25. März 2020 17:52; Akt: 25.03.2020 17:52 Print

Darum ist Alaba von den Bayern enttäuscht

David Alaba beauftragt einen Star-Agenten, um seine berufliche Zukunft zu klären. Eine Vertrags-Verlängerung bei den Bayern ist nicht in Stein gemeißelt. Haben die Münchner ihr Wort gebrochen?

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Die Champions League wurde in der Saison 1992/93 gegründet. 27 Final-Spiele hat es bereits gegeben. Einige mit rot-weiß-roter Beteiligung. zeigt die besten Momente. Im Jahr 1992 löste die Champions League den Europapokal der Landesmeister ab. Das erste Finale stieg am 26. Mai 1993 im Münchner Olympiastadion. Marseille besiegte den AC Milan mit 1:0. Das Goldtor erzielte Basile Boli. Hier bejubelt Franck Sauzee den Premieren-Titel. Kapitän der Franzosen war Didier Deschamps, der Trainer hieß Raymond Goethals. 1994 schlug der AC Milan (im Bild Savicevic gegen Guardiola) zu. Die Italiener fertigten Barcelona in Athen vor 70.000 Fans mit 4:0 ab. Massaro (2), Savicevic und Desailly schossen die Tore für die von Fabio Capello trainierten Mailänder. Die Milan-Spieler stemmen den Pokal in den Athener Nachthimmel. Am 24. Mai 1995 war das Wiener Ernst-Happel-Stadion Schauplatz des Champions-League-Finales. Ajax Amsterdam traf auf den AC Milan. Ein Tor von Kluivert (85.) brachte Ajax den Sieg. Tormann Edwin van der Sar jubelt vor 49.730 Fans mit der Trophäe. Ajax-Coach Louis van Gaal mit seinem finnischen Star-Spieler Jari Litmanen. 1996 schaffte es Titelverteidiger Ajax erneut ins Finale, das diesmal in Rom ausgetragen wurde. Gegner war Juventus Turin. Die Ajax-Fans feierten während der Partie, die nach 90 Minuten 1:1 stand. Ravanelli (12.) und Litmanen (41.) hatten getroffen. In der Verlängerung fielen keine Tore. Das Elfer-Schießen musste entscheiden. Juventus hatte das bessere Ende für sich. Hier pariert Goalie Angelo Peruzzi den entscheidenden Elfer von Sonny Silooy. Auch Edgar Davids, der damals noch für Ajax kickte, vergab. 1997 stieg das Endspiel erneut in München. Dortmund nahm es mit Juventus Turin auf. Der BVB gewann mit 3:1. Karl-Heinz Riedle traf im Doppelpack, Lars Ricken machte alles klar. Für Juve netzte Alessandro Del Piero zum zwischenzeitlichen 1:2. Tragischer BVB-Held war Wolfgang Feiersinger. Der ÖFB-Legionär wurde von Coach Ottmar Hitzfeld nicht in den Kader einberufen. Die Feier mit Andreas Möller ließ er sich dennoch nicht entgehen. 1998 sicherte sich Real Madrid den ersten Champions-League-Pokal. 1:0 gewannen die Spanier das Finale gegen Juventus. Das Goldtor in der Amsterdam-Arena erzielte Predrag Mijatovic (67.). Hier jubelt Kapitän Manolo Sanchis. 1999 folgte das vielleicht legendärste Finale überhaupt. Manchester United besiegte in Barcelona den FC Bayern München mit 2:1. Das Besondere: Die Deutschen führten dank Mario Basler (6.) lange mit 1:0. Doch im Finish drehten Teddy Sheringham (91.) und Ole Gunnar Solskjaer (93.) die Partie. Bei David Beckham und Co. kannte die Freude keine Grenzen mehr. Die Bayern rund um Oliver Kahn hingegen waren am Boden zerstört. Das erste Finale im neuen Jahrtausend gewann Real Madrid gegen Valencia mit 3:0. Morientes (39.), McManaman (67.) und Raul (75., l.) erzielten die Tore im Pariser Stade de France. 2001 durften dann auch die Bayern erstmals jubeln. Die Münchner setzten sich in Mailand gegen Valencia im Elferschießen durch. 1:1 stand es nach der regulären Spielzeit. Mendieta hatte die Spanier per Elfer in Führung gebracht (3.), Effenberg (50.) glich aus. Im Elfmeterschießen hielt Oliver Kahn drei von sieben Versuchen. Sein Gegenüber Santiago Canizares "nur" zwei. Im Wissen, wie sich ein verlorenes Endspiel anfühlt, spendete Kahn dem Valencia-Keeper Trost. 2002 schlug wieder die Stunde von Real. Raul (8.) und Zinedine Zidane (45.) trafen beim 2:1-Sieg gegen Leverkusen. Gespielt wurde in Glasgow vor 51.456 meist gut gelaunten Anhängern. Ein rein italienisches Finale sahen 63.000 Fans am 28. Mai 2003 in Manchester. Juventus traf auf den AC Milan. In einer über weite Strecken von Taktik geprägten Partie setzte sich im Elfmeterschießen der AC Milan durch. Filippo Inzaghi verlor vor Freude seine Hose. 2004 coachte Jose Mourinho überraschend den FC Porto zum Titelgewinn. 3:0 gewann das Team gegen den AC Monaco. Goalie Vitor Baia und Co. nahmen den Pokal in der Arena AufSchalke entgegen. 2005 war Istanbul der Schauplatz eines weiteren legendären Endspiels. Der AC Milan sah gegen Liverpool zur Pause wie der sichere Sieger aus, führte dank Maldini (1.) und Crespo (39., 44.) mit 3:0. Nach dem Wechsel drehten dann die Briten auf. Gerrard (54.), Smicer (56.) und Alonso (60.) glichen in wenigen Minuten aus. Die Entscheidung musste im Elferschießen fallen. Die "Reds" behielten die Nerven, verwerteten drei von vier Versuchen. Beim AC Milan vergaben Serginho, Pirlo und Schewtschenko. Wir schreiben das Jahr 2006. Barcelona steht im Endspiel, trifft im Stade de France auf Arsenal - und gewinnt mit 2:1. Eto'o (76.) und Belletti (81.) drehen die Partie im Finish. Campbell (37.) hatte die "Gunners" lange vom großen Wurf träumen lassen. 