Dringender Hilferuf!

12. Januar 2018 07:00; Akt: 13.01.2018 01:35 Print

53 gerettete Tiere bald obdachlos

Der Österreichische Tierschutzverein (ÖTV) steht gerade vor einer der schlimmsten Katastrophen, die einer gemeinnützigen Organisation zustoßen kann.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Völlig überraschend verliert der Österreichische Tierschutzverein einen seiner wichtigsten Gnadenhöfe im Land. "Der Pachtvertrag unseres Assisi-Hofes wurde nach 15 Jahren gekündigt", wie Erich Goschler vom Tierschutzverein Österreich berichtet. Dies sei einer "der schlimmsten Katastrophen für einen gemeinnützigen Verein", erzählt er weiter.

Umfrage
Sind Sie ein Tierfreund?
49 %
9 %
2 %
2 %
38 %
Insgesamt 1913 Teilnehmer

Zuhause für 53 misshandelte Tiere

Der Hof in Oberwang (Oberösterreich) war in den vergangen 15 Jahren die erste Adresse für gerettete Vier- und Zweibeiner. Die misshandelten Tiere werden hier aufgepäppelt und im Idealfall an eine liebevolle Familie vermittelt. Ansonsten konnten Esel, Hund, Katze, Pferd und Co hier einen artgerechten Lebensabend in Freiheit verbringen. Ohne Gewalt und Ausbeutung.

Hunde, Katzen, Esel, Vögel, Hasen & Co stehen vor dem Nichts

Im Frühjahr müssen nun alle Tiere das Grundstück räumen. Aber wohin mit den 53 geretteten Lebewesen? Hunden, Katzen, Hasen, Gekkos, Vögel, Siebenschläfer, Ziegen, Hasen, Pferde und Eseln droht die Obdachlosigkeit, sollte kein neuer Hof gefunden werden. Doch die Zeit rennt und das Vorhaben ist teuer.

"Einen neuen Hof für den Tierschutz zu finden, ist extrem schwierig und teuer. Allein der Ausbau für artgerechte Stallungen ist mit hohen Kosten und Aufwänden verbunden... aber die Kosten von mehreren Hunderttausend Euro sind für den Österreichischen Tierschutzverein, ohne großzügige Spenden, alleine schwer zu bewältigen", so Erich Goschler.

Neuer Hof gesucht: "Wer kennt wen, der wen kennt?"

Das gesamte Mitarbeiterteam des Österreichischen Tierschutzvereins sucht aktuell nach einem geeigneten Grundstück um weiterhin Tiere in Not retten zu können.

"Erfahrungsgemäß benötigen wir ca. drei bis vier Hektar Fläche um unseren 53 Pflegetieren den nötigen Lebensplatz einrichten zu können", informiert Goschler.

Sollte jemand einen geeigneten Platz oder einen bestehenden Hof kennen, bittet der ÖTV um Kontaktaufnahme unter: office@tierschutzverein.at
oder telefonisch: 0662 84 32 55.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


(mp)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bubi am 12.01.2018 07:52 Report Diesen Beitrag melden

    Trauerspiel

    Traurig. Wer ist der Eigentümer dieser Liegenschaft, hat der oder die kein Herz??? Ich hoffe sehr, dass sie ein geeignetes Grundstück finden werden.

    einklappen einklappen
  • Nora am 12.01.2018 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Staat

    Eine Schande ist das, das der Staat nicht einspringt.

    einklappen einklappen
  • Michi am 12.01.2018 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Die auferlegten Fragen

    WARUM wurde der Vertrag gekündigt? Wer ist der Bürgermeister, was sagt die Gemeinde dazu, etc?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anja am 13.01.2018 00:48 Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht

    in Anif bei Salzburg gibt es noch einen Gnadenhof. Happys Farm oder so. Checkt mal den Hof.

  • martin k. am 12.01.2018 22:02 Report Diesen Beitrag melden

    Dude

    ein groooooooooßes danke an User""" Mitdenker""" ER hat den Faden gefunden !!! es war die alte Regierung warum wir jetzt nicht helfen können ( Geld is weg geflossen ) ja das ist einfach nur traurig ,arme Tiere

  • moon am 12.01.2018 21:24 Report Diesen Beitrag melden

    wer ist reich und kann helfen?

    eine schande, das man diesen vertrag kündigt! der bürgermeister oder ein reicher mensch muss bitte sofort handeln und helfen! viel glück euch armen geschöpfen! ich hoffe, das man euch nicht wieder im stich lässt!

    • peter am 13.01.2018 09:13 Report Diesen Beitrag melden

      tierschützer

      wo sind die ganzen tierschützer, die ansonsten überall gscheit sind? wenns ums zahlen geht sind sie weg. der Staat ist nicht zuständig!

    • Tierfreund am 13.01.2018 09:53 Report Diesen Beitrag melden

      Wegschauer sind auch Täter

      @peter der Staat ist auch zuständig wenn es um uns anvertraute Tiere geht, die aufrechte Staatsbürger, misshandeln, quälen oder aussetzen ... Nachschlagen unter: "Moralische Verantwortung"

    einklappen einklappen
  • irgendwasistimmer am 12.01.2018 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    warum wurde der Pachtvertrag

    gekündigt? Will hier einer mehr Geld oder wird das Gebäude anders genutzt?

  • Preibisch am 12.01.2018 08:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tierschutz ?

    Der Eigentümer der liegenschaft hatt ja direkt glück das er nicht enteignet wird liebe leute man tierschutz auch übertreiben und dann aufschreien der staat soll einspringen ist schon ein bischen überzogen

    • Susan gb am 12.01.2018 08:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Preibisch

      immerhin sind es Menschen dieses Staates die den Tieren das antun, darum soll auch hier Hilfe gegeben werden u nicht nur private Personen müssen sich kümmern und betteln etc. Einfach das Problem empathischen Menschen zu übertragen ohne ausreichende Finanzierung ist traurig. Wie man mit Tieren umgeht zeigt wie man mit Menschen umgehen wird.

    • Christa am 12.01.2018 17:01 Report Diesen Beitrag melden

      Tierliebe

      Susan gb@ Schöner Kommentar, sie haben sicher ein großes Herz für Tiere. Ich hoffe, dass hier etwas Passendes gefunden wird, bitte berichten sie uns, liebes Heute-Team, über den weiteren Verlauf.

    • Lionhunter am 12.01.2018 17:14 Report Diesen Beitrag melden

      Tierschutz hat Priorität

      Lieber Preibisch! Man kann den Tierschutz absolut nicht übertreiben - besonders wenn es um so eine Einrichtung geht - warum hier ein Pachtvertrag gekündigt wird - das klingt nach Willkür - da ist es ist leichter eine Frau zu enteignen - in deren Haus vor vielen Jahren ein kleiner Mann mit Bart geboren wurde. Nein, nicht Charly Chaplin!

    • Hanne Koch am 20.01.2018 00:31 Report Diesen Beitrag melden

      hannelore koch

      Mit ein wenig Hintergrundwissen über die tatsächliche Situation ... würde sich die Willkür in eine andere Richtung wenden ... die Verpächter sind herzensliebe Menschen, so schaut es aus Lionhunter

    einklappen einklappen