Zum Bundesliga-Start

10. Januar 2018 21:33; Akt: 10.01.2018 21:33 Print

Stöger und Hasenhüttl rocken Gehalts-Rangliste

Anpfiff! Am Freitag startet die deutsche Bundesliga in die Frühjahrssaison. Für Diskussionen sorgt die Gehaltsrangliste der Bundesliga-Trainer.

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Der Aufstieg von Peter Stöger: Vom Bundesliga-Kicker bis zum Coach von Borussia Dortmund. Peter Stöger startete seine Fußballer-Karriere beim Favoritner AC. Über Worwärts Steyr kam der Wiener 1987 zur Vienna. Hier zog er unter Coach Ernst Dokupil gemeinsam mit Rapid-Leihgabe Andreas Herzog die Fäden im Mittelfeld. Und empfahl sich für höhere Aufgaben. 1988 startet Peter Stöger so richtig durch. Der damals 22-Jährige wird als Nachfolger von Spielmacher Herbert Prohaska zur Wiener Austria geholt. Mit den Veilchen wird der Mittelfeldspieler drei Mal Meister. Nach einem Gastspiel in Tirol wechselt Stöger 1995 zum Austria-Erzrivalen Rapid Wien. Mit den Hütteldorfern wird er Meister und erreicht das Finale des Europacups der Cupsieger. Stöger debütierte 1988 im österreichischen Nationalteam und bestritt 65 Spiele für den ÖFB. Dabei erzielte er 15 Tore. Höhepunkt der Team-Karriere war die WM 1998. Stöger kam in zwei Spielen zum Einsatz. Über den LASK kam Stöger 1998 zur Austria zurück. Bei den Favoritnern konnte er nicht an alte Erfolge anschließen. 2004 hängte Peter Stöger die Fußballschuhe nach einem Engagement beim Zweitliga-Klub SC Untersiebenbrunn an den Nagel. 2005 folgte die Rückkehr zu "seiner" Austria. Stöger begann als Manager des Amateurteams, übernahm dann mit Frenkie Schinkels als Trainer-Duo die Veilchen. Ende 2005 zog er sich zurück, leitete die Geschicke der Wiener als Sportdirektor. 2006 durfte Stöger erstmals als Sportdirektor jubeln. Gemeinsam mit Schinkels führte er die Austria zum Titel. 2007 startete Stöger so richtig als Trainer durch. Als Coach und Sportdirektor in Personalunion führte er die Vienna in die zweithöchste Spielklasse. Von der Vienna ging es für eine Saison zum Grazer AK. Der Vertrag wurde schließlich einvernehmlich aufgelöst, als Stöger ein Bundesliga-Angebot bekam. 2011 folgte das erste Bundesliga-Engagement beim SC Wiener Neustadt. Stöger hielt mit den Niederösterreichern die Klasse und empfahl sich so für höhere Aufgaben. Und die folgte im Sommer 2012! Peter Stöger kehrte zur Wiener Austria zurück. Eine Zusammenarbeit, die von Erfolg gekrönt war. Dabei war der Wunschkandidat von Austria-Sportdirektor Thomas Parits Franco Foda gewesen. Kurios war das erste Treffen. Stöger kam in die Austria-Geschäftsstelle, um einen Spielertransfer zu verhandeln. Da sprach ihn Parits an. Besonders pikant: Stöger feierte die Titel-Party ausgerechnet in Salzburg. Neben ihm lehnte der Meisterteller auf der Trainerbank. Die "Bullen" hatten eine Provokation gewittert. Stöger führte die Austria zum Meistertitel mit dem Punkterekord von 82 Zählern. Bis heute ungebrochen. Mit dem Meistertitel im Gepäck folgte der Karrieresprung nach Deutschland. Peter Stöger übernahm im Sommer 2013 den 1. FC Köln. Stöger und Freundin Ulrike Kriegler wurden zum Society-Traumpaar im Kölner Fußball. Der Erfolgslauf von Peter Stöger setzte sich mit dem 1. FC Köln fort. Gleich in der ersten Saison (2014) führte er den "Effzeh" als Zweitliga-Meister in die Bundesliga zurück. Zu Köln gehört einfach der Karneval! So auch für Peter Stöger, der sich auch in die Rosenmontags-Umzüge mischte. Hier als Muskelmann verkleidet. Im Herbst 2017 führte Stöger die Kölner erstmals seit 25 Jahren wieder in den Europacup. In der Gruppenphase der Europa League kam es zum Duell mit Arsenal London und dem Trainer-Urgestein Arsene Wenger. Das Heimspiel in Köln konnte der "Effzeh" sogar mit 1:0 für sich entscheiden. Am 2. Dezember 2017 endete die Ära von Peter Stöger in Köln. Unmittelbar nach dem 2:2-Remis auf Schalke wurde er entlassen. Noch im Stadion verabschiedete er sich von den mitgereisten Kölner Fans. Stöger holte in 14 Spielen nur drei Unentschieden. Sein Vertrag wäre noch bis 2020 gelaufen. Gerade einmal eine Woche später folgte der Paukenschlag! Peter Stöger wurde nach der Entlassung von Peter Bosz als neuer Dortmund-Trainer vorgestellt. Gegen Mainz gab es gleich einen Einstand nach Maß! Bei Stögers Premiere gewann der BVB mit 2:0.

