"Irgendwo gibt's Grenzen"

13. Februar 2018 13:04; Akt: 13.02.2018 17:48 Print

Armin Wolf klagt Strache nach Facebook-Posting

Nachdem Vizekanzler Strache ORF-Anchor Armin Wolf in einem Sujet auf seiner persönlichen Facebook-Seite der Lüge bezichtigt, wird dieser klagen.

ORF-Anchorman Armin Wolf wird FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wegen dessen Facebook-Posting klagen. (Bild: picturedesk.com, Screenshot Facebook)

ORF-Anchorman Armin Wolf wird FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wegen dessen Facebook-Posting klagen. (Bild: picturedesk.com, Screenshot Facebook)

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Schon seit längerem schießt sich die FPÖ auf den ORF ein. Am Montag postete FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache auf seiner persönlichen Facebook-Seite ein Sujet, in dem er Armin Wolf und den ORF der Lüge und der Propaganda bezichtigt.

"Das beste aus Fake News, Lügen und Propaganda ... im Fernsehen, im Radio und auf dem Facebook Profil von Armin Wolf" steht auf einem Bild von ORF-Moderator Armin Wolf zu lesen. In seine Hand wurde ein Pinocchio-Bild montiert. Strache hatte das Sujet mit der Anmerkung "Satire" und einem Emoji gepostet. Auf Nachfrage des "Standard" teilte Wolf mit, dass er "selbstverständlich" klagen werde.

"Irgendwo gibt's dann doch Grenzen"

Auf Twitter schrieb er zu dem Sujet und seiner Klagsankündigung: "Also irgendwo gibt's dann doch Grenzen." In 32 Jahren als Journalist habe ihm noch nie jemand vorgeworfen, er würde in seiner Arbeit lügen, erklärte er. Er gehe davon aus, dass der ORF ebenfalls klagen wird. "lch bin persönlich nicht wehleidig und stelle mich gerne jeder sachlichen Kritik, aber dass der Vizekanzler der Republik ein derartiges Sujet postet, macht mich ehrlich fassungslos", so Wolf.


"Ich finde, die Attacken der FPÖ – einer Regierungspartei – auf unabhängige Medien und ihre persönlichen Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten erreichen mittlerweile ein demokratiepolitisch wirklich bedenkliches Ausmaß", so der ORF-Anchorman weiter.

Kritik aus der Medienwelt

Auch weitere Journalisten und Medienmacher übten bereits heftige Kritik an dem Strache-Posting. So meldeten sich zum Beispiel der Innenpolitik-Chef der "Krone", Claus Pandi, sowie der Chefredakteur der "Vorarlberger Nachrichten" auf Twitter zu Wort.



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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gerlinde am 13.02.2018 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Wolf

    Der Wolf gehört einmal zurechtgestutzt!

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  • vallis am 13.02.2018 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ersetzbar

    Es scheint, als sei der Wolf der wichtigste beim ORF. Jeder Mensch ist ersetzbar.

  • Demokrit am 13.02.2018 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Schade Herr Wolf

    Armin Wolf behauptet er habe noch nie in seinem Leben gelogen. Das ist schon mal die erste Lüge. Und damit hat er seine Klage auch schon verloren.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Erwin am 24.02.2018 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    ORF gegen Strache

    Das ist Alles unnötig, diese gegenseitigen Anschuldigungen. Man muss auch verstehen, das der ORF als Medien Darsteller fungiert und dadurch immer versucht seine Einschaltquoten zu steigern. Herr Wolf ist nur ein Mittel zum Zweck, eine Maionette dieser Medienlandschaften der nur seinen Beruf seriös ausüben möchte. Also es sollte alles nicht in einen Topf geworfen werden. So leben beide Parteien weiterhin gut, beide sind in der Öffentlichkeit präsent.

  • Josef Vouivre am 15.02.2018 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    unerträglich

    Die Klage von Wolf ist wichtig. Auch wenn Strache die Verurteilung sowieso wieder die Partei und somit wir Steuerzahler zahlen. Aber es ist nötig, den Strache für seine Anschuldigungen vor Gericht zu stellen. Diese Angriffe auf kritische Journalisten sind unerträglich

  • Henry2018 am 13.02.2018 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Noch eine Breitseite.

    HC jetzt bitte dranbleiben und nachsetzen. ORF und GIS sind jetzt bald reif.

  • Henry2018 am 13.02.2018 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    Na da hat HC jetzt aber Angst!

    Ich bin der Meinung die öffentlich abgesonderten Pamphlets des Hrn. WOLFS sind eine ständige Beleidigung des zwangsgegisten ORF Kundens.

  • Peter am 13.02.2018 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitet Strache auch mal was?

    Man merkt echt woher der Strache kommt. Kein Stil, keine Inhalte und lustig ist er auch nicht. Langsam nert er. Soll doch endlich auch mal seine Arbeit machen, falls er weiss wie das geht.

    • Lupo am 13.02.2018 21:54 Report Diesen Beitrag melden

      Außer Sportagenden

      hat er nix zum reden und selbst für das gibts einen Büroleiter - somit ist er der teuerste Abkassierer der Nation.

    • Josef Vouivre am 16.02.2018 09:27 Report Diesen Beitrag melden

      gut so

      gottseidank! Bei dem Stil, den er in die Regierungspolitik bringt, ist es leicht vorstellbar, was wäre, wenn er was zu sagen hätte. Ein wunderbares Beispiel ist die Raucherdebatte. "Die direkte Demokratie gehört gestärkt. Die Meinung des Volkes (Volksbegehren) interessiert mich aber nicht." Den Jüngern fällt dieser Widerspruch aber gar nicht auf. Die applaudieren trotzdem. Sofern und so gut dies mit erhobenen rechten Arm geht.

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