AK NÖ freut sich

14. Januar 2018 10:20; Akt: 14.01.2018 10:55 Print

Fixgehalt zu niedrig, 8.300 Euro Nachzahlung

Ein Handelsangestellter hatte wegen niedrigen Fixums und geringer Provisionen keine Chance auf KV-Mindestgehalt. Die AK verhalf ihm nun zu einer Nachzahlung.

Zugunsten des Handelsangestellten forderte die AK die Differenz ein: Knapp 8.300 Euro erhielt der 58-Jährige. (Bild: iStock (Symbol))

Zugunsten des Handelsangestellten forderte die AK die Differenz ein: Knapp 8.300 Euro erhielt der 58-Jährige. (Bild: iStock (Symbol))

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Die AK Niederösterreich hat einem Handelsangestellten aus dem Weinviertel zu einer Nachzahlung verholfen, der monatelang unter dem kollektivvertraglichen Mindestgehalt bezahlt wurde.

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Sein Arbeitgeber hatte versucht, den Kollektivvertrag mit einer "unfairen" Provisionsregelung zu umgehen, sie die AK in einer Aussendung erklärt. Er hatte dem Mann 600 Euro weniger bezahlt als das KV-Mindestgehalt, die Differenz sollte der 58-Jährige über Provisionen dazuverdienen. Die waren dafür aber laut Rechtsexperten viel zu niedrig. „Der Arbeitnehmer bekam nun 8.300 Euro nachbezahlt“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

In seinem ersten Arbeitsjahr stellte der 58-jährige Handelsangestellte im Außendienst für seinen Arbeitgeber Aufträge im Ausmaß von gut 200.000 Euro auf – und das, obwohl er sich seinen Kundenstamm selbst aufstellen musste.

Für ihn zahlte sich das aber nicht aus. Sein Fixum war zuletzt auf 1.621 Euro brutto angesetzt. "Das sind um mehr als 600 Euro weniger als der Kollektivvertrag als Mindestgehalt vorsieht. Der Betroffene hatte trotz der vielen Aufträge, die er für das Unternehmen besorgte, keine Chance, die fehlenden 600 Euro über Provisionen zu verdienen", so die AK in einer Aussendung.

Überdies habe die Firma nach einem Jahr den befristeten Arbeitsvertrag mit dem Mitarbeiter einfach auslaufen lassen. Er ersuchte daher die AK Niederösterreich um Hilfe. Rasch wurde klar: Die Entlohnung verstieß gegen den Kollektivvertrag für Handelsangestellte. Fixum und garantierte Provisionen zusammen müssen mindestens so hoch sein wie das kollektivvertragliche Mindestgehalt. Unterschreiten dürfen sie es nicht.

Zugunsten des Handelsangestellten forderte die AK die Differenz ein: Knapp 8.300 Euro erhielt der 57-Jährige.

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Linkswähler am 14.01.2018 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    noch passiert das

    Solche Schlagzeilen werden unter Schwarz-Blau verschwinden. Die wollen nämlich die AK kürzen, damit sie nicht mehr die Rechte der Arbeitnehmer vertreten kann.

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  • annabell am 14.01.2018 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Rumperdiepumpel weg ist der Kumpel

    von der Konsumentenhilfe bis zum Arbeitsrecht,es ist nicht verwunderlich wenn schwarz blau die AK abschaffen bzw. beschneiden will, solche und ähnliche Fälle wären ganz schnell unter dem Teppich gekehrt frei nach dem Motto in Cina-Russland-Indien gibt es ja auch keine AK

Die neusten Leser-Kommentare

  • annabell am 14.01.2018 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Rumperdiepumpel weg ist der Kumpel

    von der Konsumentenhilfe bis zum Arbeitsrecht,es ist nicht verwunderlich wenn schwarz blau die AK abschaffen bzw. beschneiden will, solche und ähnliche Fälle wären ganz schnell unter dem Teppich gekehrt frei nach dem Motto in Cina-Russland-Indien gibt es ja auch keine AK

  • Linkswähler am 14.01.2018 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    noch passiert das

    Solche Schlagzeilen werden unter Schwarz-Blau verschwinden. Die wollen nämlich die AK kürzen, damit sie nicht mehr die Rechte der Arbeitnehmer vertreten kann.

    • Hackler am 14.01.2018 14:09 Report Diesen Beitrag melden

      Schlimm

      Den Rechten ist das egal,selbst wenn sie unter der Brücke schlafen müssen.

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