Schwere Verletzung

14. März 2019 16:28; Akt: 14.03.2019 16:32 Print

Bittere Gewissheit: Hütter erlitt einen Kreuzbandriss

Die Diagnose bei Conny Hütter ist da! Nach ihrem Sturz in Soldeu erlitt die Steirerin einen Kreuzbandriss im linken Knie und muss lange pausieren.

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Siege, Spektakel, Stürze, Kampf um WM-Startplätze - die Ski-Saison 2018/19 hat einiges zu bieten. Mit der "Heute"-Fotoshow sind Sie stets im Bilde und behalten Rennen für Rennen den Überblick. Die Saison begann mit einem Paukenschlag. Lindsey Vonn kündigte an, am Ende des Winters ihre Karriere zu beenden. Letztes Ziel: Der Sieg-Rekord von Ingemar Stenmark. Vier Erfolge fehlten zu Saisonbeginn auf die Bestmarke (86 Siege). Die Ski-Saison startete wie üblich Ende Oktober mit dem Riesentorlauf von Sölden. Während das Herren-Rennen abgesagt werden musste, konnten die Damen wie geplant fahren. Den Sieg eroberte Tessa Worley (Fr) vor Federica Brignone (It) und Superstar Mikaela Shiffrin (US). Beste ÖSV-Dame: Stephanie Brunner auf Rang fünf. 1. Tessa Worley (Fr) 2. Federica Brignone (It) 3. Mikaela Shiffrin (US) Beim ersten Saison-Slalom in Levi (Fin) schlug Shiffrin zu. Die Titelverteidigerin im Gesamt-Weltcup gewann ihr 44. Rennen - im Alter von zarten 23 Jahren. Erfreulich aus ÖSV-Sicht: Bernadette Schild wedelte als Dritte aufs Podest. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Petra Vlhova (Svk) Der Ski-Tross übersiedelte in der Folge an die US-Ostküste nach Killington. Erneut waren die Technikerinnen gefragt. Federica Brignone (l.) sicherte sich den Riesentorlauf. Stephanie Brunner eroberte Rang drei - im 70. Rennen der erste Podestplatz überhaupt für die 24-Jährige und das erste ÖSV-Stockerl im Riesentorlauf seit März 2016. 1. Federica Brignone (It) 2. Ragnhild Mowinckel (Nor) Den anschließenden Slalom am 25. November holte - wie könnte es anders sein - Mikaela Shiffrin, die ihren 34. Weltcup-Torlauf gewann. Damit war sie nur noch einen Triumph von der Bestmarke von Marlies Schild entfernt. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Petra Vlhova (Svk) 3. Frida Hansdotter (Swe) Schlechte Nachrichten kamen von Lindsey Vonn. Die US-Läuferin stürzte im Training und verletzte sich dabei am Knie. Schweren Herzens musste die 34-Jährige ihre Starts auf ihrer Lieblingsstrecke in Lake Louise absagen. Hier feierte sie bereits 18 (!) Siege. Dafür zeigen die ÖSV-Damen in Kanada groß auf! In der ersten Abfahrt von Lake Louise feierte Super-G-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer ihren Debütsieg im Weltcup. 2. Michelle Gisin (Sz) 3. Kira Weidle (D) In dieser Tonart ging es weiter. Nicole Schmidhofer holte das "Double", gewann als erste Österreicherin seit 20 Jahren das Abfahrts-Doppel in Lake Louise. Conny Hütter fixierte als Zweite den ersten ÖSV-Downhill-Doppelsieg seit elf Jahren. 3. Michelle. Gisin (Sz) Aus der Ferne staubte auch Vonn wieder einige Schlagzeilen ab. Die Piste in Lake Louise wurde nach ihr benannt. Ab sofort sind die Läuferinnen am "Lake Lindsey Way" unterwegs. Passend dazu kündigte die US-Ski-Queen an, 2019 doch noch einmal in ihrem "Wohnzimmer" starten zu wollen. Das Thema Karriereende ist damit aufgeschoben. Am 2. Dezember 2018 schrieb Mikaela Shiffrin in Lake Louise Ski-Geschichte. Sie gewann erstmals einen Super-G und war damit die erst siebente Läuferin, die in allen Bewerben gewonnen hat. Vor ihr schafften nur Petra Kronberger, Pernilla Wiberg (Swe), Janica Kostelic (Kro), Anja Pärson (Swe), Lindsey Vonn (US) und Tina Maze (Slo) dieses Kunststück. