Emotionale Rede

26. Juni 2019 16:30; Akt: 26.06.2019 17:20 Print

Vassilakou zum Abschied: "Passen Sie auf Wien auf"

Maria Vassilakou ist nicht mehr Vizebürgermeisterin. Ihre Nachfolgerin Birgit Hebein wurde am Mittwoch offiziell gewählt.

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Mit 54 von 96 Stimmen der Wiener Gemeinderatsabgeordneten wurde Birgit Hebein am Mittwoch zur neuen Verkehrsstadträtin und Vizebürgermeisterin gewählt.

"Ich bin bereit. Ich bin bereit für mehr Verantwortung", sagte Hebein zu den Abgeordneten.

"Passen Sie gut auf Wien auf"
Die Chefin der Wiener Grünen löst ihre Vorgängerin Maria Vassilakou in all ihren Funktionen ab, Vassilakou verabschiedete sich im Gemeinderat mit einer Rede.

Ihre letzten Worte an die Abgeordneten waren: "Ich gehe nun mit einem letzten Wunsch: Passen Sie gut auf sich auf und passen Sie auf Wien auf."

Seit 1996 war Maria Vassilakou für die Grünen im Gemeinderat, seit 2010 - also seit Beginn der rot-grünen Stadtregierung - war sie Verkehrsstadträtin und Vizebürgermeisterin.

Ihr Resümee zu ihrer Zeit in der Politik fällt emotional aus: "Es fliegen die Hackeln. Manchmal bleiben auch Narben zurück, wenn eines steckt. Aber das muss man aushalten. So ist es und das gehört dazu."

"Wien sind wir alle"
Eine Geschichte erzählt Vassilakou auch, denn sie illustriert für sie, wie Wien ist: Als sie erst seit Kurzem in Wien lebte, lebte sie in einer Wohnung mit Ölofen. Zum Telefonieren musste sie ins Wirtshaus um's Eck gehen.

Dort habe sie eines Abends ihren Eltern am Telefon davon berichtet, dass sie seit Stunden den Ölofen nicht zum Funktionieren brachte und furchtbar fror: "Da verlor ich die Beherrschung und habe begonnen zu weinen."

Das Wirtshaus habe sich daraufhin in eine riesige Familie verwandelt: "Man kann sich das nicht vorstellen." Sie sei mit Suppe und einem Achterl Rot versorgt worden und die Wirtin habe sie umarmt und gesagt: "Schatzl, was auch immer es ist, setz' dich her. Alles wird gut."

"Dieses Wien ist Wien. Dieses Wien ist unser Wien. Das ist Wien. Die Häuser sind nicht Wien. Die Paläste am Ring sind nicht Wien. Wien sind wir, wir alle", schwärmte Vassilakou in ihrer Rede.

Zum Schluss dankte sie ihrem Ehemann, ihren Eltern, ihrem Team und auch allen Fraktionen. Beim Koalitionspartner SPÖ schätzte sie die "Art und Weise der Zusammenarbeit", bei der Opposition, dass "Sie einfallsreich geblieben sind, dass uns nie fad geworden ist."

Einen besonderen Tag gab es für Ex-Bürgermeister Michael Häupl. Er habe ihr regelmäßig Fettnäpfchen aus dem Weg geräumt: "Das ist auch ein Beweis von Freundschaft".

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(csc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • geh schneller am 26.06.2019 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und tschüss

    Kann die nicht mal anständig und leise von dannen schleichen? Soviel tote Blumen und co2 Ausstoß wegen so wenig Leistung in der Zeit. Baba

  • Django am 26.06.2019 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Häupl und Vasilaku

    haben Wien verlassen, leider haben die meisten "alt Wiener" diese Möglichkeit nicht.

  • Gunti eli am 26.06.2019 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Etwas spät, aber besser als nie

    Ich muss mir echt die Tränen trocknen, jetzt ist sie dem Versprechen was sie Österreich öffentlich gemacht hat, nachgekommen! Etwas spät, hat Österreich belogen, trotzdem rollen bei mir Freudentränen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Fredl am 28.06.2019 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    Frau V.

    Der Rücktritt von Frau V. ist das erste positive was sie für die Stadt getan hat. Bravo!!!

  • best news ever am 27.06.2019 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    bzw. seit langer zeit

    die beste nachricht, die für wien etwas gutes bringt. leider wissen wir aus erfahrung, dass neue besen zwar gut kehren, jedoch nicht wirklich anderes machen als mist zusammenkehren.

  • zimbo am 27.06.2019 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ein einzelner Migrant

    kann solch einen Schaden verursachen.Hebein soll ja noch extremer sein.

  • Maverick am 26.06.2019 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nicht

    Das ist eine gefährliche Drohung. Die letzten, die auf Wien aufgepasst haben, haben sich nur selber die Taschen vollgestopft und Wien versiffen lassen.

  • Tex Wanke am 26.06.2019 19:41 Report Diesen Beitrag melden

    Auf keinen Fall!!

    weder die eine noch die andere haben das Zeug, die Macht, sind in der Lage oder Position "auf Wien aufzupassen"....