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Der deutsche Fußball erwacht aus dem Winterschlaf. Mit dem Duell Bayer Leverkusen gegen Bayern München steigt am Freitag (20.30 Uhr, live Sky und ZDF) gleich ein Kracher. Teamkapitän Julian Baumgartlinger hofft auf einen Einsatz im defensiven Mittelfeld des Werksklubs, David Alaba ist bei den Münchnern, die den 28. Titel anpeilen, gesetzt.

23 ÖFB-Legionäre stehen zum Rückrunden-Start im Kader der 18 Bundesligisten, damit ist Österreich der Exportschlager Nummer eins. Dazu kommen mit Peter Stöger (Dortmund) und Ralph Hasenhüttl (Leipzig) zwei Trainer bei Spitzenklubs.
Für Diskussionen bei unseren Nachbarn sorgt die von der "Bild" veröffentlichte Gehalts-Rangliste.

Gehalt der deutschen Bundesliga-Trainer
1. Jupp Heynckes – Bayern München, 12 Millionen Euro
2. Peter Stöger – Dortmund, 3 Millionen Euro (für halbes Jahr)
3. Dieter Hecking – Mönchengladbach, 2,5 Millionen Euro
4. Ralph Hasenhüttl – RB Leipzig, 2 Millionen Euro
4. Julian Nagelsmann – Hoffenheim, 2 Millionen Euro
6. Markus Gisdol – Hamburg, 1,9 Millionen Euro
7. Martin Schmidt – Wolfsburg, 1,5 Millionen Euro
7. Niko Kovac – Frankfurt, 1,5 Millionen Euro
7. André Breitenreiter – Hannover, 1,5 Millionen Euro
10. Heiko Herrlich – Leverkusen, 1,3 Millionen Euro
11. Domenico Tedesco – Schalke, 1,2 Millionen Euro
12. Sandro Schwarz –Mainz, 1 Millionen Euro
13. Pál Dárdai, Hertha BSC – 900.000 Euro
14. Christian Streich – Freiburg, 800.000 Euro
14. Hannes Wolf – Stuttgart, 800.000 Euro
16. Manuel Baum – Augsburg, 750.000 Euro
17. Florian Kohfeldt– Werder Bremen, 200.000 Euro
18. Stefan Ruthenbeck – Köln, 100.000 Euro

Peter Stöger kassiert drei Millionen Euro für sechs Monate Vertrag beim BVB. Das ergibt ein hoch gerechnetes Jahresgehalt von sechs Millionen Euro. Damit ist er hinter Bayern-Coach Jupp Heynckes (12 Millionen Euro) die Nummer zwei in Deutschland.
Stöger-Nachfolger Stefan Ruthenbeck muss sich in Köln mit 100.000 € zufrieden geben.
Ralph Hasenhüttl liegt mit zwei Millionen Euro auf Rang vier der deutschen Gehalts-Rangliste.

(Heute Sport)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 10.01.2018 21:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unbezahlbar?!

    Die Deutschen lassen sich die Verdienste von unseren Ösis, wie sie uns nennen, schön was kosten!

  • Mimi am 11.01.2018 11:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gagen???

    Wenn man die Gehälter mancher Kicker liest sind das Trinkgelder.12 Mio für einen ,wenn auch guten Trainer sind schon sehr heftig.

  • seven am 10.01.2018 23:37 Report Diesen Beitrag melden

    langweilig

    In der langweiligsten Liga Europas sieht man sogar am Trainergehalt wer seit Jahrzehnten Meister wird und dominiert.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mimi am 11.01.2018 11:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gagen???

    Wenn man die Gehälter mancher Kicker liest sind das Trinkgelder.12 Mio für einen ,wenn auch guten Trainer sind schon sehr heftig.

  • seven am 10.01.2018 23:37 Report Diesen Beitrag melden

    langweilig

    In der langweiligsten Liga Europas sieht man sogar am Trainergehalt wer seit Jahrzehnten Meister wird und dominiert.

  • Peter am 10.01.2018 21:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unbezahlbar?!

    Die Deutschen lassen sich die Verdienste von unseren Ösis, wie sie uns nennen, schön was kosten!