Kabarettist eckt an

12. Oktober 2018 09:09; Akt: 12.10.2018 10:37 Print

Shitstorm nach Haider-Tweet, kein Ende in Sicht

Was Florian Scheuba zum 10. Todestag von Jörg Haider twitterte erregt im Netz weiterhin die Gemüter.

Forian Scheuba vor der Premiere des Programms

Forian Scheuba vor der Premiere des Programms "Folgen Sie mir auffällig" am 20. Februar 2018 im Wiener Stadtsaal. (Bild: Andreas Tischler)

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Am 11. Oktober 2008 verstarb Jörg Haider als amtierender Landeshauptmann von Kärnten bei einem Autounfall. Er hatte sich alkoholisiert hinters Steuer gesetzt. Die bundeslandweite Trauer, die Haiders Tod auslöste, grenzte in ihrem Überschwang an Heiligenverehrung - und wurde von vielen österreichischen Kabarettisten gnadenlos durch den Kakao gezogen.

Jörg Haider

Unter anderem sorgten die "Willkommen Österreich"-Beiträge von Christoph Grissemann und Dirk Stermann für Aufregung. Die beiden sahen sich nach den umstrittenen Gags zahlreichen Drohungen ausgesetzt. Eine der Pointen aus dieser Zeit wärmte Florian Scheuba nun zum zehnten Todestag Haiders auf.

Shitstorm
"Es heißt, in Kärnten sei einst die Sonne vom Himmel gefallen. Dabei hatte sie 142km/h, 1,8 Promille und war noch wärmer, als man zuvor geglaubt hatte", twitterte der Kabarettist. Die Kommentare überschlagen sich seither im Netz.

"Pietätlos" und "primitiv" urteilen viele User. Andere kritisieren den Tweet als "homophob". Positives Feedback gibt es freilich auch, doch geht dieses im andauernden Shitstorm unter. Florian Scheuba hat sich bislang nicht weiter dazu geäußert.

Premiere Florian Scheuba

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • genug am 12.10.2018 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    staatskünstler

    ich ein riesenfan guten humors, zynismus, sarkasmus, ironie. aber das ist nur geschmacklos.

  • Kritischer Geist am 12.10.2018 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Größe zeigen ...

    Wenns darum geht, einen nicht-linken Politiker anzupatzen, ist Homophobie und Geschmacklosigkeit offenbar kein Thema. In allen anderen Fällen spielt man zwar gern den Empörten und macht auf die Sprechregeln der Political Correctness aufmerksam, aber wenn es um Kritik an Nicht-Linken geht, ist in den Augen linker Kabarettisten alles erlaubt. Damit offenbaren solche Leute nur ihren Radikalismus, mehr aber auch nicht. Scheuber sollte nun Größe zeugen und zu seinem Fehler stehen.

    einklappen einklappen
  • Christian L. am 12.10.2018 11:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Staatserhalten

    Den seine "Darbietungen" waren nie gut, aber er kann sich nur in diesem Metier staatserhalten lassen, weil mit seriöser Arbeit wäre er ein Bettler. Völlig realitätsentrückt und abgehoben untergriffig,,passend zu ex-SPÖ meint ein "Arbeiterkind"

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Max Mustermann am 18.10.2018 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Krankhaft links

    Genau wegen solcher Geschmacklosigkeiten hasse ich unsere österreichischen Staatskünstler. Ich würde keinen Cent für Kabarett oder Austropop ausgeben. Kunst in Österreich ist politisch einseitig, für mich daher völlig uninteressant.

  • Hugo am 14.10.2018 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Hugi

    Könnte diesen Staatskünstlern noch nie etwas abgewinnen aber solche Aussagen über einen Verstorbenen sind mehr als pietätlos unterste Schublade eben

  • Herbert Kappel am 13.10.2018 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    51 jähriger und ..

    ....bin immer brav wählen gegangen ohne Herrn Haider zu wählen , aber das ist pietätlos .

  • Peter Krause am 13.10.2018 00:44 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrheit

    Wo der Scheuba recht hat, hat er Recht. Die weit überhöhte Geschwindigkeit im Vollrausch (1,8Promille) zu fahren ist nachgewiesen. Der Rest durch einige Aussagen von Beteiligten zumindest sehr wahrscheinlich - wer wie die FPÖ mit stichhaltigen Gerüchten argumentiert, sollte das schon verkraften.

    • Alfredo am 15.10.2018 09:42 Report Diesen Beitrag melden

      Besonders ekelig weil es kein Unfall war

      @Peter Krause. Bitte zuerst mal das Buch vom deutschen Enthüllungsjournalisten Gerhard Wisnewski )Jörg Haider. Unfall, Mord oder Attentat? lesen (oder ein youtube video darüber anschauen) und dann erst reden. Haider hatte wirklich 1,8 Promille Alkohol im Blut aber dummerweise keinen Alkohol im Magen. Auch hat Wisnewski das Autowrack gefunden, untersucht und nachgewiesen dass es keinen Unfall gegeben hat. Das Auto wurde zerstört und der Fahrerairbag vorsätzlich ausgelöst wodurch Haider umgebracht wurde. Oder glaubt jemand auch dass Uwe Barschel in der Badewanne ertrunken ist,?

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  • Ehklar am 12.10.2018 22:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Am 11.10.2008 ist Haider verunglückt, und HEUTE hat ein Archivbild vom 28.10.2008?