"Heute" traf den Wiener!

11. Oktober 2018 07:00; Akt: 11.10.2018 07:43 Print

"Darum zeigte ich Hund an, der am Gehsteig pinkelte"

Eine mögliche Strafe für den Besitzer eines pinkelnden Hundes sorgt in Wien für Aufregung. Nun spricht jener Mann, der mit seiner Anzeige den skurrilen Fall ins Rollen brachte.

Anzeige wegen Hundelackerl: Wiener Alfred E. will saubere Gehsteige und Hausmauer.  (Bild: Sabine Hertel/privat)

Anzeige wegen Hundelackerl: Wiener Alfred E. will saubere Gehsteige und Hausmauer. (Bild: Sabine Hertel/privat)

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"Eigentlich mag ich Hunde", versichert Alfred E. (Name von der Redaktion geändert) vor seinem Wohnhaus, dort wo Wien-Wieden an Wien-Margareten grenzt. Trotzdem zeigte der Wiener einen Hundehalter bei der Magistratsabteilung 58 an. Der Grund: Der Vierbeiner des Mannes hatte auf den Beton uriniert.

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"Meisten Hundehalter reagierten mit Beschimpfungen"

"Die Verschmutzung mit Kot und Urin hatte im Jänner so ein Ausmaß angenommen, dass die Benutzung des Gehsteigs kaum noch möglich war," verteidigt Alfred E. seine Beschwerde. Damit wollte er Hundebesitzern jedoch nicht ans Bein pinkeln.

"Ich habe den betroffenen Mann und auch andere Hundehalter freundlich aufgefordert, das Urinieren der Hunde an der Hauswand und am Gehsteig zu verhindern." Doch die meisten reagierten laut Alfred E. mit Beschimpfungen. "Einmal war meine Haustür sogar mit Hundekot beschmiert."

"Hoffe Hundebesitzer durch die Anzeige zu sensibilisieren
Auch der betroffene Hundebesitzer ließ sich laut dem 48-Jährigen nicht bekehren, schickte ihn nach bissigen Kommentaren wütend weg. "Als ich dann wieder mitbekam, wie sein Hund auf die Straße pinkelte, hatte ich es wirklich satt."

Der aufgebrachte Wiener erstattete wegen Verunreinigung der Straße Anzeige. "Ich möchte dem Eindruck entgegenwirken, hier würde ein armer Hundebesitzer von einer Privatperson oder Behörde schikaniert." Mit Hilfe der Anzeige hofft der Wiener "Hundebesitzer zu sensibilisieren."

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(adu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vota am 11.10.2018 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    @Heute Redaktion

    Danke dass ihr eurer Journalistischen Sorgfaltspflicht nachgekommen seid und auch die Gegenseite zu dem Fall befragt habt. So ist das um einiges Verständlicher die Anzeige.

  • Michi am 11.10.2018 08:10 Report Diesen Beitrag melden

    "freundlich aufgefordert"

    funktioniert nicht. Ich fordere sie entlang unseres Kleinkinderspielplatzes auf die Hunde ohne Beisskorb an die Leine zu nehmen. Was ich da zurück zu hören bekomme, würden Sie nicht glauben ...

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  • franka am 11.10.2018 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sorry

    Hundebesitzer lassen sich nichts sagen. es gibt KEINEN der Verständnis aufbringen möchte

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Sabine am 09.11.2018 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Pinkelaffäre

    So wie es auf dem Foto aussieht, sind da nicht viele Bäume, wo Hunde hinpinkeln könnten. Sind die Autoreifen eine Alternative? Glaube kaum ... Wenn ein Hund muss, dann muss er eben. Bin selbst Hundebesitzerin, ich schau drauf, dass er nicht das "lange Pinkeln" an einer Hausecke verrichtet, sondern bei einem Baum, aber als Rüde markiert er halt dort, wo schon andere Rüden markiert haben. Das zu verbieten oder zu unterbinden wäre eine lustige Arbeit. Reicht es nicht schon, dass wir Hundebesitzer jährlich eine schöne Summe an Hundesteuer bezahlen müssen und fast kein Hundekot herumliegt.

  • Esslinga am 12.10.2018 04:31 Report Diesen Beitrag melden

    Feld und Wiesenpinkler

    Mein Hund und ich sind in der glücklichen Lage am Stadtrand im 22. Bezirk zu wohnen, mit Feldern und Wiesen, daher hab ich das Problem nicht. Mein Hund macht nicht Mal in den Garten. Aber es verwundert schon das jetzt dauernd Reizthemen (Hunde, Leine, Beisskorb, Rauchen etc.) in der Öffentlichkeit künstlich hochgekocht werden, um ja genügend Leute gegeneinander aufzuhetzen. Ich lebe mit meinem Hund ein glückliches Leben, und an all jene die uns jetzt ihren Hass Entgegenspritzen sei gesagt - ihr seids echt arm.

  • Günter Reiter am 11.10.2018 21:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wien versinkt im Urin?

    Aus den meisten Kommentaren lese ich nur reine Hetze heraus. Man könnte glauben Wien versinkt in Hundekot und Urin, was einfach nur ein Schwachsinn ist. Was ist mit den Tauben, was ist mit den ganzen die einfach nicht wissen, das es für den Mist unzählige Mistkübel gibt, Die die ihre Zigarettenreste einfach auf der Straße entsorgen. Soviele Hunde gibt es gar nicht in Wien, so wie hier manche das Problem schildern.

    • Schau mal das Foto an am 12.10.2018 13:40 Report Diesen Beitrag melden

      Schau mal das Foto an

      Wenn ich das Foto betrachte, dann sehe ich keinen Mist und keine Zigarettenreste. Aber die Hauswand scheint auf voller Länge angepischt zu sein, und der Farbe nach nicht zum ersten Mal. Das ist schon krass!

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  • Trinchen am 11.10.2018 21:42 Report Diesen Beitrag melden

    @all

    Irgendwie macht es keinen Spaß mehr in einer Welt voller verhärteten Fronten. Es ist egal worum es geht, wenige sind bereit, auch nur in Erwägung zu ziehen, dass es nichts bringt in schwarz-weiß Mustern zu denken und sich gegenseitig zu bekämpfen. Warum kann denn nicht nach gemeinsamen Lösungen gesucht werden? Es sollte eine win win Situation angestrebt werden. Stattdessen lassen sich die Menschen bereitwillig gegeneinander aufhetzen und vergessen dabei, dass es gerade jetzt viel Wichtigeres zu diskutieren gibt.

  • Renate am 11.10.2018 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    und die besoffenen,und co,die überall hinpinkeln, die dürfen das.oder

    • franka am 11.10.2018 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Renate

      soviel wie Hunde machen das Männer nicht.

    • Volxlehrer am 11.10.2018 21:20 Report Diesen Beitrag melden

      @Renate

      Die dürfen das nicht und man kann auch nicht ein Verhalten mit einem anderen rechtfertigen.

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