Niederösterreich

12. Oktober 2018 10:00; Akt: 11.10.2018 15:56 Print

SP-Ärger, weil FP sich jetzt für SOMA-Erhalt einsetzt

Ärger bei SPÖ-Bürgermeistern in NÖ: Gemeinsam mit der ÖVP beschloss die FPÖ auf Bundesebene AMS-Budgetkürzungen. Konsequenz: Die SOMA-Verkaufsmobile müssen eingestellt werden. Auf Gemeindeebene setzt sich die FPÖ nun aber für deren Erhalt ein.

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(Bild: "Heute"/Nittner)

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"Da glaubst du, du bist im falschen Film", schüttelt Bürgermeister von Loosdorf (Melk), Thomas Vasku (SPÖ), den Kopf. Bei der letzten Gemeinderatssitzung brachten die Blauen – wie in zahlreichen anderen Orten in Wald- und Mostviertel auch – einen Dringlichkeitsantrag ein. Der Inhalt: Die Gemeinde solle sich beim Land NÖ für den Erhalt der mobilen Verkaufsstelle des SOMA (Sozialmarkt), die jeden Dienstag von 8.30 Uhr bis 9.30 Uhr in Loosdorf Halt macht, einsetzen.

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Finanzierung durch AMS NÖ & Land

Wie berichtet, wird das Service für zahlreiche Bedürftige aus dem Wald- und Mostviertel mit Ende Dezember eingestellt. Laut "SAM NÖ", Betreiber der mittlerweile in "Soo gut" umbenannten Märkte, wegen der von der türkis-blauen Bundesregierung geplanten Budgetkürzung beim AMS. Man könne das Projekt, das von Arbeitsmarktservice und Land NÖ finanziert wird aufgrund der dann fehlenden AMS-Förderungen (Anm.: Das Land fördert weiter) nicht weiterführen.

FPNÖ: "Untragbar und beschämend"

FPNÖ-Klubobmann Martin Huber erklärte kurz darauf: "Wir zählen zu einem der reichsten Länder der Welt und Sozialmärkte für unsere bedürftigen Landsleute sollen allen Ernstes geschlossen werden! Das ist untragbar und beschämend."

Für SPÖ-Ortschef Vasku passt das nicht zusammen: "Erst kürzt die FPÖ-Sozialministerin die Sozialleistungen und dann will dieselbe FPÖ, dass sich die Gemeinde stark macht", ärgert er sich. Die Dringlichkeit des FPÖ-Antrags wurde aberkannt. "Da hat sogar die ÖVP mitgestimmt", so Vasku.

Jetzt Initiative der SPNÖ

Dass die SPÖ Niederösterreich die rund 30 mobilen Verkaufsstellen vor dem Aus retten will, steht fest: Auf Initiative von St. Pölten-Stadtchef Matthias Stadler soll nun ein Konzept ausgearbeitet werden, das die "fahrenden Sozialmärkte" rettet.

Auch für die fixen SOMA-Standorte in NÖ steht die Zukunft in den Sternen. In Klosterneuburg schließt der "Soo gut"-Markt mit Ende des Jahres, das Rote Kreuz sprang kurzfristig ein und betreibt ihn ab Jänner in ausgebauter Form weiter.

SAM NÖ sucht Sponsoren für Fixstandorte

Die weiteren in Amstetten, Heidenreichstein (Gmünd), Mödling, St. Pölten, St. Valentin (Amstetten), Stockerau (Korneuburg), Ternitz (Neunkirchen), Tulln und Waidhofen/Ybbs sollen weitergeführt werden, allerdings sucht man derzeit verzweifelt nach finanziellen Unterstützern.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Suse am 12.10.2018 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sind eh..

    Sind eh nur unsere ausländische Mitbürger dort. 2 Strassen weiter steht der dicke Audi, etc. Ältere Leute trauen sich eh nicht hin bzw werden überrollt. Beispiel die Wiener Tafel hat jetzt extra Öffnungszeiten für die Ausländer und extra Öffnungszeiten für Obdachlose und Mindestpensionisten

  • Barmy Army am 16.10.2018 02:25 Report Diesen Beitrag melden

    Richtige, menschenwürdige Löhne

    von denen man leben kann sind besser als jeder Sozialmarkt . Sozialmärkte sind eine Schande, daß es sie gibt. Gute Löhne wären auch besser als Mindestsicherung zur Förderung jener die nicht bereit sind arbeit ausreichend zu entlohnen. Gute Löhne wären besser als Mietbeihilfen die den Mietwucher fördern. Gute Löhne sind das Letze was die Rechten wollen, denn die Industriellen zahlen gutes Geld dafür. Und sie locken mit Posten nach der Politikerkarriere.

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  • Barmy Army am 16.10.2018 02:25 Report Diesen Beitrag melden

    Richtige, menschenwürdige Löhne

    von denen man leben kann sind besser als jeder Sozialmarkt . Sozialmärkte sind eine Schande, daß es sie gibt. Gute Löhne wären auch besser als Mindestsicherung zur Förderung jener die nicht bereit sind arbeit ausreichend zu entlohnen. Gute Löhne wären besser als Mietbeihilfen die den Mietwucher fördern. Gute Löhne sind das Letze was die Rechten wollen, denn die Industriellen zahlen gutes Geld dafür. Und sie locken mit Posten nach der Politikerkarriere.

  • Suse am 12.10.2018 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sind eh..

    Sind eh nur unsere ausländische Mitbürger dort. 2 Strassen weiter steht der dicke Audi, etc. Ältere Leute trauen sich eh nicht hin bzw werden überrollt. Beispiel die Wiener Tafel hat jetzt extra Öffnungszeiten für die Ausländer und extra Öffnungszeiten für Obdachlose und Mindestpensionisten