexe weglassen. Sie schaffen eine nachhaltige Diät nur, wenn Sie unrealistische Vorstellungen eliminieren und ihren Kopf mit einer gedanklichen Änderung füttern.

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Tipp 1: Ihr Kopf ist der Schlüssel

Um erfolgreich abzunehmen oder welche Veränderung auch immer zu schaffen, müssen Sie zunächst im Kopf zunehmen. Es muss erst ein sogenannter "mindset shift" stattfinden. Unsere Gedankenwelt ist nicht so starr, wie wir uns das manchmal einreden. Erst wenn wir uns selbst von innen - vor allem nur positiv - zusprechen, kann auch eine äußere Änderung stattfinden. Wir müssen neue Gedanken zulassen und unser Gehirn mit dem neuem Positiven füttern.
Wichtig: Das Gehirn ist komplex, braucht dafür aber einfache, konkrete Begriffe. Achten Sie bei mantraartigen Zielsetzungen darauf, dass sie auch konkret formuliert sind.

Tipp 2: Vermeiden Sie Druck auf sich selbst

Vorerst: Jetzt ist noch genügend Zeit bis zum Sommer zum Wunschgewicht zu gelangen. Lassen Sie sich Zeit, gedulden Sie sich und nehmen Sie auch Rückschläge in Kauf. Man muss sich wie bei jedem Neustart und jeder Veränderung selbst disziplinieren, aber nicht auf quälende Weise. Aber seien Sie sich eine respektierte Autorität, was Ihre Verpflichtung sich selbst gegenüber betrifft.

Tipp 3: Führen Sie Buch

Momentan ist ja das tagebuchartige Abdecken aller Lebensbereiche mit den Begriffen des "Journalings" sehr modern. Aber nicht nur für die Reinigung der Seele kann dieser Schritt wesentlich sein. Ein Essenstagebuch lässt Sie auf brutale Weise ehrlich sein und jede Kleinigkeit aufzählen. Auf die gleiche Weise können Sie auch Ihre Ausgaben durchleuchten, wenn Ihr Neujahrsvorsatz finanzieller Natur ist.

Tipp 4: Denken Sie in langfristigen Begriffen

Das Ziel sollte nicht die nächste Badesaison sein. Sie möchten nicht nur schlank im Sommer sein, sondern vor allem eine gesunde und fitte Basis für Ihre Zukunft und das Älterwerden schaffen. Suchen Sie sich eine zweite Motivation als nur die Figur. Der Körper dankt positive Veränderugnen auch schnell. Somit muss man sich nicht etwas einreden wie: "Ich habe mich immer ungesund ernährt, sich umzustellen bringt jetzt auch nichts mehr." Die einzige Angewohnheit, die hier zutage tritt, ist die sich gemütlich im Gehirn eingelebte Negativität. (s. Tipp1)

Tipp 5: Suchen Sie sich Inspiration

Und zwar die richtige. Ein Blogger, dessen gesunder Lebensstil Sie begeistert. Suchen Sie sich auch in der direkten Umgebung inspirierende Personen. Meist sind es unsere engsten Kontakte, die hintergründig auch Einfluss auf unser gesellschaftliches Essverhalten haben können. Vermeiden Sie aber kontraproduktives Vergleichen!

Tipp 6: Seien Sie ihr eigener Arzt

Bevor man sich in eine Diät stürzt Körper und seine Individualität genau beobachten. Wann werde ich hungrig, fühle mich positiv satt, werde müde? Wie geht es meiner Verdauung? Esse ich flsichlastig, vegetarisch, konsumiere viele Kohlenhydrate? Was sind all meine ungesunden Gewohnheiten? – Immerhin ist es nichts anders als das, was es zu überwinden gilt.
Ziehen Sie auch einen echten Mediziner zu Rate, um Ihren Allgemeinzustand zu erfahren und lassen Sie sich auch von Profis beraten, sobald Sie Ihr gewünschtes Fitnessprogramm gefunden haben.

Tipp 7: Teilen Sie sich mit

Teilt vielleicht jemand Ihr Vorhaben mit Ihnen? Manchen fällt es leichter sich gemeinsam fit zu halten, mit dem Partner oder einer Freundin oder Bewegung mit gemeinsamen Aktivitäten zu verbinden. Es muss nicht immer der Weg zum Fitnesstudio sein. Es kann auch ein Tanzkurs oder Yoga sein. Bereits seine tägliche Schrittzahl zu erhöhen hilft. Oder neben Fußwegen auch das Rad bewusst im Alltag einzubauen.

Tipp 8: Suchen Sie sich neue Definitionen

Der Begriff der Diät hat im Deutschen vielleicht eine weniger positive Verbindung. Man könnte ihn auch austauschen in einen Ernährungsstil, der die eigene Gesundheit fördert. Wenn man diesen Switch im Kopf geschafft hat, nicht nur wegen der Bikinifigur abnehmen zu wollen, sondern tatsächlich unzufrieden mit seinen Ernährungsgewohnheiten ist, weil man sich dadurch einfach nicht mehr gut fühlt, ist der richtige Zeitpunkt gegeben sich damit auseinanderzusetzen. Denn nur wenn Sie den Begriff nicht mehr fürchten, ihm etwas Zwanghaftes anlastet oder Sie etwas Negatives dabei empfinden, können Sie diese Veränderung im Alltag - sogar willentlich - einbauen. Genauso verhält es sich mit dem Begriff des Sports: Notieren Sie besser: eine Spazierstunde oder Radfahren in Ihrem Kalender - Aktivitäten, die Sie selbst mögen. Alles müssen Sie nicht machen.

Tipp 9: Verbieten Sie sich nicht alles

Es gibt das eine Essen, das man konsumiert, um die Nährstoffe zu erhalten und das andere Essen, das man konsumiert, nur, weil es gut ist. Achten Sie auf Balance und eine gesunde Mischung und Ausgewogenheit, aber gönnen Sie sich auch die Lustmomente. Z.B. nach einem erreichten Wochenziel. Ein Lustmoment macht nicht dick, die mangelnde Zurückhaltung und Regelmäßigkeit sind es.

Tipp 10: Geben Sie Ihrer Verdauung eine Mittagspause

Erkennen Sie, wann Sie satt sind, nicht erst übersättigt. Der Absstand zwischen den Mahlzeiten ist kein Mythos. Er sollte allermindestens 4 Stunden betragen. Permanent zu essen führt nur dazu, dass unsere Bauchspeicheldrüse ständig arbeitet.

Tipp 11: Abnehmen ist Psychologie

Und Selbstkonditionierung. Jeder kennt das gute Gefühl, das sich einstellt, wenn man den inneren Schweinehund überwunden oder schlechte Einflüsse bezwungen hat. Es wird als großes Erfolgerlebnis wahrgenommen. Wenn sich Ihnen ein riesiges "Ich mag jetzt nicht" aufdrängt, halten Sie sich das Danach vor Augen. Je öfter Sie stolz auf sich sein können, desto normaler wird dieser Zustand und desto wohler fühlen Sie sich und umso mehr trauen Sie sich auch zu. So kann die Motivation blühen und aus dem, was am Anfang mühevoll war, eine Gewohnheit werden.

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(GA)

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