Wasser im Glas

11. Oktober 2018 18:19; Akt: 11.10.2018 18:19 Print

Sammel-Meister! Keiner hat mehr Meer als ER

Gerald Stutz sammelt Proben aus Meeren, Seen, Flüssen und Pools. "Heute" hat er sein Schlafzimmer geöffnet und seine Fläschchen-Sammlung gezeigt.

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Ganz schön speziell! Der Grieskirchner Gerald Stutz (55) sammelt Gewässerproben. Und das schon seit Jahren! Genau am 13. Oktober vor zwölf Jahren hat alles begonnen. Da hat er seine erste Probe entnommen. Nämlich aus dem Schwarzen Meer in Saki in der Ukraine. Seither steht diese in einem 2 cl. kleinen Fläschchen, fein säuberlich nach Ort der Entnahme und Datum beschriftet, in seinem Schlafzimmer-Schrank hinter staubdichtem Glas.

Genauso wie die weiteren 473 Stück seiner umfangreichen Sammlung.

"Auch Freunde die mich schon lange kennen finden’s kurios, lachen mich zum Teil deswegen aus", erzählt er im Gespräch mit "Heute". Da steht der 55-Jährige aber drüber, denn als Sammel-Meister ist man gewohnt, dass Nicht-Sammler leidenschaftliche Sammler nicht verstehen.

474 Gewässerproben

Stutz betreibt seit Februar 2013 eine eigene Homepage. Auf stutzgerald.at hat er neben den Gewässerproben auch all seine anderen Sammlungen digital festgehalten. Darunter die größte Brettlsammlung der Welt (wir berichteten) sowie unzählige penibel festgehaltene Flug- und Reisestatistiken samt Reisepass-Stempel von über 100 bereisten Ländern und rund 750 Gemeinden.

474 Gewässerproben hat Stutz mittlerweile entnommen. 167 davon aus Flüssen, 161 aus Meeren und 89 aus Seen. Macht 417. Die restlichen 57 wurden mit Wasser aus Höhlen, Tempel, Weihwasserbecken aus Kirchen oder auch heißen Quellen wie Geysiren in Island befüllt. "Ich kann sagen, dass ich alle Weltmeere, fast alle großen Flüsse der Welt und viele Seen habe", so Stutz .

Worauf er besonders stolz ist? Auf die Entnahme vom Pool der Southfork Ranch in Dallas, im März 2013. Als Fan der aus den 80ern bekannten US-Serie "Dallas" ein unvergessliches Highlight.
Die letzte Wasserprobe wurde Ende September in Taiwan, aus dem Chinesischen Meer, entnommen.

"Zu jedem Flascherl gibt’s eine Verbindung"

"Wenn ich das von der Southfork Ranch in Texas seh, erinner’ ich mich wie wenn es erst gestern gewesen wär, dass ich dort war und die Probe genommen hab. Zu jedem Flascherl gibt’s eine Verbindung. Das ist für mich der Sammler-Kick", erzählt Stutz "Heute".

Und die Proben werden gar nicht grün? Wie ist das mit der Algenbildung? "Nein, da kommt es zu keiner Algenbildung. Die Proben werden fest verschlossen, solange keine Luft dran kommt, bleibt alles so wie es ist. Einzig die Entnahme vom Ibmer Moor (Bez. Braunau), da hat sich etwas Schlamm am Boden der Flasche abgesetzt", erklärt Stutz.

Und wo geht’s als nächstes hin? "Nach Simbabwe im Süden Afrikas. Dort geht’s zu den Victoria Falls, dann hab ich meinen letzten großen Wasserfall zusammen."

Denn: Von Vorteil für seine Leidenschaft ist, dass Gerald Stutz in der Reisebranche arbeitet.

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(cru)

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