2007 war wieder der AC Milan an der Reihe. Filippo Inzaghi erzielte gegen Liverpool einen Doppelpack (45., 82.), der Anschlusstreffer von Dirk Kuyt kam zu spät (89.). Die von Carlo Ancelotti trainierten Italiener gewannen mit 2:1. Matchwinner Filippo Inzaghi feiert mit den Fans seinen Doppelpack. Zurück in Mailand, wurden die "Rossoneri" von Tausenden Fans empfangen. 2008 trat erstmals ein gewisser Cristiano Ronaldo in Erscheinung. Manchester United setzte sich in einem spannenden Endspiel gegen Chelsea erst im Elferschießen durch. Ronaldo traf zum 1:0 (26.), Lampard glich mit dem Pausenpfiff aus (45.). Dabei blieb es bis zur 120. Minute. Im Elfmeterschießen hielt Chelsea-Goalie Petr Cech den Versuch von Ronaldo. Auf der Gegenseite vergaben aber gleich zwei Spieler - John Terry und Nicolas Anelka. Die "Red Devils" holten somit den Titel. Im Jahr darauf, also 2009, durfte dann auch Lionel Messi seinen ersten Champions-League-Titel bejubeln. Barcelona gewann gegen Manchester United mit 2:0. Eto'o und Messi erzielten die Treffer im Olympiastadion von Rom. 2010 duellierten einander der FC Bayern München und Inter Mailand. Die Italiener gewannen in Madrid dank eines Doppelpacks von Diego Milito (l.) mit 2:0. Bei den Siegern unter Vertrag: Marko Arnautovic. Der blutjunge ÖFB-Legionär spielte keine Minute, feierte den Titel aber wie ein Großer. 2011 lautete das Endspiel erneut Barcelona gegen Manchester United. Diesmal wurde im Londoner Wembley Stadion gekickt. Wieder hieß der Sieger Barcelona. Die Katalanen gewannen vor 87.600 Zuschauern mit 3:1. Pedro (27.), Messi (54.) und Villa (69.) sowie Rooney (34.) sorgten für die Highlights. 2012 trug sich mit Chelsea ein neuer Name in die Siegerliste ein. Die "Blues" schockten die Bayern, gewannen im Elferschießen. Müller hatte die Münchner im "Finale dahoam" spät mit 1:0 in Führung geschossen (83.). Didier Drogba glich noch später zum 1:1 aus (88.). Im "Shootout" gingen die Bayern mit 3:1 in Führung, sahen wie der sichere Sieger aus. Das Jahr 1999 lässt grüßen. Doch dann hielt Cech den Elfer von Olic, Schweinsteiger (l.) scheiterte am Pfosten. Bei Chelsea behielten Lampard, Cole und Drogba die Nerven. Der Sieg der Blues war perfekt. 2013 atmeten die Bayern auf. Sie gewannen in London das rein deutsche Finale gegen Dortmund mit 2:1. Mandzukic (60.) traf zum 1:0, Gündogan glich per Foulelfer aus (68.). Als viele bereits mit einer Verlängerung rechneten, besorgte Robben das späte Goldtor für die Münchner (89.). Zur Freude von David Alaba, der seinen ersten (und bislang einzigen) Champions-League-Titel eroberte. Danach begann die spanische Herrschaft. Real Madrid gewann 2014 gegen Stadtrivale Atletico nach Verlängerung mit 4:1. Diesmal ereilte Atletico das "Bayern-Schicksal". Godin brachte den Außenseiter mit 1:0 in Führung (36.). Diese hielt lange, sehr lange. Doch in allerletzter Sekunde glich Sergio Ramos zum 1:1 aus (93.) - das bedeutete Verlängerung. Nun hatte das "weiße Ballett" leichtes Spiel. Bale (110.), Marcelo (118.) und Ronaldo (120./Elfer) stellten auf 4:1. 2015 jubelte der andere Topklub aus Spanien, nämlich Barcelona. Im Berliner Olympiastadion setzten sich Messi und Co. gegen Juventus Turin mit 3:1 durch. Die Torfolge: Rakitic erzielte das 1:0 für Barcelona (4.), Morata glich zum 1:1 aus (55.). Suarez brachte die Katalanen erneut in Führung (60.), Neymar machte den Deckel drauf (97.). 2016 hieß das Finale erneut Real Madrid gegen Atletico. Und wieder siegte der Favorit, erneut ging es eng her. Ramos traf in Mailand zum 1:0 (15.), Carrasco glich aus (79.). Die Verlängerung blieb torlos. Das Elferschießen gewann Real mit 5:3. Der letzte Versuch blieb natürlich Ronaldo vorbehalten, der vor Freude zwar nicht aus der Haut, aber zumindest aus dem Trikot fuhr. Eine Träne im Auge hatte Fernando Torres. Die Elfer verschossen aber andere, nämlich Juanfran und Griezmann. 2017 geschah Historisches. Zum ersten Mal überhaupt konnte eine Mannschaft den Titel verteidigen. Sprich: Erneut gewann Real den Titel. In Cardiff (Wales) wurde Juventus mit 4:1 deklassiert. Superstar Ronaldo glänzte mit einem Doppelpack. Für "CR7" war es bereits der vierte Champions-League-Titel. Real gelang sogar der Titel-Hattrick! 2018 gewannen Ronaldo und Co. in Kiew gegen Liverpool mit 3:1. Matchwinner war einerseits Gareth Bale, der doppelt traf, aber auch "Reds"-Goalie Loris Karius, dem katastrophale Fehler unterliefen. Das Ehrentor erzielte übrigens Ex-Salzburger Sadio Mane. Gareth Bale mit der Siegermedaille. Der Waliser stahl ausnahmsweise Ronaldo die interne Show. 2019 schlug dann endlich die große Stunde von Liverpool. Die von Jürgen Klopp gecoachten "Reds" setzten sich im britischen Showdown gegen Tottenham mit 2:0 durch. Salah (2.) und Origi (87.) netzten. Jürgen Klopp bildlich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Bleibt die Frage: Wer holt 2020 den Titel? Fakt ist: Salzburg nicht. Die "Bullen" spielten zwar eine bärenstarke Gruppenphase, mussten sich hinter Liverpool und Napoli aber mit Rang drei begnügen. Das Finale steigt jedenfalls am 30. Mai in Istanbul.

