Facebook-Causa

14. Februar 2018 11:20; Akt: 14.02.2018 11:50 Print

"Lügen"-Post: Wolf kontert mit Gedankenexperiment

Jetzt dreht der Anchorman den Spieß um und fragt nach der Reaktion der FPÖ, wenn ein ORF-Journalist ein ähnliches Posting veröffentlicht hätte.

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Als "überspitzte Satire" verteidigte Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) das Facebook-Posting, in dem ZiB2-Anchorman Armin Wolf zusammen mit der Aussage "Es gibt einen Ort an dem Lügen zu Nachrichten werden. Das ist der ORF" zu sehen ist.

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Wolf will trotzdem weiterhin klagen – "Dass Herr Strache verschämt 'Satire' über sein Bild schreibt, ist rechtlich irrelevant", ärgert sich der Moderator. Auch ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz forderte von Strache und Facebook eine Entfernung des untergriffigen Beitrags und eine Erklärung ein.

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Am Mittwoch legte Wolf nach – mit einem "Gedankenexperiment". In einem Blogeintrag entwirft er ein Szenario, in dem ein ORF-Journalist die Fotomontage eines Plakats der "X-Partei Österreichs" posten würde – mit einem großen Bild des "bekannten XPÖ-Politikers HC Y" und der Formulierung:

"Es gibt einen Ort, an dem Lügen zu Politik werden. Das ist die XPÖ. Das Beste aus Fake News, Lügen und Propaganda, Pseudodebatten und Zwangs-Parteienfinanzierung. Auf xpoe.at. Auf XPÖ-TV. Und auf dem Facebook-Profil von HC Y. XPÖ wie wirr."

"Wie würde darauf die XPÖ reagieren?", fragt der bekannte Journalist. "Sie würde wahrscheinlich die sofortige Entlassung des ORF-Redakteurs verlangen, den Rücktritt des Generaldirektors und die Abschaffung der ORF-Gebühren."

Kein ORF-Redakteur würde so etwas Absurdes tun, so Wolf. Er wolle ein Gericht entscheiden lassen, ob diese Art der "persönlichen Diffamierung von Journalisten" rechtlich zulässig ist oder nicht.

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • gü07 am 14.02.2018 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    streit

    natürlich ist es schon ein sehr treffendes posting mit einer ansage die nicht kalt lässt. ob das in der art und deutlichkeit vom vizekanzler sein muß ist fraglich. aber es ist NICHT eine frei erfundene ansage an der orf. die anschuldigungen bzw. versuche die fpö und deren politiker anzupatzen bzw. vorzuführen passiert ständig. würde man neutral moderieren und nicht immer offensichtlich gegenpartei ergreifen gäbe es so etwas auch nicht. keiner verlangt das die fpö in den himmel gehoben werden muß aber als teufel verkaufen muß man sie auch nicht. und das ist zweifelsohne mehrmals passiert.

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  • Bertl Kral am 14.02.2018 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Kein ORF-Redakteur würde so etwas Absurdes tun, so

    Echt net ? Die (vor allem Wolf) tun das halt etwas subtiler verpackt, aber seit Jahren schon ungestraft ! Das Problem dabei; Journalisten dürfen weit mehr als aktive (freiheitliche) Politiker, (wie am Beispiel im BP-Wahlkampf, als Wolf den Hofer in der ZIB-2 einen Lügner nannte) da die sich auf ihren bisherigen Schutz von (einer sehr linkslastigen Justiz) verlassen konnten. WAS wäre der Wolf oder eine Thurnherr ... nur ohne den Rotfunk ?

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  • Kritischer Geist am 14.02.2018 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Meinungsmache

    Der Skandal um den Bericht von ORF-Tirol über den FPÖ-Kandidaten in der vergangenen Woche hat einmal mehr bewiesen, dass der ORF nicht gewillt ist, eine politisch neutrale und seriöse Berichterstattung zu leisten. Es geht um Meinungsmache, nicht um Journalismus. Da der ORF damit seinem gesetzlichen Auftrag nicht mehr nachkommt, hat er aufgelöst und privatisiert zu werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Grüne Verweigerer am 16.02.2018 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wehleidiger Wolf

    Aber beim Fressen der Anderen gegenüber dann den hungrigen Wolf raushängen lassen. Rotkäppchen und Grünkäppchen kichern noch, aber Armer einsamer Wolf, deine Jäger sind bereits unterwegs.

  • Privilegienhasser am 14.02.2018 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    Gebühren weg

    diese ganze rote Br... im ORF gehören alle weg. Gebühren abschaffen, den aufgeblähten ORF abspecken. Sollen sich von der Werbung erhalten. Verdienen alle wie die Maden im Speck und schröpfen die Leute.

  • Maverick am 14.02.2018 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Unseriös

    Verstehe die Frage nicht. Das macht der ORF doch schon seit Jahren.

  • LukasT am 14.02.2018 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Und für so etwas bezahle ich GIS?

    Welch tiefes Niveau das geworden ist. Zum fremdschämen.

    • Mimi am 15.02.2018 06:27 Report Diesen Beitrag melden

      Muss nicht sein

      Dann melden Sie sich halt ab?

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  • martin k. am 14.02.2018 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Dinge mal anders beleuchtet

    ---- "User Gedankenexperiment" -----in Österr. bekommen alle Wähler einen Sachwalter die in auch benötigen, dann würde der Stimmenanteil der XPÖ Partei so hoch liegen wie der Fettanteil bei haltbarer Magermilch

    • Penelope am 14.02.2018 18:44 Report Diesen Beitrag melden

      @Martin

      Das Wahlrecht zählt zu den höchstpersönlichen Rechten und wird durch eine Sachwalterschaft nicht berührt. Und sich über zwangsentrechtete Menschen lustig machen, deren Menschenrechte mit Füßen getreten werden, ist auch nicht gerade die feine Art.

    • Josef Vouivre am 16.02.2018 10:11 Report Diesen Beitrag melden

      wäre im Sinne der FPÖ

      Vilimsky ist ja dafür eingetreten, Besachwalterten das Wahlrecht zu entziehen. Das wäre also durchaus im Sinne der FPÖ. Aber ich glaube, die würden sowieso jeden das Wahlrecht entziehen wollen, die nicht rechts sind und dem 3. Reich nachtrauern.

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