Fall Daniel Küblböck

14. März 2019 17:09; Akt: 14.03.2019 17:22 Print

Das ist auf dem geheimen Aida-Video zu sehen

Ein Überwachungsvideo von Bord der "AIDAluna" ist bisher der einzige Hinweis auf Daniel Küblböcks Tod. Über den Inhalt ist so gut wie nichts bekannt - bis jetzt!

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Daniel Küblböck ist von Bord des Kreuzfahrtschiffes AIDAluna verschwunden. Es gebe Grund zur Annahme, dass er ins Wasser gesprungen sei, teilte die Gesellschaft des Kreuzfahrtschiffs mit. Das Schiff, das von Hamburg nach New York unterwegs gewesen ist, wurde vorzeitig gestoppt. Helikopter suchten seither nach ihm. (Archivbild) Die AIDA-Route Hamburg-New York mit ihren Stationen: Etwa 185 Kilometer nördlich von Neufundland (Stecknadel) soll Küblböck ins Meer gesprungen sein. Bekannt wurde der mittlerweile 33-Jährige 2003 durch seine Teilnahme bei der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS). Er schied in der vorletzten Sendung aus und belegte hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann den dritten Platz. Es folgten mehrere ... ... TV-Auftritte, Chart-Hits, Werbespots und eine Autobiographie «Ich lebe meine Töne». Das Buch, das er für eine Hörbuchversion auch selbst einsprach, erreichte Platz drei in der Spiegel-Bestesellerliste. 2004 ging Daniel dann ins RTL-Dschungelcamp und musste sich unter anderem mit 30.000 Kakerlaken in einer Glaskiste ... ... auseinandersetzen. Im selben Jahr hatte Küblböck auch einen Autounfall. Er prallte gegen einen Lastwagen, der voll mit Gurken war, und überlebte schwer verletzt. Direkt danach machte er seinen Führerschein. Anschliessend wurde es ruhig um den Paradiesvogel. Grund: Küblböck ... ... wurde zum Geschäftsmann, gründete ein eigenes Unternehmen und investierte in Öko-Strom. 2012 machte er Schlagzeilen, als er sich von einer 70-jährigen Milliardärin adoptieren ließ. 2015 zog es Daniel wieder kurzzeitig ins Rampenlicht. Der Sänger nahm bei der achten Staffel von "Let's Dance" teil. Anschließend wurde es erneut ruhig um ihn. Gegenüber VIP.de sagte er 2017: "Ich habe mich seit drei Jahren aus dem Verkehr gezogen, weil ich in Berlin Schauspiel studiere. Ich bin ... ... Student, man lernt nie aus. Darauf will ich mich konzentrieren. Ich bin dort bis September 2018, danach will ich mich am Theater bewerben. Und dann mal schauen, was kommt." In den letzten Jahren machte Daniel nicht nur beruflich, sondern auch optisch eine Verwandlung durch. Während er 2002 bei DSDS noch mit seinem schrillen Aussehen auffiel, präsentierte sich der 33-Jährige 2014 mit einer modernen Kurzhaarfrisur, Bart und jede Menge Tattoos. Vor seiner Karriere im Rampenlicht machte er übrigens eine Ausbildung zum Kinderpfleger und absolvierte ein Praktikum in einem Kindergarten. Sein letzter Instagram-Post stammt vom 28. Juli. Damals klagte Daniel über die Hitze. "Zu heiß. Wann kommt der Regen?", fragte er damals.

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Vor sechs Monaten sprang Daniel Küblböck von Bord des Kreuzfahrtschiffs "AIDAluna". Seitdem fehlt von dem ehemalige DSDS-Kandidaten jede Spur.

Der Schock bei seiner Familie und seinen Freunden sitzt noch immer tief, dennoch wollen seine Angehörigen nun abschließen und haben den 33-Jährigen für tot erklären lassen - "Heute.at" berichtete.

Zum Tod des deutschen Sängers gibt es nicht wirklich viele Hinweise, einzig ein Überwachungsvideo des Schiffes soll die letzten Minuten im Leben von Daniel Küblböck dokumentieren. Was auf den Aufnahmen genau zu sehen ist, war bisher nicht bekannt.

Nur jene Personen, die mit dem Fall betraut sind und ermitteln, wissen über den Inhalt Bescheid. Nun hat Oberstaatsanwalt Walter Feiler einen Einblick in das Video gegeben und sich dazu gegenüber der "Bild" geäußert.

"Jemand steigt auf Reling und springt"

"Auf dem Video ist eine Person von hinten zu sehen, die sich zunächst auf dem Oberdeck befindet und Richtung hinteren Bereich des Schiffes geht. Durch die Kamera ist zu erkennen, dass jemand auf die Reling steigt und springt", so Feiler zur "Bild".

