Homeoffice

23. März 2020 08:50; Akt: 23.03.2020 10:09 Print

Sätze, die niemand im Homeoffice hören will

Tausende Menschen arbeiten im Homeoffice – und merken, dass die dortige Arbeit weniger ernst genommen wird.

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Sie können, dürfen oder müssen also im Homeoffice arbeiten. Kein Problem: Wir haben für Sie konkrete Tipps gesammelt, wie die Arbeit zu Hause besonders leichtfällt. In der gleichen Umgebung zu arbeiten, in der man sich auch entspannt, braucht etwas Übung. Mit den folgenden Tricks fällt die Umstellung leichter. Das Wichtigste: Der Raum zum Arbeiten muss ruhig sein. Das Wohnzimmer ist nur dann eine Option, wenn es tagsüber von niemandem genutzt wird - außer vielleicht von einem flauschigen Vierbeiner. Vom Schlafzimmer raten Experten ab, denn mit dem Arbeitsplatz vor Augen kann man abends nur schwer entspannen. Ist Platz genug vorhanden, bietet sich allenfalls auch das Vorzimmer an. Wenn man schon keine Türe hinter sich schließen kann, sollte man die einzelnen Raumfunktionen optisch trennen. Als Raumteiler ideal ist ein halbhohes Regal, das zudem Stauraum für Arbeitsunterlagen und Bürokram bietet. Auch Zimmerpflanzen können den Raum gliedern. Ist dies alles nicht möglich, kann zumindest ein Teppich für eine optische Insel sorgen. Der Schreibtisch ist das wichtigste Element im Homeoffice: Eine provisorische Arbeitsfläche wie hier ist alles andere als optimal. Trotzdem braucht die Arbeitsfläche nicht allzu groß zu sein, denn die modernen Laptops benötigen nicht viel Platz. Wichtig ist, dass die Höhe stimmt, so dass entspanntes Arbeiten möglich ist. Dazu benötigt man auch einen ergonomisch gestalteten Bürostuhl. Konkret heißt das: Sitzend sollten die Ober- und Unterschenkel in einem 90°-Winkel zueinander stehen und die Füsse sollten den Boden berühren. Andernfalls, bei einer solchen Position, können Rücken- und Nackenprobleme die Folge sein. Eine Deckenbeleuchtung, die weiches Licht ausstrahlt, verleiht dem Raum eine angenehme Atmosphäre. Unverzichtbar ist eine helle, flexible Schreibtischlampe. Zum Lesen von Texten wird sie direkt auf das Papier gerichtet, für Arbeiten am Bildschirm wird sie weggedreht und dient als indirekte Beleuchtung. Alles klar? Dann steht einem erfolgreichen Homeoffice nichts mehr im Weg.

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Freischaffende oder Selbstständige, die ihr Büro zu Hause haben, erleben das immer wieder: Ihr Umfeld signalisiert ihnen, dass Arbeit daheim nicht wirklich ernst genommen und eher als eine Art Hobby betrachtet wird.

Nun sind viele Arbeitnehmende zu Homeoffice verdonnert – und müssen sich von ihren Freunden und Bekannten vielleicht folgende Sprüche anhören.

"Wann arbeitest du wieder richtig?"

Deutlicher kann man die Geringschätzung von Heimarbeit gar nicht ausdrücken. Ein bisschen zu Hause rumsitzen und ab und zu in den Laptop gucken – damit ist es nicht getan. Würden alle Freelancer so arbeiten, hätten sie längst keine Aufträge mehr.

"Beneidenswert. Endlich kannst du mal in Ruhe deine Lieblingsserien schauen."

Nein, eben nicht. Homeoffice heißt, man arbeitet zu Hause das gleiche Pensum ab, wie man es im Büro machen würde. Da bleibt nicht zusätzlich Zeit, um stundenlang Serien zu schauen. Die einzige Zeitersparnis kommt daher, dass man keinen Arbeitsweg hat.

"Jetzt hast du ja endlich keinen Stress mehr."

Klar entfallen einige Stressfaktoren, wie zum Beispiel das Pendeln. Aber der Druck, eine Arbeit gut zu machen und rechtzeitig damit fertig zu werden, der ist zu Hause genauso groß wie im Büro – wenn nicht noch größer, wenn nebst der Arbeit noch Kinder zu betreuen sind.

"Mein Hund muss dringend raus. Du hast eh kurz Zeit, oder?"

Nichts gegen Nachbarschaftshilfe, die ist im Moment enorm wichtig. Trotzdem wissen es Arbeiter im Homeoffice zu schätzen, wenn sie nicht ständig ungefragt irgendwelche zusätzlichen Aufgaben aufgezwungen bekommen.

"Heute Abend hauen wir so richtig auf den Putz, du hast ja morgen Homeoffice."

Genau. Und da soll es keine Rolle spielen, in welchem Zustand man seine Arbeit erledigt? Keineswegs, denn auch wenn keine Stempeluhr und kein Chef dein Erscheinen kontrollieren, wird eben doch erwartet, dass du deine Aufgaben sorgfältig erledigst. Und derzeit gilt ohnehin: Wenn du auf den Putz hauen willst, mach es mit den Leuten im gleichen Haushalt, nicht bei einer Corona-Privatparty. Tu das nicht!

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