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Ragnhild Mowinckel (Nor) 3. Viktoria Rebensburg (D) Shiffrin behielt ihre Mega-Form - und legte in St. Moritz gleich den nächsten Super-G-Erfolg nach. "Wenn es so läuft wie derzeit, liebe ich diesen Bewerb", jubelte sie. Aus ÖSV-Sicht verlief das Rennen nicht nach Wunsch. Nicole Schmidhofer belegte Platz neun. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Lara Gut-Behrami (Sz) 3. Tina Weirather (Lie) Der Siegeszug von Shiffrin fand auch im Parallelslalom von St. Moritz seine Fortsetzung. Die Amerikanerin ließ sich weder vom dichten Schneefall, noch von einem Schnitzer im Finale gegen die Slowakin Petra Vlhova stoppen. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Petra Vlhova (Svk) 3. Wendy Holdener (Sz) Bitter: Die geplanten Speed-Rennen in Val d'Isere (14. bis 16. Dezember) fielen ins Wasser. Schlechte Nachrichten kamen von Cornelia Hütter. Eine Untersuchung ergab, dass das Speed-Ass bereits in Lake Louise eine Knorpelfraktur an der rechten Oberschenkelrolle erlitt - mindestens fünf Wochen Pause! Für die Speed-Damen ging der Weltcup in Gröden weiter, wo auf der verkürzten Saslong eine Abfahrt am Programm stand. Der Sieg ging an Weltmeisterin Ilka Stuhec (Slo), die damit erstmals nach ihrem Kreuzbandriss im Oktober 2017 gewann. 1. Ilka Stuhec (Slo) 2. Nicol Delago (It) Am nächsten Tag folgte ein Super-G. Erneut triumphierte Stuhec, die sich das Double sicherte. Nicole Schmidhofer raste zeitgleich mit Tina Weirather (Lie) um fünf Hundertstel am Sieg vorbei. 1. Ilka Stuhec (Slo) 2. Tina Weirather (Lie) In Courchevel (Fr) gingen anschließend die "Shiffrin-Festspiele" weiter. Im Riesentorlauf fing die US-Amerikanerin Viktoria Rebensburg (D) ab - 49. Weltcup-Sieg. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Viktoria Rebensburg (D) 3. Tessa Worley (Fr) Der Siegeszug von Shiffrin ging weiter. Die 23-Jährige gewann auch den Slalom von Courchevel. Es war der 50. Weltcupsieg für die US-Amerikanerin. Mit dem Triumph stellte sie den Rekord von 35 Slalom-Erfolgen von Marlies Schild ein. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Petra Vlhova (Svk) 3. Frida Hansdotter (Swe) Zwischen Weihnachten und Silvester gastierte der Damen-Weltcup traditionell in Österreich. Am Semmering stieg eine Ski-Party mit 20.000 begeisterten Fans. Und die bejubelten Petra Vlhova! Denn die Slowakin gewann ihr fünftes Weltcuprennen - den ersten Riesentorlauf. 1. Petra Vlhova (Svk) 2. Viktoria Rebensburg (D) 3. Tessa Worley (F) Tags darauf schlug Mikaela Shiffrin zurück! Im Riesentorlauf noch auf Rang fünf zurückgefallen, führte im Slalom kein Weg an der US-Amerikanerin vorbei. Shiffrin holte ihren 51. Weltcupsieg und zog an Alberto Tomba vorbei, ließ mit dem 36. Erfolg im Slalom auch Marlies Raich hinter sich. 1. Mikaela Shiffrin (USA) 2. Petra Vlhova (Svk) 3. Wendy Holdener (Ch) 4. Katharina Liensberger 5. Katharina Truppe Am Neujahrstag folgte die nächste Runde im Duell zwischen Petra Vlhova und Mikaela Shiffrin. Im Parallel-Slalom von Oslo setzte sich die Slowakin im Endlauf durch. Ihr zweiter Weltcupsieg in nur fünf Tagen. 1. Petra Vlhova (Svk) 2. Mikaela Shiffrin (USA) 3. Wendy Holdener (Ch) 9. Katharina Truppe 9. Bernadette Schild 9. Katharina Liensberger Die Ski-Queen Mikaela Shiffrin hat wieder zugeschlagen! Beim Slalom-Klassiker in Zagreb setzte sich die US-Amerikanerin mit überlegenem Vorsprung von 1,25 Sekunden auf Petra Vlhova zum insgesamt vierten Mal die Kristallkrone auf. Bernadette Schild vergab eine Top-Platzierung im ersten Lauf, wurde Achte. 1. Mikaela Shiffrin (USA) 2. Petra Vlhova (Svk) 3. Wendy Holdener (Ch) Mikaela Shiffrin Ein kleine Überraschung - die sich längst angekündigt hatte - erlebten die Fans beim Flachau-Nachtslalom. Erstmals in dieser Slalom-Saison hieß die Siegerin nicht Shiffrin, sondern Vlhova. 