Zwei Tage vor Silvester

29. Dezember 2017 11:08; Akt: 29.12.2017 11:09 Print

22-Jährigem wird von Böller fast Bein abgerissen

Ein junger Mann hantierte mit am Donnerstag mit einem Böller. Der 22-Jährige liegt nun schwer verletzt im Spital.

Vorsicht mit Raketen und Böller. (Bild: Archiv)

Vorsicht mit Raketen und Böller. (Bild: Archiv)

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Schon zwei Tage vor Silvester macht die erste traurige Nachricht über einen verheerenden Unfall mit Feuerwerkskörpern die Runde. Am Donnerstagabend zündete ein 22-jähriger Mann in Dornbirn auf einer Wiese einen Böller. Die Aktion sollte weitreichende Folgen für den Vorarlberger haben.

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Er hatte den Knaller zuvor in ein ausgegrabenes Loch in der Wiese gelegt und anschließend mit einer Holzplatte abgedeckt. Zusätzlich stellte er sich mit beiden Beinen auf die Holzplatte. Durch die Wucht der Explosion – die Platte wurde in mehrere Teile zersplittert – wurde der 22-Jährige am rechten Bein schwer verletzt. Er musste vom Notarzt versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden.

Außerdem entstand durch die Detonation des Böllers laut Polizei ein etwa 40 mal 40 Zentimeter breites und 20 Zentimeter tiefes Loch in der Erde.

>>> Lesen Sie hier: Hohe Strafen, Böller zu Silvester verboten

Immer wieder Unfälle mit Krachern

Jedes Jahr zu Silvester kommt es beim Hantieren mit pyrotechnischen Gegenständen – teils auch aufgrund von Fehlfunktionen der Produkte – zu schweren Verletzungen. Meist sind Gesicht und Hände davon betroffen, Narben und der Verlust von Fingern bleiben für den Rest des Lebens ein böses Andenken. Oft stimmt auch die Chemie nicht: speziell in Billigstimporten aus dem Ausland finden sich häufiger chemische Stoffe, die gesundheitsschädigend sind. Zudem werden durch fehlgeleitete Silvesterraketen immer wieder Brände ausgelöst.

>>> Lesen Sie hier: Silvester beschert Schäden in Millionenhöhe

Wer zahlt bei Schäden?

Abgesehen von den (gesundheitlichen) Risiken für Mensch und Tier, werden durch Silvesterkracher oft auch Fahrzeuge beschädigt. Wer zahlt, wenn ein Böller von Unbekannten den Wagen demoliert?

Grundsätzlich muss derjenige den Schaden ersetzen, der diesen verursacht hat, klärt der ARBÖ auf. Doch gerade nach der Silvesternacht kann der Schädiger oft nicht ausfindig gemacht werden. Ist kein Verursacher bekannt, kommt es darauf an, ob eine Voll- oder Teilkaskoversicherung besteht, in der ein entsprechender Schadensfall berücksichtigt ist. Daher sollte man zuerst in seinen Versicherungsbedingungen nachlesen, ob solche Schäden gedeckt sind. Wenn ja, muss so rasch wie möglich die Versicherung verständigt werden.

Damit es aber gar nicht soweit kommt, empfiehlt der ARBÖ für das Fahrzeug ein ruhigeres Plätzchen auszuwählen. Am besten geeignet: ein Parkhaus oder falls vorhanden eine Garage. Wer dazu keine Möglichkeit hat, sollte Parkplätze in der Nähe von Balkons meiden, da diese leider oft als "Raketenstartbasen" genützt werden. Dicht bewohnte Großstadtviertel in unmittelbarer Nähe von Silvestergroßveranstaltungen oder Gaststätten sind ebenfalls nicht als optimaler Fahrzeugabstellplatz ratsam.

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wapu 2002 am 29.12.2017 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Feuerwerkskörper

    Für diese selbstverschuldeten Verletzungen soll jeder selbst aufkommen!

  • Bubi am 29.12.2017 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Feuerwerke

    Kein Mitleid, selber schuld. Wieso ist es unseren PolitikerInnen nicht möglich wie in Deutschland den Verkauf nur ab 30.12. zu erlauben?? Hier kann man schon ab Ende Oktober teilweise Feuerwerkskörper kaufen, ein Wahnsinn.

    einklappen einklappen
  • Florian am 29.12.2017 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Illegale Feuerwerkskörper sollten verboten werden.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Weigand am 01.01.2018 02:10 Report Diesen Beitrag melden

    Polenbölller anscheinend.

    Das war kein normaler Böller

  • Tine am 29.12.2017 15:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Mitleid!

    Zum Glück traf es ihn selbst und keinen Unbeteiligten!!

  • Calimero am 29.12.2017 14:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Silvester

    "Gut 80 Prozent der Feuerwerkskörper stammen aus asiatischer Produktion, viele sind per Hand gefertigt. Da kann es immer wieder zu Fehlfunktionen kommen", sagt Entschärfungsspezialist Thomas Csengel. Aus dem Ausland selbst importierte Böller stellen laut den Experten eine unkalkulierbare Gefahr dar. "Wir empfehlen, die Feuerwerkskörper im Inland zu kaufen.

  • Calimero am 29.12.2017 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Silvester

    Wohl eine der wichtigsten Sätze zur Knallerei : Eventuelle "Zündversager" keinesfalls aufheben, sondern liegen lassen !!!

  • maxtc am 29.12.2017 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Najo...

    ...was soll man dazu sagen, auser ".lol."?