Rückholung von Maria G.aus Syrien

25. Juni 2019 07:13; Akt: 26.06.2019 08:24 Print

IS-Braut aus Salzburg: Kanzlerin soll helfen

Maria G. wanderte vor Jahren nach Syrien aus - ihre Familie hofft, dass die Übergangsregierung unter Kanzlerin Bierlein sie und ihre Kinder wieder nach Österreich holt.

Die 22-jährige Salzburgerin Maria G. wird per EU-Haftbefehl gesucht. (Bild: Polizei)

Die 22-jährige Salzburgerin Maria G. wird per EU-Haftbefehl gesucht. (Bild: Polizei)

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Maria G.'s Eltern setzen ihre Hoffnung auf die aktuelle Übergangsregierung. Sie wollen ihre 22-jährige Tochter, die vor Jahren nach Syrien gegangen war, zurück nach Österreich holen. Zuletzt war die Mutter, Susanne G., nach Verdacht auf Terrorfinanzierung freigesprochen worden - "Heute" berichtete.

Dabei soll das Geld lediglich dazu gedient haben, ihre Tochter und die beiden Kinder von den Dschihadisten wegzuholen. Gebracht hat das bislang nichts. Maria G. ist vor fast fünf Jahren, im Juni 2014, verschwunden und nach Syrien ausgewandert. Zunächst schrieb sie, es sei wie im Urlaub gewesen - das vermeintliche Paradies entpuppte sich allerdings bald als Hölle auf Erden.

"Unser kleinerer Enkelsohn überlebt den heißen syrischen Sommer im Zeltcamp womöglich nicht", sagt Markus G. im Ö1-Morgenjournal. Der Halleiner war vor einem Monat zusammen mit seiner Gattin in Syrien. Eine Stunde lang durften sie im Gefangenencamp im kurdisch dominierten Nordosten Syriens mit der Tochter sprechen. Zum ersten Mal trafen sie dabei ihre Enkelkinder Isa und Mohammed.

Kinder in schlechtem Gesundheitszustand

"Er ist jetzt eineinhalb Jahre und kann nicht gehen, nicht krabbeln, da ist nicht viel dran. Bei der Wirbelsäule hat man die Knochen gesehen, das größte waren sein Kopf und die Augen.
Die medizinische Versorgung im Lager sei dürftig, die Kinder durch die vielen Bombenanschläge traumatisiert und in schlechter gesundheitlicher Verfassung. Über seinen Enkelsohn sagt Markus G. dem Ö1-Morgenjournal: "Er hat mich angeschaut, als ob er mich fragen würde, ob ich ihn jetzt da raushole."

Bis zur letzten Schlacht haben Maria G. und die Kinder im Islamischen Staat (IS) gelebt. "Maria hat erzählt, dass sie sich, weil sie nichts mehr bekommen haben, nur von Hühner- und Kuhfutter ernährt", schildert Mutter Susanne. "Und da ist es mit dem Kleinen bergab gegangen. Im Oktober hätte er anfangen sollen, zu gehen."

Maria G. wird bei Rückkehr einsitzen müssen

Maria G. ist von Europol zur Fahndung ausgeschrieben. Dass sie für den IS gearbeitet hätte, können sich die Eltern aber nicht vorstellen. Sie sei lediglich Mutter, Ehe- und Hausfrau gewesen. "Wir hoffen schon auf die Übergangsregierung, auf ein bisschen anderes Denken", sagt Markus G.

Dass ein Gerichtsverfahren auf die Tochter zukäme, sei klar, so die Eltern. "Wir haben ihr gesagt, sie wird einige Zeit in einem Zimmer einsitzen müssen. Und das hat sie akzeptiert".

Vom Außenministerium heißt es, eine Heimholung werde nicht ausgeschlossen - komme jedoch meist in Fällen von Waisenkindern vor. Man bemühe sich um die medizinische Versorgung der Kinder.


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(rfr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fortitudo am 25.06.2019 08:50 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht gut!

    Ich hoffe, dass das die Bierlein NICHT macht!

    einklappen einklappen
  • Kannitverstan am 25.06.2019 08:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rückholung?

    Denkt man gar, dass sich die Einstellung der Dame geändert hat?

    einklappen einklappen
  • Oliver am 25.06.2019 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Wie bei allen anderen

    Erst ist alles super, man hat Spaß beim Köpfe abschneiden und versklaven anderer, lebt im Paradies, bis es dann plötzlich zu eng wird und man am verlieren ist. Dann ruft man wieder man der Demokratie und nach Menschenrechten und erwartet, dass sich um alles gekümmert wird. Ich sage, Nein, sie hat sich frei dazu entschieden und ihre Chance auf ein Leben hier freiwillig abgestoßen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Alfred am 30.06.2019 08:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    selber schuld

    Jetzt soll wieder der Steuerzahler herhallten, wie kommen wir Österreicher dazu die Dame hat selbst gewählt also soll sie dort bleiben und die Kinder sind auch nicht von einem Österreicher.

  • glaubenicht am 26.06.2019 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nimmerwiedersehen

    Jetzt versuchen sie es bei der neuen Kanzlerin, dem Ex-Kanzler sind sie abgeblitzt. Das Töchterchen soll dort bleiben wo sie ihr Glück fand. In ÖSTERREICH ist für sie kein Platz mehr. Und wenn's der Mutter nicht passt kann sie ja zu ihrer Tochter ziehen. Es wird niemand eine Träne nachweinen.

  • Michael Sun 1010 am 25.06.2019 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Die Kinder

    Die Kinder wurden nicht in Österreich geboren somit ist es nicht Österreichs Problem. Falls Gesetze hier noch gelten. Wir werden sehen ob sie her gebracht werden oder nicht, dann haben wir die Antwort. Erneut.

  • Gertrud am 25.06.2019 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Arme Familie

    Sie ist immer noch Österreicherin! Es ist unsere Pflicht sie samt ihrer Syrischen Familie nach Hause zu holen!

  • Friedrich Müllermayer am 25.06.2019 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Gut behütet und doch zum IS

    Man fragt sich, was schief geht in so einem jungen Kopf wenn sie doch alles hat! Nach kurzer Recherche der BKA-Fahndung zeigt sich, dass die Eltern ein gut funktionierendes Unternehmen für Reinigungsanlagen hat und es ihr somit an nichts gefehlt haben kann!