Wende in Rettungsgasse

29. Dezember 2017 07:13; Akt: 29.12.2017 07:32 Print

Postler-Geisterfahrerin drohen zehn Jahre Haft

Jene Postlerin, die Ende November auf der Tauernautobahn in einer Rettungsgasse umgedreht hat, hat nun doch sehr ernste Konsequenzen zu erwarten.

Ein Lastwagenfahrer filmte, wie die Frau in der Rettungsgasse wendete. (Video: Facebook)

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Auf der Tauernautobahn kam es Ende November zu einem Stau, die Lenker bildeten vorschriftsmäßig eine Rettungsgasse. Eine Fahrerin in einem Postauto wendete allerdings mitten in der Rettungsgasse und fuhr als Geisterfahrerin davon - "Heute" berichtete. Augenzeugen hupten und Lenker, die jene Aktion beobachteten, liefen dem Postauto nach, um es aufzuhalten. Alles vergeblich.

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Nachdem der Vorfall publik wurde, sprach die Post-Gewerkschaft von einer "Kurzschlusshandlung" und nahm die Mitarbeiterin in Schutz. Es solle eine innerbetriebliche Lösung geben, die Frau solle ihren Job behalten, hieß es. Während es also beruflich kaum Konsequenzen gibt (sie wurde in eine andere Abteilung versetzt), dürften die Behörden strenger agieren. Die Polizei hat nun das Video der Tat, das ein Lastwagenfahrer gefilmt hat, ausgewertet.

Die Staatsanwaltschaft hat in weiterer Folge ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Verdacht lautet auf vorsätzliche Gemeingefährdung. Wird Anklage gegen die Lenkerin erhoben, reicht das Strafmaß bis zu zehn Jahren Haft.

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(rfi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gerhard Eckelhart am 29.12.2017 07:54 Report Diesen Beitrag melden

    Post-Geisterfahrer

    Fahr mal mit den Motorrad auf der Autobahn 160km/h.Führerschein weg,Beruf weg ,Nachschulung (ist ja ein Schwerverbrechen)Bei der Post gehst in Frühpension

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  • Theo am 29.12.2017 07:40 Report Diesen Beitrag melden

    Bei der Post geht alles

    Bei der Post gibt es nie Konsequenzen, dort kann man jahrelang in den Krankenstand gehen und trotzdem an Sportwettbewerben teilnehmen.

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  • Egon am 29.12.2017 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Die Gewerkschaft wird's schon richten

    Das gehört zu ihren Pflichten. Beispiel LehrerINNEN, die Schulkinder um einen geschlossenen Bahnschranken geführt haben. Zuerst großer Aufschrei, dann Gras drüber und dann Freisprüche. Danke an die Gewerkschaft. Wo die Gewerkschaft ist, wird kein Richter gebraucht. Rechtsstaat Österreich.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ich74 am 29.12.2017 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Schon richtig so!

    Naja...eine Strafe sollte die gute Frau auf jeden Fall bekommen! Was-wenn wegen ihr ein Rettungsauto nicht zum Unfallort gelangen kann? Oft geht's ja nur um ne Minute,die über Leben und Tod entscheidet...dann würde ich sagen,ist die gute auch DARAN Schuld. Dann wären mir persönlich sogar 10 Jahre ein zu mildes Urteil...Stress in der Arbeit-hin-oder-her...Den hat fast jeder... dann ist man halt später dran und kommt halt erst später,als gewohnt nach Hause...aber man kommt nach Hause... Das, was die Dame von der Post gemacht hat,ist für mich einfach nur Rücksichtslos gewesen!

  • Ingrid am 29.12.2017 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Geisterfahrt

    Zehn Jahre ist viel aber sie hat Menschenleben gefärdet

    • Sucher am 24.01.2018 19:30 Report Diesen Beitrag melden

      Mücke

      Es ist niemand verletzt worden, macht nicht aus einer Mücke einen Elefanten.

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  • ChrisW am 29.12.2017 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ungleiche Justiz

    Auch wenn es eine grob fahrlässige Handlung war, so ist doch niemand verletzt worden. Die Haft sollte doch für Gewaltverbrecher und Kinderschänder verwendet werden. Aber die lassen wir ja oft frei oder sie bekommen höchstens 3 Monate bedingt. Die Lenkerin gehört schon bestraft, denn sie hat damit große Unfallgefährdung hervorgerufen, aber wenn, dann die richtigen Verbrecher eben auch. Und die laufen scharenweise frei herum. Justiz kann eben nie gerecht sein....

  • Karin am 29.12.2017 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    Insider

    Am Ende sind es 6 Monate bedingt auf 3 Jahre. Sie ist nicht vorbestraft und reuig.

  • G.Amlacher am 29.12.2017 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Sehe es anders

    Sorry sicherlich ist das was da abgelaufen ist nicht gerade ein Kavaliersdelikt. Aber der Druck der in manchen Branchen und Berufen herscht ist heutzutage oft der Grund für solche Wahnsinnsaktionen. Ich stelle mir da die Frage ob das heutige System , der Arbeitskraftüberschuss und das Zeitmanagment nicht ein Großteil von der Schuld trägt. Und da sind die Politiker gefragt um dieses System zuändern und mehr auf den Menschen und nicht auf das Geld für wenige Bevorzugte einzugehen.

    • Hans am 29.12.2017 10:10 Report Diesen Beitrag melden

      Keinen

      RESPEKT! Jemand der was im Kopf hat! Scheinst im realen Leben stark integriert zu sein! Es ist sicher total falsch was Sie gemacht hat (bin beim Freiwilligen roten Kreuz) aber was in den letzen 10 Jahren mit den Postmitarbeiter "aufgeführt" wird ist schrecklich! Wohne hier in Vorarlberg in BLUDENZ und bekommen oft 2 Wochen keine Post weil diese keine Zusteller mehr haben! (da bleiben eingeschriebene Briefe usw einfach liegen am PA ohne das der Empfänger davon Bescheid weiß!)

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