Buwog Tag 16

14. Februar 2018 18:32; Akt: 14.02.2018 18:32 Print

Tuscheln, Polizisten-Storys und Widersprüche

Ex-Banker Starzer bleibt bei seiner Version der Dinge. Petrikovics' Behauptungen seien "konstruiert" und "erlogen".

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Walter Meischberger (l.) hatte seinen Mitangeklagten am 16. Prozesstag viel zu sagen. Mal sprach er hinter vorgehaltener Hand mit Grasser, dann drehte er sich auf die andere Seite zu Ernst Plech. Auch zu seinem Anwalt drehte er sich öfter lächelnd nach hinten. Worum es dabei ging, werden wir wohl nie erfahren. Sehr wohl erfahren haben wir am 16. Prozesstag Valentinstag, dass Ex-Banker Georg Starzer standhaft seine Version der Geschehnisse aussagt. Dass Hochegger einen - laut Starzer nie zustande gekommenen - Deal in Sachen Provision mehrmals bei ihm urgierte, findet dieser nach wie vor ganz normal. Ein jede solche "Reklamation", wie es Starzer nennt, berge für ihn die Chance, diese Person später als Kunden zu gewinnen. Deshalb sei er so höflich gewesen. Das sei übrigens Usus bei der Raiffeisen Bank, so etwas lerne man gleich beim Eintritt in die Firma. "Ich habe sogar schon einen Polizisten, der mir einen Strafzettel gegeben hat, zu einem Kunden gemacht", führt der ehemalige Bank-Vorstand als Beispiel an. Das sorgt für einige Lacher im Saal. Den Versuch, diese Aussage aus dem Protokoll streichen zu lassen, blockt die Richterin ab. "Das wird schwierig", sagt sie. Starzer stellt noch klar: Den Strafzettel habe er natürlich bezahlt, den Beamten aber dann auch erfolgreich an die nächste Raiffeisen-Filiale vermittelt. "Da gibt's den Dr. Hochegger als Edel-Lobbyist und der ist jetzt im Mittelpunkt des Geschehens", so nahm Starzer die Zeit nach dem Aufkommen der Sache in den Medien wahr. "Wir waren erschüttert über diese Entwicklungen", meint er. Für die politischen Connections hätte man Hochegger schon gar nicht gebraucht, dafür war Ex-Raiffeisen-Boss Ludwig Scharinger persönlich zuständig. Im Bild: Der Angeklagte Christian Thornton "Natürlich" hatte dieser auch mit Grasser Kontakte gepflegt. (Im Bild: Karl Heinz Grasser und Peter Hochegger (l.)) "Es gibt glaub ich niemanden, mit dem er NICHT Kontakt hatte", sagt Starzer aus.

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Walter Meischberger hatte seinen Mitangeklagten am 16. Prozesstag viel zu sagen. Mal sprach er hinter vorgehaltener Hand mit Grasser, dann drehte er sich auf die andere Seite zu Ernst Plech. Auch zu seinem Anwalt drehte er sich öfter lächelnd nach hinten.

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Worum es dabei ging, werden wir wohl nie erfahren. Sehr wohl erfahren haben wir am heutigen Valentinstag, dass Ex-Banker Georg Starzer standhaft seine Version der Geschehnisse aussagt.

Dass Hochegger einen - laut Starzer nie zustande gekommenen - Deal in Sachen Provision mehrmals bei ihm urgierte, findet dieser nach wie vor ganz normal.

Polizist als Bankkunde
Ein jede solche "Reklamation", wie es Starzer nennt, berge für ihn die Chance, diese Person später als Kunden zu gewinnen. Deshalb sei er so höflich gewesen. Das sei übrigens Usus bei der Raiffeisen Bank, so etwas lerne man gleich beim Eintritt in die Firma.

"Ich habe sogar schon einen Polizisten, der mir einen Strafzettel gegeben hat, zu einem Kunden gemacht", führt der ehemalige Bank-Vorstand als Beispiel an.

Das sorgt für einige Lacher im Saal. Den Versuch, diese Aussage aus dem Protokoll streichen zu lassen, blockt die Richterin ab. "Das wird schwierig", sagt sie. Starzer stellt noch klar: Den Strafzettel habe er natürlich bezahlt, den Beamten aber dann auch erfolgreich an die nächste Raiffeisen-Filiale vermittelt.

Edel-Lobbyist
"Da gibt's den Dr. Hochegger als Edel-Lobbyist und der ist jetzt im Mittelpunkt des Geschehens", so nahm Starzer die Zeit nach dem Aufkommen der Sache in den Medien wahr. "Wir waren erschüttert über diese Entwicklungen", meint er.

Scharinger statt Hochegger
Für die politischen Connections hätte man Hochegger schon gar nicht gebraucht, dafür war Ex-Raiffeisen-Boss Ludwig Scharinger persönlich zuständig. "Natürlich" hatte dieser auch mit Grasser Kontakte gepflegt. "Es gibt glaub ich niemanden, mit dem er NICHT Kontakt hatte", sagt Starzer aus.

Lesen Sie hier den heutigen Prozess im Minutentakt nach:

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Shabeskeer am 14.02.2018 19:18 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    In diesen Lokal in Wien sagte dortmals schon des expokizeigeneral, das grassiert angeklagt wird.....das war mitte 90 iger, eingefädelt geschichte, wo wiedereinmal gross aussehen erregt wird die rechtsschaffend doch die oesi justiz nicht ist, damit inkludierte Karriere machen können, ähnlich wie bei unterweger und fuchs? Fragen kostet nix

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Shabeskeer am 14.02.2018 19:18 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    In diesen Lokal in Wien sagte dortmals schon des expokizeigeneral, das grassiert angeklagt wird.....das war mitte 90 iger, eingefädelt geschichte, wo wiedereinmal gross aussehen erregt wird die rechtsschaffend doch die oesi justiz nicht ist, damit inkludierte Karriere machen können, ähnlich wie bei unterweger und fuchs? Fragen kostet nix

    • Shabeskeer am 15.02.2018 11:14 Report Diesen Beitrag melden

      Shabeskeer

      Keine Antwort ist auch eine Antwort, danke

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