Abtreibungsprozess

15. Mai 2019 15:12; Akt: 15.05.2019 15:12 Print

Kurios! Opfer (24) jetzt mit Beschuldigtem verlobt

Ein 22-Jähriger soll seine Freundin zur Abtreibung gezwungen haben – sieben Monate bedingte Haft. Dabei sind die beiden inzwischen verlobt.

Der Beschuldigte soll seine Freundin zur Abtreibung gezwungen haben. (Bild: Matthias Lauber)

Der Beschuldigte soll seine Freundin zur Abtreibung gezwungen haben. (Bild: Matthias Lauber)

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Kuriose Wende in einem Prozess um eine erzwungene Abtreibung. Das Opfer, eine 24-Jährige aus Vöcklamarkt (Bez. Vöcklabruck), wollte am Mittwoch vor dem Landesgericht in Wels ihre Behauptung, ihr Freund (22) habe sie zur Abtreibung gezwungen, plötzlich nicht mehr wiederholen.

Ganz im Gegenteil: Sie ließ dem Gericht wissen, dass sie mittlerweile mit dem Beschuldigten verlobt sei und sich deshalb der Aussage entschlage.

Dabei erhob der Staatsanwalt schlimme Vorwürfe gegen den 22-Jährigen. Demnach soll er seine mittlerweile Verlobte Anfang des Jahres über mehrere Monate massiv bedroht haben.
"Ich steche dir in den Bauch, wenn du nicht abtreibst" – mit diesen schrecklichen Worten soll er seiner schwangeren Freundin (24) mehrmals gedroht haben. Diese führte den Schwangerschaftsabbruch dann auch tatsächlich durch.

Angeklagter bestritt die Vorwürfe

Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe, meinte dazu nur, dass er damals kein Kind wollte, weil er keinen Job gehabt habe. Die 24-Jährige hatte als Grund bei der Polizei hingegen genannt, dass seine türkischstämmige Familie sie als Bosnierin nicht akzeptieren würde.

Laut Anklage hat der Beschuldigte die Frau auch über WhatsApp und SMS bedroht. Dabei habe er Nachrichten wie "Du bist tot", "Deine Zeit ist am Abend aus" oder "Töte dich selbst" geschrieben (wir berichteten).

Beschuldigter sei "psychisch angeknackst" gewesen

Er gab zu, diese Nachrichten tatsächlich geschickt zu haben. Seine Begründung: Er sei betrunken und "psychisch angeknackst" gewesen.

Der Angeklagte saß bislang in Untersuchungshaft. Er musste sich am Mittwoch vor dem Welser Landesgericht wegen schwerer Nötigung, Schwangerschaftsabbruch ohne Einwilligung der Schwangeren und wegen gefährlicher Drohung verantworten.

Nach rund zwei Stunden Verhandlung folgte das Urteil. Vom Vorwurf der schweren Nötigung wurde er freigesprochen.

Er wurde lediglich zu sieben Monaten bedingter Haft verurteilt – rechtskräftig.

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(mip)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Francis Lane am 15.05.2019 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    klassiker

    wieder mal Eine der nicht zu helfen ist.....

    einklappen einklappen
  • Bodo am 15.05.2019 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Worte...

    So bekommen jene die keiner will auch wen ab...

  • Pepsitrinka am 15.05.2019 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht normal

    Also manche Frauen haben einen festen klescha. Ohne Worte.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Justiz am 16.05.2019 06:52 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetzlich in Ordnung

    Für 4 Monate U- Haft bekommt er natürlich auch eine fette Entschädigung vom Steuerzahler.

  • Amlacher am 15.05.2019 21:18 Report Diesen Beitrag melden

    Wahre Geschichte?

    Es ist nicht immer alles so wie man es liest.

  • Pepsitrinka am 15.05.2019 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht normal

    Also manche Frauen haben einen festen klescha. Ohne Worte.

  • Statistiker am 15.05.2019 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange noch?

    So ist das halt beim Bevölkerungsaustausch, andere Kulturen, andere Sitten! Bedenken wir das bei der Wahl.

  • franz am 15.05.2019 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    alle

    anscheinend sind alle die so wie der mit einem hauch vom Süden im Gesicht Physisch angeknackst