Streit in Wien

14. Februar 2018 18:49; Akt: 14.02.2018 19:05 Print

Wiener Arzt übt Aufstand gegen "Zwangsgebühren"

Christian Fiala rebelliert gegen Beiträge an den „Wohlfahrtsfonds“ der Ärztekammer. Jetzt drohe ihm die gerichtliche Exekution, so Fiala.

Christian Fiala, Gründer und Leiter des Gynmed Ambulatoriums für Schwangerschaftsabbruch und Familienplanung in Wien.  (Bild: picturedesk.com)

Christian Fiala, Gründer und Leiter des Gynmed Ambulatoriums für Schwangerschaftsabbruch und Familienplanung in Wien. (Bild: picturedesk.com)

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Klopft der Gerichtsvollzieher bald an die Tür des Gynäkologen Christian Fiala? Weil der Arzt die "Zwangsbeiträge" zur Pensionsvorsorge des "Wohlfahrtsfonds" der Ärztekammer nicht zahlen will und sich weigert, der Kammer Einsicht in die Einkünfte seines Ambulatoriums "Gynmed" zu geben, solle nun der Höchstbetrag von 29.000 € exekutiert werden, schreibt Fiala in einem offenen Brief an die Ärztekammer.

Fiala fühlt sich "entmündigt" und startete auch eine Kampagne dagegen (wohlfahrtsfonds.info). Der "Wohlfahrtsfonds" ist ein Zusatz zur staatlichen Pension, so Ärztekammer-Chef Thomas Szekeres. Zwei Gerichtsverfahren seien gegen Fiala ausgegangen. Da die Beiträge einkommensabhängig sind, sei klar: "Entweder er zahlt den Höchstbetrag oder gibt sein Einkommen bekannt." Szekeres erklärt: "Für die Mitglieder der Ärztekammer ist der Beitrag verpflichtend. Es ist ein Generationenvertrag, der die Zusatzpensionen aller Ärzte sichert."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arzt am 14.02.2018 22:11 Report Diesen Beitrag melden

    Pflichtmitgliedschaft

    Meine Kammerbeträge machen MONATLICH über 1000 Euro aus! Ich bezweifle sehr dass ich auch nur annähernd das raus bekomme, was ich einbezahlen muss.

    einklappen einklappen
  • aborigini am 14.02.2018 20:47 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Sehr "toll", wie alles was die Kammern produzieren. Ein mir bekannter Arzt der mit 72 in Pension ging und damals noch in Schilling 2,2 Millionen einzahlte bekam daraus etwa 11.000 Schilling ausbezahlt. Wenn er das privat investiert hätte, wäre mind. das Doppelte herausgekommen.

  • hueher am 15.02.2018 03:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    weg mit Kammern

    alle Kammern sollten abgeschaft werden.......mit den Pflichtbeiträgen werden Glaspaläste gebaut ( Wirtschaftskammer 4.Bez.!) und Gehälter bezahlt wo Andere nur träumen dürfen....... Als ich mein Geschäft begonnen hatte, noch keinen Umsatz hatte, aber nach 1 Woche kam die Rechnung für den Pflichtbeitrag?! Ich weigerte mich, bezahle frühestens wenn ich davon auch leben kann...........ja so sieht es bei uns im verseuchten Kammernland aus

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Arzt am 15.02.2018 05:13 Report Diesen Beitrag melden

    Brutto ist nicht netto!

    Unsere Kammerbeiträge werden nach dem Bruttoeinkommen berechnet! Es stimmt schon, Ärzte verdienen nicht schlecht, aber ich habe lange und hart studiert, arbeite 60 Stunden pro Woche und schultere täglich eine enorme Verantwortung! Viele Politiker, Bänker,.... verdienen das selbe, OHNE vergleichbare Ausbildung, Arbeitspensum und Verantwortung!

    • JunkMail am 15.02.2018 09:48 Report Diesen Beitrag melden

      Völlig richtig,

      Sie arbeiten am Menschen, die von Ihnen genannten halten sich allerdings den Großteil ihrer Zeit vor dem Schweinetrog auf und sichern ihre Pfründe. Und das Kammernunwesen ist evident, auch in anderen Bereichen. Das muss man selbst vorsorgen, sonst gibt's Altersarmut mit Flaschensammeln. Für's Nichtstun gibt es Geld. Die, die sich zersprageln, sind die Blöden. Ein Witz ist das alles.

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  • hueher am 15.02.2018 03:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    weg mit Kammern

    alle Kammern sollten abgeschaft werden.......mit den Pflichtbeiträgen werden Glaspaläste gebaut ( Wirtschaftskammer 4.Bez.!) und Gehälter bezahlt wo Andere nur träumen dürfen....... Als ich mein Geschäft begonnen hatte, noch keinen Umsatz hatte, aber nach 1 Woche kam die Rechnung für den Pflichtbeitrag?! Ich weigerte mich, bezahle frühestens wenn ich davon auch leben kann...........ja so sieht es bei uns im verseuchten Kammernland aus

  • Robert am 15.02.2018 01:42 Report Diesen Beitrag melden

    Wohlfahrstfond

    Der Großteil der eingezahlten Beiträge geht in der Verwaltung auf. Man muss nur einmal beim Wohlfahrtsfond reingehen, kaum jemanden gesehen der wirklich im Stress war. Vorzimmerdame hat sich Nägel lackiert und privat telefoniert. Hauptsache es ist immer ein Korb voller frischer Früchte da von denen sich jeder??? nehmen kann. Ein wirkliches Engagement für die Ärzte ist leider auch hier nicht wahrzunehmen. Die Chefs fahren sicher auch keine kleinen Dienstwagen und leiden an Armut. Es ist schon wahr - der Fisch beginnt immer am Kopf zu stinken.

  • Arzt am 14.02.2018 22:11 Report Diesen Beitrag melden

    Pflichtmitgliedschaft

    Meine Kammerbeträge machen MONATLICH über 1000 Euro aus! Ich bezweifle sehr dass ich auch nur annähernd das raus bekomme, was ich einbezahlen muss.

    • Das omen am 15.02.2018 02:13 Report Diesen Beitrag melden

      10% des gewinnes nach steuer ist zu viel

      danke dann wissen wir ja jetzt wie viel sie verdienen... aber ich gebe ihnen recht. damit werden wahlkampfspenden bezahlt etc. es gibt keine regeln was man mit dem geld machen darf. viele kammern nicht alle haben narrenfreiheit auf dem gebiet. ich würde eine gesetzliche regelung dafür fordern. wahlkampfspenden etc sind ein absolutes no go. das würde die beiträge mit sicherheit senken. die kammern sollen uns vertreten nicht aber die politik beeinflussen.

    • Susan gb am 15.02.2018 07:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Arzt

      welchen Kammern gehören sie an? Ihr Verdienst muss dann bei mehr als 10.000 Euro liegen, denn Kammerumlagen werden nur in Prozent Sätzen unter 1 Prozent abgezogen.

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  • aborigini am 14.02.2018 20:47 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Sehr "toll", wie alles was die Kammern produzieren. Ein mir bekannter Arzt der mit 72 in Pension ging und damals noch in Schilling 2,2 Millionen einzahlte bekam daraus etwa 11.000 Schilling ausbezahlt. Wenn er das privat investiert hätte, wäre mind. das Doppelte herausgekommen.