"Klima des Missbrauchs"!

13. März 2018 16:38; Akt: 13.03.2018 16:44 Print

Vorwürfe: Diese Ski-Stars unterstützen Charly Kahr

ÖSV-Erfolgcoach Charly Kahr wurde der Vergewaltigung bezichtigt. Jetzt wird der Ex-Trainer von prominenten Ski-Assen unterstützt.

 (Bild: picturedesk.com)

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Ex-ÖSV-Trainer Charly Kahr erhält Rückendeckung, nachdem Missbrauchs-Anschuldigungen den inzwischen 85-jährigen massiv belasten.

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Kurzer Rückblick: Die "Süddeutsche Zeitung" hatte schwere Vorwürfe gegen die einstige Trainerlegende geäußert. In seiner Ära hätte ein "Klima des Missbrauchs“ geherrscht. Kahr wurde der Vergewaltigung bezichtigt – von anonymen Quellen.

Das Solidaitätsschreiben

Jetzt machen sich Ex-Skistars für Charly Kahr stark. Sie haben ihm ein Solidaritätsschreiben zukommen lassen.

"Wir haben erfahren, dass du dich vor Gericht wegen der Beschuldigung von sexuellen Übergriffen wehrst. Das finden wir richtig und wünschen dir, dass dabei deine Unschuld bestätigt wird", heißt es dort.

Zwei Olympiasiegerinnen unterschrieben

Unterzeichnet haben das Schreiben die Olympiasiegerinnen Annemarie Moser-Pröll und Olga Paal, Monika Kaserer, Lea Sölkner, Wiltrud Drexel, Brigitte Habersatter-Totschnig und weitere Weltcup Siegerinnen aus den 1960er und 70er-Jahren.

"Wir haben uns alle sehr darüber geärgert, dass Medien anonymisierte Personen auftreten lassen, die sich plötzlich an Vorkommnisse vor 50 Jahren erinnern wollen und damit dich in einer dich in einer breiten Öffentlichkeit mit heftigen Vorwürfen diskreditieren", stellen die früheren Skiläuferinnen klar.

"Während unserer aktiven Zeit im Rennsport haben wir nie eine negative Wahrnehmung von physischer oder psychischer Gewalt deinerseits erfahren. Du hast uns alle sehr gefordert, was unsere Leistungsbereitschaft und unseren Kampfeswillen betraf, aber niemals durch einen inakzeptablen Umgang. In unserer Erinnerung finden sich Kameradschaft, Freundschaft und Kampfgeist."

Kahr klagt Ex-Rennläuferin

Kahr hat eine ehemalige Vorarlberger Skiläuferin wegen übler Nachrede geklagt, weil diese Annemarie Moser-Pröll eine wütende WhatsApp-Nachricht geschickt hatte, in der sie schwere Vorwürfe gegen Kahr erhob.


(Heute Sport)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • helmar am 13.03.2018 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Die "Anonymen" werden Farbe bekennen

    müssen, und das ist gut so. Denn etwas behaupten und dann unbedingt anonym bleiben wollen, das passt einfach nicht zusammen. Und Kahr hat recht wenn er sich zur Wehr setzt.

  • Klaro am 13.03.2018 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Mutige Schirennläuferinnen

    Ich finde es gut, dass sich nun Zeitzeugen melden, die berichten, dass Charly Kahr sich als Trainer zu ihnen immer korrekt verhalten hat. Dazu gehört bei der aktuellen Me too Stimmung auch Mut dazu. Ich hoffe, dass alles restlos aufgeklärt werden kann - wie immer auch die Wahrheit aussieht. Leider ist die Wahrscheinlichkeit dafür eher gering.

  • Hubert Huber am 15.03.2018 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    Wer ist da involviert?

    Wer mag die ungenannte Vorarlberger Ex-Rennläuferin sein, die offenbar in der Sache involviert ist? Finde die Aktion der Ex-Skistars generell sehr gut und nötig.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hubert Huber am 15.03.2018 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    Wer ist da involviert?

    Wer mag die ungenannte Vorarlberger Ex-Rennläuferin sein, die offenbar in der Sache involviert ist? Finde die Aktion der Ex-Skistars generell sehr gut und nötig.

  • helmar am 13.03.2018 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Die "Anonymen" werden Farbe bekennen

    müssen, und das ist gut so. Denn etwas behaupten und dann unbedingt anonym bleiben wollen, das passt einfach nicht zusammen. Und Kahr hat recht wenn er sich zur Wehr setzt.

  • Klaro am 13.03.2018 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Mutige Schirennläuferinnen

    Ich finde es gut, dass sich nun Zeitzeugen melden, die berichten, dass Charly Kahr sich als Trainer zu ihnen immer korrekt verhalten hat. Dazu gehört bei der aktuellen Me too Stimmung auch Mut dazu. Ich hoffe, dass alles restlos aufgeklärt werden kann - wie immer auch die Wahrheit aussieht. Leider ist die Wahrscheinlichkeit dafür eher gering.