Nachruf eines Journalisten

21. Mai 2019 12:15; Akt: 21.05.2019 15:18 Print

So stellte sich Niki Lauda seine Beerdigung vor

"Bild"-Reporter Helmut Uhl schrieb einen bewegenden Nachruf an Niki Lauda und verriet dort, was sich die Formel-1-Legende für seine Beerdigung wünschte.

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Im Alter von 70 Jahren verstarb Österreichs Motorsport-Ikone Niki Lauda im Mai 2019. Seine Karriere in Bildern: Bevor er seine große F1-Laufbahn begann, startete er in der Formel 3 und der Formel 2, zusätzlich fuhr er Langstrecken-Rennen, um Geld für die Formel 1 zu verdienen. Beim Grand Prix von Österreich 1971 feierte Lauda sein Formel 1-Debüt, im March-Ford schied er aber aus. Lauda war für fünf Formel 1-Teams als Fahrer tätig: 1971-1972 March, 1973 B.R.M., 1974-1977 Ferrari, 1978-1979 Brabham und 1982-1984 McLaren. 1974 und 1975 wurde Lauda mit Ferrari Formel-1-Champion, 1984 mit McLaren. Nach seinem Feuerunfall 1976 am Nürburgring gab ihm ein Priester die letzte Ölung. Lauda überlebte, holte ein Jahr später seinen zweiten WM-Titel. 1979 trat er zurück, 1982 gab er sein Comeback, 1984 holte er den dritten WM-Titel. Beim Feuer-Crash am Nürburgring saß Lauda minutenlang im brennenden Ferrari, im Klinikum Mannheim retteten Ärzte sein Leben. 1979 ging Lauda unter die Airline-Betreiber und gründete seine Fluglinie Lauda-Air. 1991 kam es zu einer der größten Katastrophen der österreichischen Geschichte: In Thailand stürzte eine Lauda Air-Maschine ab, 223 Menschen starben. 2003 stieg Lauda wieder ins Airline-Business ein und gründete FlyNiki, das er 2011 komplett verkaufte. Lauda hatte aus seinen beiden Ehen jeweils zwei Kinder, sein Sohn Mathias (36) ist selbst auch Rennfahrer und fährt Langstreckenrennen. Das bewegte Leben Laudas mit dem Crash am Nürburgring wurde im Film "Rush" verewigt. Aufgrund der starken Medikamentendosis nach seinem Unfall am Nürburgring ließ die Nierenfunktion bei Lauda nach. 1997 spendete ihm sein Bruder Florian und 2005 seine Partnerin Birgit eine neue Niere. In Spielberg stieg Lauda beim Legenden-Rennen 2015 noch einmal in seinen Weltmeister-McLaren von 1984. Niki Lauda war stets auch ein gern gesehener Gast bei diversen Charity-Events. Hier machte er mit seinem Freund Bernie Ecclestone die Streif in Kitzbühel unsicher. Lauda war immer wieder für einen flotten Spruch gut: "Völliger Schwachinn" und "vollkommen logisch" sind mittlerweile Kult. Lauda fuhr auch in den vergangenen Jahren immer noch Legenden-Rennen, hier im Ferrari in Monaco. Beim Fernsehsender RTL war Lauda 21 Jahre lang als Experte tätig. Im November 2017 gab er seinen TV-Rücktritt bekannt. Hier interviewte er Sebastian Vettel. Zuletzt war Lauda als Vorstandsvorsitzender des Mercedes Formel-1-Teams tätig. Im Jänner 2016 übernahm Lauda mit seiner NL Holding GmbH die Amira Air und taufte sie in Laudamotion um. Die Formel-1-Legende war also erneut unter die Airliner gegangen. Am 2. August 2018 der Schock! Niki Lauda musste im Wiener AKH eine neue Lunge transplantiert werden. Er schwebte lange in Lebensgefahr. Sein altes Leben musste Lauda aufgeben, zu den vielen verbotenen Dingen zählten auch Fliegen und Stress. Zweieinhalb Monate nach der Transplantation durfte Lauda das Wiener AKH am 24. Oktober 2018 wieder verlassen. Niki Lauda wurde 70 Jahre alt. In der Nacht auf den 21. Mai 2019 verstarb die F1-Legende an den Folgen seiner Lungentransplantation des Vorjahres. Er hatte den Eingriff nie ganz überwunden.

