10. Mai 2020 14:51; Akt: 10.05.2020 14:51 Print

Kitzbühel-Sieger darf nicht in Österreich trainieren

von Heute.at - Während die rot-weiß-roten Ski-Asse das Schnee-Training schrittweise starten, müssen unsere Nachbarn aus Deutschland noch warten. Aktuell ist ein Ausweichen nach Österreich auch kein Thema.

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Die Verletzten-Liste in der Ski-Saison 2019/20 ist lang. Hannes Reichelt, Bernadette Schild und Manuel Feller sind nur drei von vielen ÖSV-Patienten, die vorübergehend oder sogar den ganzen Winter pausieren mussten. "Heute" hat die Übersicht. Michaela Heider ging mit Nummer 32 in den Super-G von St. Moritz. Sie verlor die Kontrolle, wurde ausgehebelt und überschlug sich in der Luft. Die TV-Wiederholungen (siehe oben) zeigen, dass hohe Kräfte auf das linke Knie der 24-Jährigen wirkten. Heider blieb sichtlich unter starken Schmerzen liegen. Das Rennen war einige Minuten unterbrochen. Die Diagnose: "Nur" ein Außenbandeinriss - sechs Wochen Pause! Ariane Rädler verletzte sich beim Abfahrtstraining in Lake Louise schwer. Die ÖSV-Athletin zog sich einen Kreuzbandriss zu. Ariane Rädler verletzte sich beim Abfahrtstraining in Lake Louise schwer. Die ÖSV-Athletin zog sich einen Kreuzbandriss zu. Manuel Feller meldet sich aus dem Spital in Vail. Er hatte sich Anfang Dezember im Training einen Bandscheibenvorfall zugezogen und fällt auf unbestimmte Zeit aus,... ...es ist der zweite Bandscheibenvorfall seiner Karriere. Den ersten hatte er 2014. Matthias Mayer hatte beim Riesentorlauftraining Anfang Dezember die Schutzengerl an Bord. Der Doppel-Olympiasieger kam bei diesem heftigen Abflug mit leichten Blessuren davon. Drama um Christina Ager. Ende November stürzte die 24-Jährige und zog sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes, einen Einriss des Innen- und Außenmeniskus sowie der Kapsel im rechten Knie zu. Bernadette Schild stürzte in Sölden und wird mit dem Hubschrauber ins Spital geflogen. Bittere Gewissheit: Kreuzbandriss und Saisonaus. Bernadette Schild meldet sich nach ihrem Kreuzbandriss via Insta-Story aus dem Spital. "Es kommen noch viele Winter nach diesem." Sabrina Maier erlitt im Riesentorlauf-Training in Sölden nach einem unspektakulären Sturz einen Kreuzbandriss im linken Knie. Christian Hirschbühl zog sich im Training in Sölden eine Knochenprellung im linken Knie zu. Stephanie Brunner kämpfte sich nach einem Kreuzbandriss zurück, stand vor dem Comeback. Mitte August stürzte sie beim Training in Argentinien und erlebte den nächsten herben Rückschlag. Wieder war das Kreuzband durch, die Saison gelaufen, bevor sie begonnen hatte. Elisabeth Kappaurer zog sich im August einen Schien- und Wadenbeinbruch zu. Hannes Reichelt stürzt in Bormio schwer. Er erlitt einen Riss des vorderen Kreuzbandes und einen knöchernen Ausriss des äußeren Kapselbandkomplexes am rechten Knie. Auch Christopher Neumayer stürzte auf der Stelvio in Bormio schwer und wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert. Die bittere Diagnose: Auch er erlitt einen Kreuzbandriss. Österreichs Abfahrts-Staatsmeister Manuel Traninger kam bei der Europacup-Abfahrt in Wengen zu Sturz. Er erlitt eine Impressionsfraktur, einen Riss des vorderen Kreuzbandes und einen Riss des Außen- und Innenmeniskus im linken Knie. Daniel Meier fädelte beim FIS-Riesentorlauf in Berchtesgaden ein. Dabei riss ihm das Innenband im rechten Knie. Zusätzlich erlitt er eine Knochenprellung im linken Sprunggelenk und eine Gehirnerschütterung. Für Marc Digruber kam das Saison-Ende in Chamonix. Der Niederösterreicher erlitt im Slalom einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie. Auch Stefan Brennsteiner wird Chamonix nicht in positiver Erinnerung behalten. Im Parallel-Riesentorlauf setzte es eine Verletzung des Außenmeniskus und des Knorpels im linken Knie. Auch für ihn ist die Saison beendet. Christine Scheyer muss ihre Saison am 20. Februar vorzeitig beenden. Nach einem Sprung im Training verspürte sie starke Schmerzen im rechten Knie. Genau in diesem Knie hatte sich die Speed-Spezialistin vor knapp 15 Monaten einen Kreuzband- und Innenmeniskusriss sowie eine Impressionsfraktur zugezogen. Die schwarze Serie ging weiter. Bei der Abfahrt in Crans Montana (Sz) verletzte sich ÖSV-Talent Elisabeth Reisinger schwer. Die 23-Jährige, die heuer drei Mal in die Top 10 raste, erlitt bei einem Sturz einen Kreuzbandriss sowie eine Prellung des Schienbeinkopfes. Die Saison ist für sie vorbei.

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Den Deutschen fehlt ein geeigneter Berg, weil sie aktuell nicht auf die Zugspitze dürfen. Sölden und das Kaunertal bleiben im Moment den ÖSV-Läufern vorbehalten.

"Wir hängen hier ein bisschen in Luft, da wir für unsere Vorbereitung im hohen Maße auf Schnee angewiesen sind", sagt DSV-Alpinchef Wolfgang Maier gegenüber der DPA.

Aus Österreich gibt es zwar die Bereitschaft, dass die deutschen Nachbarn bald auf den Gletschern in Tirol fahren dürfen, allerdings spielen die strengen Corona-Regeln da wohl nicht mit.

"Wir wissen wir aktuell nicht, wie es dann nach der Rückkehr mit den Quarantänevorschriften aussieht. Ob wir dann zwei Wochen in die Isolation müssen oder nicht . Dazu äußert sich niemand im Detail", erklärt Maier die Lage.

Auch 2018-Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen darf aktuell nicht auf den geliebten Schnee und das, obwohl er in Österreich wohnt. Dazu müsste Dreßen ein Gasttraining beim ÖSV absolvieren, sowas ist allerdings nicht geplant.


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