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Mehr als 370 Pflichtspiele hat David Alaba für die Bayern bereits bestritten. Die meisten davon als Linksverteidiger, in jüngster Vergangenheit lief der 27-Jährige als Abwehrchef auf.

Doch eigentlich schwebt dem ÖFB-Star die Position des "Sechsers" vor. Laut "Sport Bild" soll Alaba bei seiner Vertragsverlängerung 2016 sogar ausverhandelt haben, im defensiven Mittelfeld eine faire Chance zu bekommen. Die Bayern-Führung habe eingewilligt.

Die Realität sieht jedoch anders aus. Denn nicht Alaba, sondern Joshua Kimmich wurde vom Außenverteidiger zum Zentrums-Spieler umfunktioniert.

Ein Umstand, der dem Österreicher sauer aufstößt – und der schlussendlich sogar zum Bayern-Abschied führen könnte. Denn der Vertrag von Alaba läuft 2021 aus. Die Verhandlungen über die Zukunft beginnen in Kürze. Der 72-fache Nationalspieler beauftragt Star-Agent Pini Zahavi, das Heft in die Hand zu nehmen. Der Israeli verhalf bereits Robert Lewandowski zu einem Millionen-Deal bei den Bayern und wickelte den 222-Millionen-Euro-Transfer von Neymar zu Paris Saint-Germain ein.



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(red)

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