Drama um Flüchtende

26. Juni 2019 10:27; Akt: 26.06.2019 12:36 Print

Vater und Kind tot, sie schafften es nicht in die USA

Im Rio Grande in Mexiko kamen ein 25-Jähriger und seine fast zweijährige Tochter ums Leben. Die beiden wurden von der Strömung des Flusses erfasst.

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Drama am Rio Grande, dem Grenzfluss, der Mexiko von den USA trennt. Am vergangenen Sonntag kamen zwei Personen, ein 25-Jähriger aus El Salvador und dessen nicht ganz zweijährige Tochter, ums Leben, als sie versuchten, Amerika zu erreichen.

Ein Foto von dem Unglück, das im Netz kursiert, erinnert an das Drama des dreijährigen Flüchtlingsjungen Alan K., dessen Leiche im September 2015 an einen türkischen Strand gespült wurde.

Aktuelle Medienberichte stützen sich auf die Aussage der Ehefrau des Verstorbenen. Laut der 21-Jährigen schwamm der Vater mit seiner Tochter ans amerikanische Flussufer und setzte sie dort ab. Danach wollte der Mann zurückschwimmen, um seine Frau zu holen.

Mädchen war schon an Land

Das Mädchen sei seinem Vater gefolgt, wodurch wieder beide im Fluss gewesen sind. Danach seien die beiden von einer Strömung erfasst und mitgerissen worden. Ihre Leichen wurden am Montagmorgen auf der mexikanischen Seite des Flusses entdeckt. Der Fundort soll rund zwei Kilometer von jenem Ort entfernt sein, an dem die beiden zuletzt gesehen wurden.

Laut Angaben der Mutter des Getöteten sei die Familie bereits Anfang April aus El Salvador aufgebrochen und hätte bisher vergebens darauf gewartet, einen Asylantrag in der USA stellen zu können.

Mexiko in der Kritik

In Mexiko steht die Regierung derzeit wegen ihres Umgangs mit Migranten in der Kritik. Der linksgerichtete Präsident Andrés Manuel López Obrador war zuletzt wegen Fotos eines AFP-Journalisten in die Kritik geraten, die zeigten, wie schwer bewaffnete Nationalgardisten zwei geflüchtete Frauen und ein Mädchen in Gewahrsam nehmen.

Obrador sorgte daraufhin mit der Aussage für Irritationen, es sei nicht vorgesehen, dass die Armee Migranten am Überqueren der US-Grenze hindere. Ein Befehl zur Festnahme existiere nicht. Er dementierte damit Angaben seines eigenen Verteidigungsministers.

López Obrador steht derzeit unter massivem Druck von US-Präsident Donald Trump, der Mexiko aufforderte, Migranten auf dem Weg in die USA aufzuhalten, und andernfalls mit Strafzöllen drohte. Infolge eines Migrationsabkommens mit Washington schickte Mexiko fast 15.000 Polizisten und Soldaten an seine Nordgrenze, um die ungeregelte Einwanderung aus Mittelamerika in die USA zu bremsen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marie am 26.06.2019 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Denkt nicht nach

    Ich frage mich wie man als erwachsener mensch auf die idee kommt sein kind grundlos in so eine gefahr zu bringen. In mexiko verhungert NIEMAND, es ist ein sicheres land. Diese leute müssen nicht in die USA. nur weil der vater nicht nachgedacht hat ein kind sterben müssen. Man darf leider nicht schreiben was man sich denkt !

  • Gottfried am 26.06.2019 19:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverantwortlich

    Traurig und gleichzeitig unverantwortlich vom Vater, man kann doch nicht etwas erzwingen das illegal ist, ich kann auch nicht meinen Nachbarn zwingen zusammenzu rücken und mich bei ihm wohnen lassen und er soll meine Familien verpflegen. Wenn es legal nicht geht dann ist es eben so

  • Elina A. am 26.06.2019 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Null Eigenverantwortung? Unfassbar dumm.

    Die Familie hatte in Mexico bereits ein humanitäres Bleibevisum. Also bestand kein Anlass, das Leben zu riskieren. Ist eine traurige Geschichte, ja, aber Schuld daran ist niemand außer die Erwachsenen selber. Und es kann ja wohl nicht sein, dass Grenzen einfach missachtet werden können, wenn man aus gewissen Ländern kommt. Wer nicht gescheit schwimmen kann, darf einen Fluss nicht überqueren. Und ein kleines Kind allein am Ufer zurücklassen zu wollen - dümmer geht es nicht mehr. Zumindest könnte man ja dafür sorgen, dass andere Migranten mithelfen. Schuld sind dann natürlich die bösen Amis.

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  • Gottfried am 26.06.2019 19:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverantwortlich

    Traurig und gleichzeitig unverantwortlich vom Vater, man kann doch nicht etwas erzwingen das illegal ist, ich kann auch nicht meinen Nachbarn zwingen zusammenzu rücken und mich bei ihm wohnen lassen und er soll meine Familien verpflegen. Wenn es legal nicht geht dann ist es eben so

  • Elina A. am 26.06.2019 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Null Eigenverantwortung? Unfassbar dumm.

    Die Familie hatte in Mexico bereits ein humanitäres Bleibevisum. Also bestand kein Anlass, das Leben zu riskieren. Ist eine traurige Geschichte, ja, aber Schuld daran ist niemand außer die Erwachsenen selber. Und es kann ja wohl nicht sein, dass Grenzen einfach missachtet werden können, wenn man aus gewissen Ländern kommt. Wer nicht gescheit schwimmen kann, darf einen Fluss nicht überqueren. Und ein kleines Kind allein am Ufer zurücklassen zu wollen - dümmer geht es nicht mehr. Zumindest könnte man ja dafür sorgen, dass andere Migranten mithelfen. Schuld sind dann natürlich die bösen Amis.

  • Marie am 26.06.2019 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Denkt nicht nach

    Ich frage mich wie man als erwachsener mensch auf die idee kommt sein kind grundlos in so eine gefahr zu bringen. In mexiko verhungert NIEMAND, es ist ein sicheres land. Diese leute müssen nicht in die USA. nur weil der vater nicht nachgedacht hat ein kind sterben müssen. Man darf leider nicht schreiben was man sich denkt !