Justiz ermittelt

25. Juni 2019 17:02; Akt: 25.06.2019 19:36 Print

Sollte Terroranschlag auf Strache verübt werden?

Auf Heinz-Christian Strache soll während seiner Amtszeit als Vizekanzler ein tödlicher Anschlag mit einer Autobombe geplant gewesen sein.

Justiz ermittelt wegen Bomben-Plänen gegen Heinz-Christian Strache. (Bild: picturedesk.com/APA)

Justiz ermittelt wegen Bomben-Plänen gegen Heinz-Christian Strache. (Bild: picturedesk.com/APA)

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Ein Drogenhändler soll 100.000 Euro für einen tödlichen Autobomben-Anschlag auf Heinz-Christian Strache geboten haben – das berichtet die Tageszeitung "Kurier".

Die Justiz bestätigt ein laufendes Ermittlungsverfahren in der Causa, allerdings handelt es sich um einen "Verschlussakt".

Der Verdächtige saß im vergangenen Jahr in Wien in U-Haft – angeblich wegen eines Suchtgiftdelikts, illegalem Besitz einer Faustfeuerwaffe sowie einer weiteren verbotenen Waffe. Wie das Landesgericht Wien bestätigt, wurde er zu einer unbedingten Haftstrafe verurteilt.

"Erschütterung der politischen Grundstrukturen"

Im Haftprüfungs-Akt vom 15. Oktober 2018, der dem "Kurier" auszugsweise vorliegen soll, findet sich demnach folgender brisanter Passus: "Bujar B. steht im dringenden Verdacht, am 26. September 2018 versucht zu haben, eine Vertrauensperson dazu zu bestimmen, den Vizekanzler Heinz-Christian Strache durch Anbringen einer Autobombe zu töten".

Als Motiv wird "die Erschütterung der politischen Grundstrukturen der Republik Österreich" genannt. Erst kürzlich soll deshalb eine Hausdurchsuchung stattgefunden haben.

Burja B. wird dabei von einem V-Mann des Verfassungsschutzes schwer belastet. Er solle ihm mehrfach 100.000 Euro angeboten haben und ihm darüber hinaus Orte genannt haben, an denen Strache sein Fahrzeug parkt.

Behörden zu Strache: "Nicht ernst zu nehmen"

Mittlerweile soll der Verdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt worden sein. "Im Ermittlungsverfahren konnten bisher keine weiteren Beweismittel gefunden werden, die den Verdacht erhärten würden", wird Thomas Vecsey von der Staatsanwaltschaft Wien in dem Bericht zitiert.

Strache selbst hatte erst Anfang April von dem mutmaßlichen Mordauftrag erfahren, erklärt sein Anwalt Johann Pauer in einer schriftlichen Stellungnahme: "Auf Nachfrage bei den zuständigen Stellen wurde ihm mitgeteilt, dass dieser Umstand nicht ernst zu nehmen sei. Daher ist er umso überraschter, nunmehr von der Existenz eines Ermittlungsverfahrens Kenntnis zu erlangen."

"Er wird zur Rechenschaft gezogen"

Anwalt Wolfgang Blaschitz, der den Beschuldigten damals anwaltlich vertrat, dazu: "Wir werden uns diesen V-Mann jetzt vorknöpfen, er wird zur Rechenschaft gezogen. Es kann nicht sein, dass man Menschen so verleumdet."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heimatland am 25.06.2019 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    eigenartige Widersprüche

    Jedes Tattoo mit verbotenen Darstellungen ist ein Drama, aber ein offensichtliches Mordkomplott ist nicht ernst zu nehmen (so ernst war es aber, dass ermittelt wurde)? Andererseits sieht man, wer die erbitterten Gegner von Strache sind.

  • hueher am 25.06.2019 18:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    na ja, kennen wir eh schon

    aha.....der Verdächtige befindet sich sowiesoe laufend auf freiem Fuss ? Gauner und Sonstige werden eh nie eingesperrt........wie gemütlich ist das Gaunerleben bei uns.....hurra

  • Fritz am 25.06.2019 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht unwahrscheinlich

    Den Haider habens doch auch abgemurkst, also warum nicht auch den Strache?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Bosch am 26.06.2019 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Muppetshow

    Vor ein paar Monaten wurden einige groteske Figuren, wie sie der Hieronymus Bosch nicht drastischer hätte malen können, wegen Hochverrats verurteilt. Diese Pfeifen schrieben an den Generalstab des österreichischen Bundesheers, der Stab soll einen Staatsstreich durchführen. Die Gscheitioten wurden ernst genommen und der Brief als Beweis für "Hochverrat" verwendet. Im Vergleich mit diesem Schildbürgerurteil ist die Drohung des Bomben"experten" wesentlich realistischer.

  • Greta am 26.06.2019 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    Opferrolle

    Ich hab nur die Überschrift gelesen. Er kann sich gut als Opfer inszenieren.

  • Huber Bauer am 26.06.2019 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Theater

    Der V- Mann arbeitet fürs Innenministerium ein Mann von Kickel zu der Zeit noch Minister . Für mich schaut da sehr nach Inszenierung an, um zu zeigen wie wichtig der Strache ist.

    • Penelope am 26.06.2019 15:00 Report Diesen Beitrag melden

      Verschwörungstheorie?

      Gibt es für die Behauptung es würde sich um einen "Mann von Kickel" handeln auch irgendetwas Belastbares? Das BVT war nämlich seit seiner Gründung im Jahr 2002 bis zum Jahr 2017 durchgehend in Händen von Innenministern der ÖVP.

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  • Susanne Kienast am 25.06.2019 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    ET

    Jetzt mache ich mir echt Sorgen, planten vielleicht Außerirdische einen Anschlag oder waren es doch die Schlümpfe, nein , die Schlümpfe schließe ich aus, die sind ja auch blau.

  • Fritz am 25.06.2019 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht unwahrscheinlich

    Den Haider habens doch auch abgemurkst, also warum nicht auch den Strache?

    • Korbi am 25.06.2019 20:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fritz

      Haider ist betrunken gegen ein Schild gefahren, das war kein Anschlag

    • Korbi am 26.06.2019 06:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fritz

      falsch. der ist betrunken mit dem Auto gefahren und hatte einen Unfall

    • Penelope am 26.06.2019 17:35 Report Diesen Beitrag melden

      @Korbi

      Erstens war es kein Schild sondern allenfalls ein Hydrant (der womöglich das Loch im Dach verursacht haben könnte, was der 2. Gutachter aber ausgeschlossen hat) und zweitens wurde im Mageninhalt kein Alkohol gefunden... abgesehen davon würde ein einfaches Schild bei einem VW Phaeton (über 2t) nicht viel ausrichten - aber offensichtlich hast du dich mit der Sache ja eh nicht näher befasst, also wozu mit Details anfangen ;) Du hast natürlich recht, unliebsame Politiker wurden noch nie aus dem Weg geräumt...

    • Balduin am 26.06.2019 19:47 Report Diesen Beitrag melden

      Der Haider hat sich selber

      "abgemurkst". Der Alkohol ist die schlimmste Droge der Welt.

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