Europäischer Lohnvergleich

11. Februar 2019 12:45; Akt: 11.02.2019 12:59 Print

Ein Österreicher verdient 6-mal mehr als ein Bulgare

Das Thema Lohndumping wird die EU-Staaten in den nächsten Tagen beschäftigen. So groß sind die Gehalts-Unterschiede zwischen den Ländern wirklich.

So unterschiedlich sind die Löhne in Europa. (Grafik: C. Künig)

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Lohndumping stärker bekämpfen: Mit diesem Ziel will die EU eine Arbeitsmarktbehörde schaffen. Kommende Woche starten die finalen Verhandlungen zwischen EU-Parlament und Mitgliedsstaaten.

Die SPÖ wirbt derzeit dafür, dass die Behörde in Österreich angesiedelt wird. "Denn die Probleme, die Lohn- und Sozialdumping und der Mangel an Kontrolle verursachen, kennen wir in Österreich besonders gut", lässt sich Evelyn Regner, Delegationsleiterin der SPÖ im Europaparlament, in einer Aussendung zitieren. "Wir liegen an der Schnittstelle zu den Ländern, wo das Lohngefälle sehr stark ist und sind daher stark mit Lohn- und Sozialdumping konfrontiert."

Doch: Wie groß sind eigentlich die Lohnunterschiede zwischen den einzelnen EU-Ländern tatsächlich? Und wie haben sich die Gehälter über die Jahre entwickelt? "Heute.at" hat sich die Statistiken näher angeschaut.

Österreicher verdienen sechsmal mehr als Bulgaren

Ein Bulgare verdient brutto 4 Euro und 10 Cent pro Stunde. Das zeigen die Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat für das Jahr 2017. Zum Vergleich: In Österreich liegt der Stundenlohn bei 25 Euro – ist also sechsmal so hoch wie in Bulgarien.

Am unteren Ende der Skala befinden sich auch Rumänien mit 5.10 Euro pro Stunde sowie Litauen und Lettland mit 5.70 Euro respektive 6.40 Euro. Die höchsten Stundenlöhne werden in Norwegen gezahlt, dort liegen sie im Schnitt bei 41.80 Euro.

Betrachtet man die jährlichen Nettolöhne, stammen die aktuellsten verfügbaren Daten aus dem Jahr 2015. Eine Einzelperson ohne Kinder verdient in Österreich demnach durchschnittlich 28.524 Euro netto pro Jahr. In Bulgarien sind es 4.333 Euro pro Jahr – also fast siebenmal weniger!

Obenaus schwingen die Nicht-EU-Länder Schweiz und Norwegen mit 69.571 respektive 46.204 Euro Jahresgehalt.

Weiter zeigt die europäische Statistik auch, wie sich die Gehälter in Europa in den letzten Jahren entwickelt haben:


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(chk/jbu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ch.Bronson am 11.02.2019 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Kein vergleich

    Dafür sind die Lebenserhaltungskosten in Oesterreich 7 mal so hoch.

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  • Max Schuster am 11.02.2019 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Bruttoeinkommen

    Also wäre das Durchschnittseinkommen in Österreich bei 4000 Brutto? Bezweifle ich stark.

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  • Michael Gunsam am 11.02.2019 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bulgare

    übrigends ich arbeite bei der Wko und verdiene für 40 Std 1150 Euro, Mittagspause einarbeiten etc also wo ist der Durchschnitt mit 25 Euro die Stunde das ich nicht lache, als Ausländer in Ö hat man es leichter, denn ich bekomm keine Förderungen!!!!!!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • A. R. am 13.02.2019 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Nur zum Vorteil vieler Arbeitgeber

    Genau darum ist die Personenfreizügigkeit, die zum Lohndumping (und vielen anderen negativen Auswirkungen) in vielen Länder führt, schnellstens wieder abzuschaffen...

  • Realist am 12.02.2019 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Du arbeitest bei der WKO und kriegst nur 1150? Irgendwas stimmt da aber nicht,selbst Putzfrauen oder Regalbetreuer kriegen mehr Geld. Welche Förderungen kriegen den Ausländer in Österreich?

    • Mathegenie am 13.02.2019 16:37 Report Diesen Beitrag melden

      Mal nachrechnen

      Ist für 40 Std. (x 4 = 4600.- Monat)

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  • Ademola am 12.02.2019 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    Wann wird ich Millionär? :(

    Wenn ich seit meiner Gerburt 40/h hätte, ohne auszahlungen(Miete, Lebensmittel, usw) hätte ich erst jetzt 9,8 Mio!! :((( Hilfe!!!

  • Jogi am 12.02.2019 07:37 Report Diesen Beitrag melden

    Konzept

    Primär müsste man mal für jene Konzerne die Outsourcing betreiben eine Meldepflicht einführen und ggf. mit Abgaben besteuern! Oder, gleicher Grundlohn in der gesamten EU.

  • Levis am 12.02.2019 04:49 Report Diesen Beitrag melden

    ein X für ein U vormachen

    dafür müssen die Österreicher ja Milliarden im Jahr ins Ausland überweisen - 3,6 Milliarden/Jahr für die EU-weite Geldumverteilung ca. 1 Milliarde für die weltweite Entwicklungshilfe, Milliarden im Jahr für die hunderttausenden aufgenommenen Verfolgten u. Kriegstraumatisierten weil die anderen EU-Länder fast nichts machen u. nicht zahlen wollen usw. usw.