Nach Attacke von Busfahrer

15. Mai 2019 16:38; Akt: 15.05.2019 16:41 Print

Verprügelter Radfahrer jetzt von Polizei befragt

Nach der Brutalo-Attacke eines Busfahrers der Linz-Linien wurde am Mittwoch erstmals der verprügelte Radfahrer von der Polizei befragt.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Dienstagabend meldete sich der zuständige Beamte beim betroffenen Radfahrer (48). Tags darauf machte dann der 48-jährige Türke bei der Polizeiinspektion seine Aussage zu der Brutalo-Attacke eines Linzer Busfahrers.

Ein Autofahrer filmte mit dem Handy, wie ein Chauffeur der Linz-Linien bei der Haltestelle Franckstraße vergangenen Woche mehrmals auf einen Radfahrer einschlug (wir berichteten).

Laut Linz AG rechtfertigte sich der rabiate Busfahrer damit, er sei wüst beschimpft und bespuckt worden. Deswegen sei er so ausgerastet.

Er war sich seines Fehlers auch bewusst. Der Busfahrer, der seit zweieinhalb Jahren bei den Linz AG Linien beschäftigt ist und bislang als besonnen und verlässlich galt, drücke sein tiefstes Bedauern aus. Er sei sich seiner Schuld bewusst und hätte die Nerven verloren, was ihm sehr Leid tue, hieß es schon vergangene Woche in einer Aussendung der Linz AG.

Der Türke schilderte den Vorfall etwas anders. Er gab zwar zu, mit dem Lenker in Streit geraten zu sein, gespuckt haben will er aber nicht.

Radfahrer wollte sich mit Fahrradschloss wehren

Zunächst war stets die Rede davon, der Radfahrer hätte nach der Attacke die Fahrradkette aus der Verankerung gerissen und sei danach Richtung Busfahrer gestürmt. Das stimme laut dem 48-Jährigen aber nicht. Wie die Polizei berichtet, habe es sich um eine Fahrradschloss gehandelt.

Und dies habe er nur deshalb zur Hand genommen, da er glaubte, der Busfahrer würde aus dem Bus einen Gegenstand holen, um auf ihn damit einzuschlagen.

Fakt ist hingegen: Der Radfahrer hat durch den Angriff Verletzungen davongetragen. Er muss nun mit einem ärztlichen Attest erneut die Polizei aufsuchen und wird dann Anzeige erstatten.

Auch der Buschauffeur, der bereits entlassen wurde, hat mittlerweile bei der Polizei ausgesagt. Er habe laut Polizei aber nur zugegeben, dem Radfahrer "eine Ohrfeige verpasst zu haben". Bevor der Abschlussbericht an die Staatsanwalt gehe, sollen noch weitere Zeugen befragt werden.

Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(mip)

Themen
Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Angelo Ventutti am 15.05.2019 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Lama

    Wäre ich der busfahrer und würde ich bespuckt werden, könnte er ohne Zähne keine Aussage machen.

  • Der Stadt-Radler am 15.05.2019 17:54 Report Diesen Beitrag melden

    Die Lüge von der Ohrfeige

    wird klar durchs Video widerlegt und das Spucken ist wahrscheinlich auch unwahr. Dass Busfahrer oft rücksichtslos Radler schneiden und keine Ahnung von Mindestabstand haben ist allen Radfahrern bekannt.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Angelo Ventutti am 15.05.2019 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Lama

    Wäre ich der busfahrer und würde ich bespuckt werden, könnte er ohne Zähne keine Aussage machen.

  • Der Stadt-Radler am 15.05.2019 17:54 Report Diesen Beitrag melden

    Die Lüge von der Ohrfeige

    wird klar durchs Video widerlegt und das Spucken ist wahrscheinlich auch unwahr. Dass Busfahrer oft rücksichtslos Radler schneiden und keine Ahnung von Mindestabstand haben ist allen Radfahrern bekannt.

    • Brummi 55 am 15.05.2019 18:18 Report Diesen Beitrag melden

      @Der Stadt-Radler

      Bissi Depressionen oder was?

    • Andrea am 15.05.2019 18:19 Report Diesen Beitrag melden

      Narrenfreiheit

      Und die "braven" Radler benehmen sich ja immer vorbildhaft im Straßenverkehr, nicht wahr? Sehe da, jeden Tag gerade das Gegenteil davon. Nämlich, dass sich Radler im Slalom zwischen den Autos vorschwindeln, um gleich vorn zu sein. Dabei schneiden sie auch oft genug andere Verkehrsteilnehmer ohne Rücksicht aber dafür mit viel Risiko. Machen auch nicht vor Bim und Bus Halt. Und jetzt noch behaupten, er habe gar nicht gespuckt... na klar!

    • Magnolie am 15.05.2019 20:30 Report Diesen Beitrag melden

      Radfahrer

      Die Radfahrer behindern mit einer unglaublichen Präpotenz die Öffis. Nur ganz wenige machen Platz. Sie überholen in Haltestellen und bei Rot über Kreuzungen usw.

    • Der Stadt-Radler am 16.05.2019 05:13 Report Diesen Beitrag melden

      Da toben die blauen Blechritter

      weil die Radler ja alle liinksliinke und grüüne sind? Meiner Meinung nach benehmen sich die Autofahrer sehr oft genauso wie die, die hier antworteten. Mir graust

    einklappen einklappen