Martin Kocher

10. Februar 2019 20:29; Akt: 10.02.2019 20:29 Print

"Papamonat kostet maximal 30 Millionen"

Laut dem Chef des Instituts für Höhere Studien (IHS) sind die Kosten für einen Rechtsanspruch auf einen Papamonat "nicht übermäßig hoch".

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So zumindest bezifferte IHS-Chef Martin Kocher die Kosten am Sonntag in der ORF-"Pressestunde" mit "maximal 30 Millionen Euro."

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Soll es einen Rechtsanspruch auf einen Papamonat geben?
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11 %
16 %
15 %
3 %
Insgesamt 754 Teilnehmer

Die Annahme hinter dieser Berechnung: 20 bis 30 Prozent der Väter der knapp 100.000 Neugeborenen im Jahr leben einen Monat lang von staatlichen Mitteln (derzeit 700 Euro). Die indirekten Kosten für Unternehmen, so Kocher, könnten höher sein, falls diese zum Beispiel bei guter Konjunktur Ersatzkräfte bräuchten.

Aber, so der IHS-Direktor: "Wenn rechtlich festgeschrieben wird, dass die Väter ihre Auszeit früh ankündigen müssen, ist das für die Wirtschaft planbar."

Wirklichen Handlungsbedarf sieht Kocher aktuell bei den Pensionen: "Wir haben ein sehr gutes Pensionssystem, aber es ist auch teuer." Hier müsse die türkisblaue Regierung rasch aktiv werden. Eventuell sei ein System sinnvoller, das nicht zur Gänze über Steuern finanziert wird, sondern zu Teilen über eine Versicherung.

Angedacht ist ein derartiges System gerade auch im Pflege-Bereich. Kocher: "Ich gehe davon aus, dass auch ein Mischsystem kommen wird."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Angel66 am 10.02.2019 21:38 Report Diesen Beitrag melden

    Pensionssysthem ohne Nachteil

    DAS mit dem Pensionssysthem könnte man anders lösen, nämlich: ALLE die mehr al 5000.- netto im Monat verdienen, bekommen nur 1/2 Pension aus der Kasse, den Rest können sie sich durchaus selbst versichern oder finanzieren, denn bei diesem Gehalt kann man sich genug selbst ansparen! ALLE darunter sind,bekommen wieder 100%, denn bei 1300.- durchschnittlichen netto Lohn ist das die Mindestpension!

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  • Ehklar am 10.02.2019 21:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Also bei jeder Gelegenheit kommen die Experten und sagen uns, dass unser Pensionssystem zu teuer ist! Die Karten auf den Tisch, ohne Lügen! Die ASVGler haben einen Deckungsbeitrag von 80 Prozent, wie hoch ist der Budgetzuschuss zu deren Pensionen? Wie hoch ist das Lohn-u. Einkommensteueraufkommen bei diesen Pensionen? Wie hoch ist der TATSÄCHLICHE Budgetzuschuss bei den ASVGlern, die die Hauptlast bei sämtlichen Kürzungen tragen? Die Pensionslüge!

  • Stefan am 11.02.2019 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Wirtschaft entlasten

    Die Wirtschaft muss noch viel mehr entlastet werden, die OMV schaffte nur 2 Milliarden Gewinn! Hr. Pierer konnte nur 430000 Hr. Kurz spenden.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Nimmer Lang am 11.02.2019 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    Gut für Staatsdiener

    Für eine kleinen, Staatserhaltenden Betrieb, ist es schon eine enorme Belastung. Wenn da, bei einer Werkstatt Belegung von drei Mann, einer im Papamonat ist, fehlt eine Drittel Arbeitsleistung, aber die Lieferzeiten müssen eingehalten werden. Wenn in einem großen Betrieb, oder in einem Amt wer fehlt, ist das leicht zu verschmerzen. In Großbetrieben wird umgeschichtet, und in den Ämtern bleibt es halt liegen, was nichts Neues ist.

  • Stefan am 11.02.2019 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Wirtschaft entlasten

    Die Wirtschaft muss noch viel mehr entlastet werden, die OMV schaffte nur 2 Milliarden Gewinn! Hr. Pierer konnte nur 430000 Hr. Kurz spenden.

  • Arbeiter am 11.02.2019 07:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer soll das bezahlen

    Verstehe nicht wozu dieser gut sein soll. Da studieren sie bis 30, dann nehmen sie sich Auszeit usw. Und mit 55 wollen sie mit hoher Rente in Pension.

    • Anti Nudelsuppenschwimmer am 11.02.2019 10:18 Report Diesen Beitrag melden

      Papajahre Karenz

      Ein Papamonat dauert fünfundzwanzig Jahre? Sehr arg, wusste ich nicht. : ) Na dann geht das nicht.

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  • Anna am 11.02.2019 06:31 Report Diesen Beitrag melden

    Zusätzlicher Stress

    Werden die frisch gebackenen Mütter auch gefragt? Ich habe 2 Kinder, mein Mann machte nach den Geburten öfters frei. Beim 1. Kind war das ein zusätzlicher Stress für mich, ich musste das Kind versorgen, putzen, kochen- der Herr hat ja auch Hunger , waschen, die Behördenwege machen,.... beim 2. Kind war ich froh, weil er sich um das größere Kind kümmerte. Ich hoffe, die Jungväter sind heutzutage beim 1. Kind eine größere Hilfe als früher.

    • Korbi am 11.02.2019 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Anna

      Die Idee ist eigentlich, dass der Mann bei der Hausarbeit, Amtsgängen etc. hilft, während er im Papamonat ist

    • Steffi am 11.02.2019 10:32 Report Diesen Beitrag melden

      Fauler Ehemann?

      Da ist Ihr fauler Ehemann aber das Probleme, und nicht der Papamonat.

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  • Piero am 11.02.2019 02:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitgeber Arbeitnehmer am runden Tisch

    warum muss alles im Gesetzestext gegossen werden? ein miteinander zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, um beidseitig ihr Bedürfnisse abzuklären, ist wirkungsvoller und vertrauensfördernd. der Staat muss nicht wirklich überall, seine Finger im Spiel haben. durch Gesetze etwas durchboxen zu wollen erzeugt Spannungen. siehe bei Einmischung der Gewerkschaften, da ist auf beiden Seiten Sturheit angesagt, und das Betriebsklima in der Regel am Tiefpunkt zerstört.

    • Korbi am 11.02.2019 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Piero

      das hat sehr lange, dank einer aktiven Sozialpartnerschaft, funktioniert. Da sie allerdings nicht mehr so stark ist (und die Regierung Teile abschaffen möchte), muss alles über Gesetze geregelt werden.

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