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Helmut Uhl, Reporter bei der "Bild"-Zeitung veröffentlichte zum Tod von Niki Lauda einen berührenden Nachruf. Darin beschreibt er den Menschen Niki Lauda, aber auch den Rennfahrer.

"Niemals Gefühle zeigen!" Mit diesem Credo wurde er dreimal Formel-1-Weltmeister und erfolgreicher Geschäftsmann. Doch deshalb zerbrach auch seine erste Ehe mit Marlene Knaus nach 15 Jahren.

Stur sei er gewesen. "Ich hab' schnell mitgekriegt, dass du in der Formel 1 nur als Ego-Künstler überleben und erfolgreich sein kannst", hat Lauda einmal gesagt. Und auch so gelebt.

Auch Freunde wollte er lange Zeit keine. Bis er seine spätere Frau Birgit traf. „Sie ist meine Frau aber auch mein Freund. Mein bester Freund“, erklärt er gegenüber dem "Bild"-Reporter bei einem Formel-1-Rennen.

"Die werden sich wundern, ich geh doch nicht fort"

Bei seinem schweren Unfall am Nürburgring 1976 blickte er dem Tod bereits ins Auge: "Ich hab' ja alles mitgekriegt und mir gedacht: Die werden sich wundern, ich geh doch nicht fort. Ich will weiterleben."

Niki Lauda war ein Kämpfer. Die Geburt seiner Zwillinge ließ ihn wieder aufblühen. Max und Mia schickten ihm Videos, wenn er auf der ganzen Welt unterwegs war.

Und einmal zeigte er dem "Bild"-Redakteur ein Video auf seinem Smartphone: „Schau, die Birgit hat mir die See-Bestattung von meinem Freund Angel Nieto geschickt. Dreizehnmal Motorrad-Weltmeister. Eine Frau fährt ihm rein. Schädeltrauma. Tot.“

Lauda weinte und sagte: „So könnte ich mir das später auch vorstellen."

Die besten Bilder von Niki Lauda


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ein Ehrengrab am 21.05.2019 20:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ist wohl das Mindeste

    Was einem Mann dieser Kathegorie zuzugestehen ist

  • Ein Freund am 24.05.2019 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Trauer um Niki

    Bin einfach nur traurig, für mich gibt es heute kaum noch Vorbilder! Nicki du wirst mir unendlich fehlen!!! Machs gut mein Freund, ruhe in Frieden!!!!

  • Herr Schierl am 21.05.2019 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Warum auf See?

    Da Onkel hat glaubt, er kann dir am Stammersdorfer Friedhof hint nach gehn... auf See?!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ein Freund am 24.05.2019 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Trauer um Niki

    Bin einfach nur traurig, für mich gibt es heute kaum noch Vorbilder! Nicki du wirst mir unendlich fehlen!!! Machs gut mein Freund, ruhe in Frieden!!!!

  • Ein Ehrengrab am 21.05.2019 20:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ist wohl das Mindeste

    Was einem Mann dieser Kathegorie zuzugestehen ist

  • Geiz ist geil am 21.05.2019 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    Mit Geld kann man nicht alles richten

    Wie stelle ich mir das vor? Vermutlich am Besten auf Kosten eines Anderen.

  • Herr Schierl am 21.05.2019 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Warum auf See?

    Da Onkel hat glaubt, er kann dir am Stammersdorfer Friedhof hint nach gehn... auf See?!