Drei Mal so schnell

17. Juli 2017 09:53; Akt: 17.07.2017 10:26 Print

8 Verletzte: Rambo-Bim fuhr 45 statt 15 km/h

Sonntagnachmittag entgleiste in Wien-Meidling eine 62er-Bim, acht Personen wurden dabei verletzt. Jetzt ist klar: Die Bim war viel zu schnell!

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Erste Ergebnisse zum Unfallhergang der am Sonntag entgleisten Straßenbahn der Linie 62: Der Zug war gegen 17.00 Uhr beim Einbiegen von der Eichenstraße in die Aßmayergasse entgleist und mehrere Meter von den Gleisen entfernt zwischen zwei Masten und einer Hauswand zum Stehen gekommen. Dabei wurden acht Personen, darunter auch der Fahrer des Zuges, verletzt.

"Wie die Auswertung des Fahrtenschreibers ergab, war der Zug zum Zeitpunkt der Entgleisung mit ca. 45 km/h unterwegs. Im engen Gleisbogen sind maximal 15 km/h vorgesehen. Angaben des Straßenbahnfahrers zufolge hatte er ein Blackout. Weitere Ermittlungen führen Polizei und Staatsanwaltschaft", so "Wiener Linien"-Sprecher Dominik Gries am Montag.

Die Unfallstelle wurde noch am späten Sonntagabend geräumt, der Betrieb der Linie 62 und der dort verkehrenden Wiener Lokalbahn läuft wieder normal. "Die Wiener Linien wünschen den verletzten Menschen baldige Genesung und danken den gestern in großer Zahl arbeitenden Einsatzkräften von Berufsrettung, Feuerwehr und Co.", so Gries.

(Red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • joe de mo am 17.07.2017 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    linie 62

    Zeitdruck ist keine entschuldigung, nervenzerreisende arbeitszeiten wie etwa Unterbrecher dienste,um 4:30 anmelden bis 8:30 arbeiten dann heim fahren und um 12 Uhr weiter arbeiten bis 16 oder sogar 19 Uhr und falls die Maschine Mensch nicht schlafen konnte kämpft er halt in der Kabine mit seinem Körpet gegen den Schlaf

  • At hirsizi banos am 17.07.2017 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    Voreilig

    Rambo Begriff ist bißchen rücksichtslos....Das Fahrgäste um 04.20 schon in die strassenbahn einsteigen macht sich keiner Gedanke wann der Fahrer aufsteht!Meist sind Schicht dauer über 9 Stunden..Und da der Fahrer am Tag 8 -9 Stunden nicht mal seine eigene Stimme hört kann mal leicht möglich sein das er während der Fahrt einschläft was ganz menschlich ist....

  • Bertl K. am 17.07.2017 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    "hatte Blackout"

    Der 39 jährige Fahrer hatte laut eigener Aussage einen "Blackout" als Entschuldigung parat, und wird wohl falls nicht kündbar, 6-12 Monate "strafweise" in der Werkstätte verbringen dürfen..... bevor er wieder auf die Strasse darf ! Mich wundert ja nur daß solche Unfälle nicht öfter passieren, denn bei manchen (agressiven) Fahrern spürt man schon deren grenzwertiges Verhalten sehr deutlich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • na dann am 17.07.2017 21:51 Report Diesen Beitrag melden

    haftpflicht..

    die wiener linien wünschen baldige besserung ? >>> anzeige wegen schwerer körperveletzung, und massive schmerzensgeld forderung ! so schauts aus...

  • Lydia C. am 17.07.2017 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Totmannschalter

    Die Totmanneinrichtung hilft nichts . Ich war 2 Jahre mit einem Lokführer zusammen . Im Schlaf hat er neben mir im Bett alle 2 Minuten kurz den rechten Fuss bewegt . Darauf angesprochen hat er mir gesagt , das der Körper einen Automatismus entwickelt der ihn sogar im Schlaf alle 120 Sekunden das Totmannpedal betätigen lässt . Ich habe keine Idee , wie der Totmannschalter bei den Wiener Verkehrsbetrieben aussieht . Aber ich bin mir auch hier sehr sicher , das der Fahrer die Totmanneinrichtung auch im Schlaf betätigen kann .

    • Tom.N. am 18.07.2017 01:55 Report Diesen Beitrag melden

      Bei der Straßenbahn...

      Ist dieses Pedal ganz anders aufgebaut. Während bei der Eisenbahn die SIFA entweder gedrückt und alle 30 sec wieder losgelassen werden muß (Oder umgekehrt etwa alle 3sec. Gedrücktwerden muß, ist das Totmannpedal bei Strabs so aufgebaut dass es in einer Mittellage gehalten werden muß. Kommt es in eine Endlage, wird nach, meines Wissenes nach 5sec. Ein Warnton ausgelöst, und nach weiteren 5sec. Eine Schnellbremsung. Bei Eisenbahnen, U-Bahnen und Straßenbahnabschnitten, wo die Strabs im Blockabstand Fahren (z.B.: U-Strab in Wien und Linz) muß der Fahrer auch Signale quitieren. Vereinfacht gesagt.

    einklappen einklappen
  • fuhrinat am 17.07.2017 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bimunfall

    Gute Ausrede aber auch möglich

  • Christine Schober am 17.07.2017 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    Fehlersuche auf der falschen Seite

    Ich sehe hier den Fehler von seiten der Wiener Linien. Die Arbeitszeiten sind eine Frechheit die Unterbrechungen gibt es und sind meiner Meinung nach unzulässig und die technischen Vorsichtsmaßnahmen nicht vorhanden. Neue Straßenbahnen mit allem pipapo aber einen automatischen Tempo Regler für solche kurven gibt's nicht. Ich habe schon öfter bereits mit bekommen das es Blackouts gab ... hauptsächlich bei Auto Fahrern. Das sind dann die die in der Hauswand landen oder Unfälle auf der Autobahn. Die personal Politik ist ein Witz .... aber der Fahrer ist immer schuld.

  • krag jörgensen am 17.07.2017 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Zu schnell?

    No na, zu langsam wird er gfoahrn sein.

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