F1-Experte

29. November 2017 09:44; Akt: 29.11.2017 11:37 Print

Rosberg fährt auf Laudas Experten-Job bei RTL ab

Niki Lauda trat nach 21 Jahren als TV-Experte für RTL ab. Wer erklärt den Zusehern in Zukunft die Formel 1? Ein Ex-Champion steht auf der Pole-Position.

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Bevor er seine große F1-Karriere begann, durchlief Lauda die Formel 3 und die Formel 2, zusätzlich fuhr er Langstrecken-Rennen, um Geld für die Formel 1 zu verdienen. Beim Grand Prix von Österreich 1971 feiert Lauda sein Formel 1-Debüt, im March-Ford schied er aber aus. Lauda war für fünf Formel 1-Teams als Fahrer tätig: 1971-1972 March, 1973 B.R.M., 1974-1977 Ferrari, 1978-1979 Brabham und 1982-1984 McLaren. 1974 und 1975 wurde Lauda mit Ferrari Formel-1-Champion, 1984 mit McLaren. Nach seinem Feuerunfall 1976 am Nürburgring gab ihm ein Priester die letzte Ölung. Lauda überlebte, holte ein Jahr später seinen zweiten WM-Titel. 1979 trat er zurück, 1982 gab er sein Comeback, 1984 der dritte WM-Titel. Beim Feuer-Crash am Nürburgring sitzt Lauda minutenlang im brennenden Ferrari, im Klinikum Mannheim retten Ärzte sein Leben. 1979 ging Lauda unter die Airline-Betreiber und gründete seine Fluglinie Lauda-Air 1991 kam es zu einer der gröten Katastrophen der österreichischen Geschichte: In Thailand stürzte eine Lauda Air-Maschine ab, 223 Menschen starben. 2003 stieg Lauda wieder ins Airline-Business ein und gründete FlyNiki, das er 2011 komplett verkaufte. Lauda hat aus seinen beiden Ehen jeweils zwei Kinder, sein Sohn Mathias (36) ist selbst auch Rennfahrer und fährt Langstreckenrennen. Das bewegte Leben Laudas mit dem Crash am Nürburgring wurde im Film "Rush" verewigt. Aufgrund der starken Medikamentendosis nach seinem Unfall am Nürburgring ließ die Nierenfunktion bei Lauda nach. 1997 spendete ihm sein Bruder Florian und 2005 seine Partnerin Birgit eine neue Niere. In Spielberg stieg Lauda beim Legenden-Rennen 2015 noch einmal in seinen Weltmeister-McLaren von 1984. Niki Lauda ist auch ein gern gesehener Gast bei diversen Charity-Events. Hier macht er mit seinem Freund Bernie Ecclestone die Streif in Kitzbühel unsicher. Lauda ist immer wieder für einen flotten Spruch gut: "Völliger Schwachinn" und "vollkommen logisch" sind mittlerweile Kult. Lauda fährt immer noch Legenden-Rennen, hier im Ferrari in Monaco. Beim Fernsehsender RTL war Lauda 21 Jahre lang als Experte tätig. Im November 2017 gab er seinen TV-Rücktritt bekannt. Hier interviewt er gerade Sebastian Vettel. Im Moment ist Lauda als Vorstandsvorsitzender des Mercedes Formel-1-Teams tätig.

Die Karriere von Niki Lauda in Bildern

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Zielflagge für Niki Lauda! Nach 21 Jahren trat der dreifache Weltmeister beim Saisonfinale in Abu Dhabi als TV-Experte für RTL zurück. Die Fans fragen sich: Wer erklärt ihnen in Zukunft die PS-Königsklasse. In der Pole-Position steht Nico Rosberg. Aber gibt es 2018 überhaupt etwas zu kommentieren?

Experte oder Mattscheibe

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob die Formel 1 in Zukunft überhaupt auf RTL zu sehen sein wird. Der deutsche Privatsender verhandelt noch über die Rechte, die unklare Zukunft soll mit ein Grund für Laudas Rückzug sein. Sollte es bei den Verhandlungen mit dem neuen Formel-1-Eigentümer Liberty Media zu einer Einigung kommen, ist das Nachfolger-Rennen eröffnet. Gute Karten scheint dabei Ex-Weltmeister Nico Rosberg zu haben.

Rosberg beliebt

Der Deutsche führt ein Leser-Ranking bei der "Bild" vor Timo Glock und Ex-Mercedes-Teamchef Norbert Haug an. In Abu Dhabi gab Rosberg an der Seite von Niki Lauda bereits erstmals den Experten, bekam somit die Kündigung aus nächster Nähe mit. Mit einem neuen Job scheint Rosberg kein Problem zu haben: "Mir hat der Auftritt Spaß gemacht. Ich weiß noch nicht, was ich nächstes Jahr mache, bin grundsätzlich immer offen für alles."


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(gr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fritz Trözter am 29.11.2017 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Chance

    Weder Rosberg noch Glock haben auch nur im Ansatz das Format von Niki Lauda. Vielleicht kann sich Niki dazu überwinden beim ORF solange es noch geht zu kommentieren. Würde mich persönlich sehr freuen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fritz Trözter am 29.11.2017 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Chance

    Weder Rosberg noch Glock haben auch nur im Ansatz das Format von Niki Lauda. Vielleicht kann sich Niki dazu überwinden beim ORF solange es noch geht zu kommentieren. Würde mich persönlich sehr freuen.