"Mrs. Terror"

12. Oktober 2017 13:22; Akt: 12.10.2017 15:21 Print

US-Drohne tötet "Weiße Witwe" des IS!

Sie war Sängerin, schloss sich mit ihrem Sohn dem IS an: Jetzt tötete eine Drohne die Britin Sally Jones alias "die Weiße Witwe".

Sie ließ sich wie ein Popstar ablichten: Sally Jones (50) alias

Sie ließ sich wie ein Popstar ablichten: Sally Jones (50) alias "Weiße Witwe" rekrutierte und kämpfte aber für den IS. Jetzt tötete sie eine US-Drohne. (Bild: zVg)

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Unter den ausländischen Kämpfern, die sich dem "Islamischen Staat" angeschlossen hatten, war Sally Jones (50) die prominenteste und berüchtigtste! Die ehemalige Punk-Sängerin wurde "Weiße Witwe" oder "Punk-Dschihadistin" genannt, rekrutierte junge Frauen und hetzte in sozialen Medien gegen Ungläubige. Jetzt soll eine US-Drohne die Britin getötet haben.

US-Geheimagenten hatten ihren britischen Kollegen mitgeteilt, dass Sally Jones bereits im Juni tödlich getroffen worden war, als sie aus der belagerten IS-Hochburg Rakka in Syrien fliehen wollte. Auch ihr Sohn Joe (12) soll ums Leben gekommen sein. "Die Annahme, dass Sally Jones und ihr Sohn tot sind, ist vermutlich zutreffend", zitierte die "Times" eine anonyme Regierungsquelle.

Sie sang in der Punkband und ging mit einem IS-Krieger ins Kalifat

Jones hatte in einer Frauen-Punkband gesungen und sich als allein erziehende Mutter zweier Kinder mit Aushilfsjobs und mit Hilfe der Sozialhilfe durchs Leben gekämpft. 2013 hatte sie sich in den "Cyberkrieger" Junaid Hussain (21) aus Birmingham verliebt, der für die IS arbeitete und war ihm ins "Kalifat" nach Syrien gefolgt – ihren jüngeren Sohn Joe, genannt Jojo, nahm sie mit. Sie konvertierte zum Islam, heiratete Hussain und nahm den Kampfnamen "Umm Hussain al Britani" an – britische Medien nannten das Paar ab sofort "Mr. and Mrs. Terror".

Als Junaid Hussain bei einem Drohnenangriff 2015 in Rakka getötet wurde, wurde Sally Jones fortan als "Weiße Witwe" bezeichnet. Sie kommandierte eine IS-Frauenbrigade, versuchte, junge Frauen zu rekrutieren, liess sich in wilden Posen ablichten – und drohte auf Twitter, Christen mit einem stumpfen Messer zu enthaupten und rief zu Terroranschlägen auf.

Ihr Sohn (10) soll Gefangene mit Genickschuss exekutiert haben

Als ein IS-Propagandavideo aufgetaucht war, in dem Kinder Gefangene mit Genickschüssen exekutierten und Sallys Eltern eines davon als Jojo identifiziert hatten, wurde Sally Jones zur meist gesuchten Frau Großbritanniens – und zur "Inkarnation des Bösen".

Feige: Je mehr der Islamische Staat zurückgedrängt wurde, umso mehr wünschte sich Jones eine Rückkehr in die Heimat. In einem Interview mit dem TV-Sender "Sky News" hatte eine Mitkämpferin berichtet, dass sie oft weine und nach Grossbritannien zurück wolle – dort hätte sie lebenslange Haft erwartet. Als das Interview ausgestrahlt wurde, war Sally Jones alias "die Weiße Witwe" vermutlich schon tot ...

(tas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fridolin am 12.10.2017 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Unendlich...

    Traurig.. warum nicht schon viel eher? Der Daesh gehört wie der schwarze Tod des Mittelalters ausradiert, bis er nur noch eine (schaurige) Erinnerung ist. Je schneller, desto besser.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fridolin am 12.10.2017 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Unendlich...

    Traurig.. warum nicht schon viel eher? Der Daesh gehört wie der schwarze Tod des Mittelalters ausradiert, bis er nur noch eine (schaurige) Erinnerung ist. Je schneller, desto besser.

    • Kritischer Geist am 13.10.2017 12:01 Report Diesen Beitrag melden

      @Fridolin

      Wenn es den IS nicht mehr gibt, wird es andere radikal-islamische Organisationen geben. Auch vor dem IS war der internationale Terrorismus schon fest in islamischer Hand.

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