Ärger mit Konkurrenz

11. Juni 2019 21:16; Akt: 12.06.2019 08:12 Print

Energydrink von Coca-Cola droht bereits der Stopp

Dem neuen Wachmacher von Coca-Cola droht das Aus – noch bevor er zu uns kommt. Schuld ist ein Streit mit dem Energydrink "Monster".

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Coca-Cola bringt seinen eigenen Energy-Drink heraus - ein Angriff auf Red Bull. Das neue Getränk ist bereits in Deutschland verfügbar. Coca-Cola Energy kostet rund 20 Prozent mehr als ein Red Bull. Im Gegensatz zu Red Bull enthält Coca-Cola Energy kein Taurin. In einer Dose Red Bull ist 1 Gramm der Säure. Der neue Energy-Drink ist auf den ersten Blick als Coca-Cola-Produkt zu erkennen. Der Konzern wolle Energy-Drink-Konsumenten mit seinem Markennamen anlocken, sagt Markenexpertin Adrienne Suvada. "Trotzdem wird Coca-Cola Schwierigkeiten haben, Anteile am Energy-Drink-Markt zu gewinnen." Red Bull sei als etablierter Anbieter im Vorteil. Red Bull hat vor rund zehn Jahren das Organics Simply Cola lanciert. Der Slogan "Der einzige Energy-Drink mit tollem Coca-Cola-Geschmack" kann als Seitenhieb des US-Herstellers auf Red Bulls Cola verstanden werden. Der Energy-Drink von Coca-Cola ist wie Red Bull als Variante mit und ohne Zucker erhältlich. Wann er in die Schweiz kommt, ist aber noch unbekannt. Coca-Cola Energy ist der erste Energy-Drink unter dem eigenen Label. Coca-Cola vertreibt bereits die Getränke der Marke Monster Beverage. Coca-Cola hatte es bereits 2001 mit einem Energy-Drink versucht. Damals aber unter einer eigenen Marke: Burn. Kürzlich kündigte Coca-Cola auch eine neue Geschmacksrichtung an: Orange Vanilla. Nach Cherry Coke und Vanilla Coke handelt es sich um die erste neue Geschmacksrichtung seit über einem Jahrzehnt. Die Neuheit ist zwar bereits seit dem 25. Februar in den Geschäften erhältlich, allerdings bis auf Weiteres nur in den USA. In einer Mitteilung schwärmt Kate Carpenter, die Marken-Verantwortliche von Coca-Cola: "Die Verkäufe der Sorten Cherry Coke und Vanilla Coke haben in den letzten Jahren stark zugenommen - trotz begrenzter Marketing-Anstrengungen." Das Team, das die neue Geschmacksrichtung entwickelt hat, zog auch die Sorten Himbeere, Zitrone und Ingwer in Betracht.

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Coca-Cola ist vor ein paar Tagen in den Ring mit Red Bull gestiegen: Der US-Getränkeriese hat einen Energydrink in die Gestelle der Supermärkte gebracht. In Deutschland ist das koffeinhaltige Getränk bereits erhältlich. Auch bei uns soll die Brause "früher oder später" auf den Markt kommen.

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Doch ob es jemals so weit sein wird, steht in den Sternen: Coca-Cola Energy droht der Verkaufsstopp. Ärger macht aber nicht der österreichische Konkurrent Red Bull, sondern der Konzern des Energydrinks Monster.

Krux liegt im Kleingedruckten

Zwar hat Coca-Cola 2015 für über 2 Milliarden Dollar rund 17 Prozent der Anteile und die weltweiten Vertriebsrechte an "Monster" gekauft. Doch eine Klausel im Vertrag untersagt es Coca-Cola, grundsätzlich im Bereich von Energydrinks tätig zu werden, wie der "Tagesspiegel" schreibt.

Allerdings soll im Vertrag auch von Ausnahmen die Rede sein. Eine Heerschar von Anwälten streitet nun darüber, ob es sich beim Energydrink von Coca-Cola um eine solche Ausnahme handelt oder ob der Energydrink das Abkommen verletzt. Der Streit schwelt schon seit ein paar Monaten, hat sich nun aber zugespitzt.

Millionenschwere Werbekampagne

Coca-Cola bleibt offenbar zuversichtlich. Wie der Konzern gegenüber dem "Tagesspiegel" sagt, treibe man die Einführung von Coca-Cola Energy weiter voran. Sowohl "Monster" als auch das Schiedsgericht habe man über den Schritt informiert. Unterdessen rührt Coca-Cola kräftig die Werbetrommel: Der Konzern hat offenbar eine Werbekampagne im Wert von 7 Millionen Euro am Laufen.

Sollte "Monster" allerdings recht bekommen, will der Konzern das Coke-Energy-Getränk von den Gestellen verbannen lassen. Einen Entscheid erwartet Monster in der kommenden Woche. Käme es tatsächlich zu einem Verkaufsstopp, dürfte der Streit vor Gericht wohl weitergehen, denn Coca-Cola würde eine Niederlage angesichts der millionenschweren Markteinführung kaum einfach auf sich sitzen lassen.

Boomender Markt

Mit dem neuen Getränk will Coca-Cola von der schnell wachsenden Energy-Sparte profitieren. Allein der Marktführer Red Bull erzielte 2018 mit seinen Produkten einen Umsatz von 5,5 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung von 3,8 Prozent. Das österreichische Unternehmen verkaufte 6,79 Milliarden Dosen Red Bull.

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(rfr)

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