Und weiter: "Es ist nicht zu erkennen, welche Person das ist. Die Person geht zielstrebig und es sind keine weiteren Personen zu sehen. Die Tageszeit ist fünf Uhr in der Früh".

Bei einem Vorfall wie diesem greift das sogenannte Verschollenheitsgesetz. Heißt: Erst sechs Wochen nach Verschwinden einer Person kann diese offiziell für tot erklärt werden.

Die Kriminalpolizei in Passau hat ihren Abschlussbericht zu dem Fall Daniel Küblböck bereits vorgelegt, nun wird der Bericht noch überprüft.

Tod nach vier Stunden eingetreten

"Fazit ist, dass es sich um einen Suizid handelt", erklärt der Oberstaatsanwalt gegenüber der "Bild". Die Temperatur des Atlantiks soll während dieser Zeit circa neun Grad Celcius betragen haben. Laut Abschlussbericht der Polizei dürfte der Tod nach spätestens vier Stunden eingetreten sein.

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(wil)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wochen, Monate am 14.03.2019 18:34 Report Diesen Beitrag melden

    JAHRE oder Sekunden..

    Für die Angehörigen ist die Gewissheit keine Zeitfrage. SB

  • Ichbingleicher am 14.03.2019 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Er möge in Frieden ruhen

    Tragische Geschichte auf jeden Fall - egal, ob die Verletzung oder sonstwas zu diesem Ende geführt haben. Ich mochte ihn, gerade weil er so anders war.

  • Fred am 14.03.2019 20:32 Report Diesen Beitrag melden

    Frodo

    Also, ich muss gestehen ich bin jedes mal traumatisiert wenn so etwas geschieht. Mir tun die Angehörigen furchtbar leid. So etwas ist fassungslos. Unbegreifbar! Die Familie, Freunde etc... ich bin auch sehr oft wütend, denn ich Frage mich wie man so was grausames seiner Familie antun kann. Es ist eine abscheuliche Krankheit und die Menschen habe ich oft den Eindruck haben Angst sich psychologisch betreuen zu lassen, oder denken das ihnen eh nicht geholfen werden kann... Aber vielleicht sollten Sie sich therapieren, auch für ihr Umfeld. Denn das ist wirklich sehr verletzend. Unglaublich. !

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Hausmasta am 16.03.2019 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Heute

    "Das ist auf dem geheimen Aida-Video zu sehen" - was jetzt, ist es geheim oder was zu sehen?? Das eine schließt das andere nämlich aus. Geheime Videos werden diesem Schmiedblatt sicherlich nicht zugängig gemacht.

  • Alex am 15.03.2019 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Pech gehabt

    Jetzt sind die ganzen Aluhutträger paff, dass es keine Verschwörung war.

  • G.B. am 15.03.2019 06:29 Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwo . . .

    in China ist gerade ein Kübel ins Wasser gefallen .

    • Eva D. am 15.03.2019 07:32 Report Diesen Beitrag melden

      Das ist nicht lustig

      Das ist wohl unter der Gürtellinie.

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  • Unbekannt am 14.03.2019 23:15 Report Diesen Beitrag melden

    Tragischer Fall

    Wie auch immer, traurig das es solche verzweifelte Menschen gibt.

  • Fred am 14.03.2019 20:32 Report Diesen Beitrag melden

    Frodo

    Also, ich muss gestehen ich bin jedes mal traumatisiert wenn so etwas geschieht. Mir tun die Angehörigen furchtbar leid. So etwas ist fassungslos. Unbegreifbar! Die Familie, Freunde etc... ich bin auch sehr oft wütend, denn ich Frage mich wie man so was grausames seiner Familie antun kann. Es ist eine abscheuliche Krankheit und die Menschen habe ich oft den Eindruck haben Angst sich psychologisch betreuen zu lassen, oder denken das ihnen eh nicht geholfen werden kann... Aber vielleicht sollten Sie sich therapieren, auch für ihr Umfeld. Denn das ist wirklich sehr verletzend. Unglaublich. !

    • manola am 15.03.2019 00:43 Report Diesen Beitrag melden

      @frodo

      Natürlich ist so etwas schrecklich , aber glauben Sie nicht dass eine Therapie immer hilft , ist ein Irrtum .

    • Chris am 15.03.2019 16:31 Report Diesen Beitrag melden

      Ist so

      Depressionen sind nun mal unheilbar, wer was anderes glaubt ist unwissend. Ein Gehirn kann man nicht umpolen, weder mit Tabletten und schon gar nicht mit Reden. Das ist reine Geldmache.

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