1. Petra Vlhova (Svk) 2. Mikaela Shiffrin (US) Top: ÖSV-Talent Katharina Liensberger fuhr als Dritte erstmals aufs Podest. Sie profitierte von der Disqualifikation von Anna Swenn Larsson (Swe), die eingefädelt hatte. Auf die gute Nachricht folgten im ÖSV-Lager zwei schlechte. Stephanie Brunner erlitt im Training in Italien einen Kreuzbandriss - Saisonende! Keine 24 Stunden später, genauer gesagt am 12. Jänner 2019, erwischte es in Pozza di Fassa auch Anna Veith. Auch sie erlitt einen Kreuzbandriss. Auch für sie war die WM-Saison vorzeitig beendet. Aber: Die Show musste weitergehen. Und das tat sie auch - und zwar am Kronplatz in Südtirol. Ein Riesentorlauf stand am Programm. Siegerin? Erraten, Superstar Shiffrin, die ihren zehnten Saison-Erfolg einfuhr. Die 23-Jährige ließ die Konkurrenz alt aussehen, hatte auf die Zweite 1,21 Sekunden Vorsprung. Beste aus dem arg gebeutelten ÖSV-Team: Ricarda Haaser als Achte. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Tessa Worley (Fr) 3. Marta Bassino (It) Es folgte ein Speed-Block in Cortina. Ramona Siebenhofer wird das Wochenende lange in Erinnerung bleiben. Die Österreicherin feierte in der (verkürzten) Abfahrt ihren ersten Weltcup-Erfolg. 2. Ilka Stuhec (Slo) Die 23-Jährige wiederholte am nächsten Tag das "Kunststück" und legte gleich ihren zweiten Sieg nach. Vier Hundertstel nahm sie Kollegin Nicole Schmidhofer ab. "So einfach geht es offenbar, wenn es wirklich läuft", grinste Siebenhofer. 3. Ilka Stuhec (Slo) Beim Super-G von Cortina ging dann auch Shiffrin wieder an den Start. Die US-Dame lieferte erneut den Beweis ab, dass mit ihr in den schnellen Disziplinen stets zu rechnen ist - sie gewann, ohne Abfahrtstraining in den Beinen. Fein: Tamara Tippler sorgte für das nächste ÖSV-Podest. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Tina Weirather (Lie) Die Schlagzeilen gehörten aber einmal mehr Lindsey Vonn. Die US-Amerikanerin kam nicht ins Ziel und weinte danach im ORF-Interview bittere Tränen. "Ich wollte nicht aufhören, aber ich kann nicht weiter", kündigte sie ihr nahendes Karriere-Ende an. Den ÖSV-Ladies kam das Fehlen von Vonn in Garmisch gelegen. Nicole Schmidhofer, Weltmeisterin von 2017, krallte sich den Sieg im Super-G. Es war ihr erster in dieser Disziplin. 2. Sofia Goggia (It) 3. Lara Gut-Behrami (Sz) Die nächste Premiere gab es 24 Stunden später. Stephanie Venier freute sich über ihren ersten Weltcup-Sieg überhaupt. Die Tirolerin setzte sich in der Abfahrt vor Olympiasiegerin Sofia Goggia aus Italien durch. 2. Sofia Goggia (It) 3. Kira Weidle (D) Das letzte Weltcup-Wochenende vor der WM ging in Maribor über die Bühne. Im Riesentorlauf teilten sich Shiffrin und Vlhova den Sieg. Für die ÖSV-Damen setzte es ein Debakel. 1. Mikaela Shiffrin (US) 1. Petra Vlhova (Svk) 3. Ragnhild Mowinckel (Nor) Und auch im Slalom behielt Shiffrin die Oberhand und fuhr ihren 13. (!) Saisonsieg ein. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Anna Swenn-Larsson (Swe) 3. Wendy Holdener (Sz)

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Conny Hütter ist leider vom Verletzungspech verfolgt. Nach ihrem schweren Sturz im Super-G von Soldeu haben sich die Befürchtungen bestätigt. Die Steirerin erlitt eine schwere Knieverletzung.

Hütter unterzog sich im Klinikum Hochrum einer MR-Untersuchung, bei dieser wurde ein Kreuzbandriss sowie eine Innenband- und Meniskusverletzung im linken Knie diagnostiziert.

Nach der Knorpelfraktur und dem Innenbandeinriss im rechten Knie, ist das bereits die dritte Verletzung in dieser Saison. Hütter wird nun von Dr. Christian Hoser in Innsbruck operiert.


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