Trotz Bekenntnis zu Waffen

10. Oktober 2018 13:04; Akt: 10.10.2018 13:40 Print

Gewinneinbruch bei Glock wegen Donald Trump

Als Barack Obama an der Macht war, stiegen die Verkäufe des österreichischen Waffenproduzenten. Unter Trump ist nun alles anders. Ein Experte erläutert die Gründe.

Die Lager wurden nicht wie erwartet leer gekauft. (Bild: picturedesk.com/AP)

Die Lager wurden nicht wie erwartet leer gekauft. (Bild: picturedesk.com/AP)

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Seit 2015 erlebte Glock ein wahres Phänomen. Die Umsätze stiegen und stiegen. Warum, das erklärt Robert Siegert, Vorsitzender des Fachverbands der österreichischen Waffenhändler, gegenüber "kurier.at": Die steigende Verunsicherung in der Bevölkerung habe die Käufe angekurbelt. Besonders die Flüchtlingskrise und die Terrorattacken trieben die Menschen zum Kauf einer Waffe an. Und das nicht nur in den USA, sondern auch in Europa.

Auch unter Barack Obama stiegen in den USA die Waffenkäufe. So erwähnte der ehemalige US-Präsident immer wieder, dass er etwas gegen die lockeren Waffengesetze unternehmen wolle. Im Anschluss kauften sich die Menschen offenbar schnell noch Pistolen, bevor es womöglich zu spät werden würde.

Keine Käufe auf Vorrat

Seit Trump nun an der Macht ist, hat sich die Situation drastisch verändert. Entgegen der Annahme, dass sein Bekenntnis zu Waffen den Umsatz noch weiter ankurbelt, kam es ganz anders.

Glock musste einen starken Einbruch hinnehmen. Im Jahr 2016 feierte man noch einen Umsatz von 710 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr kam es dann zum Einbruch um 35 Prozent auf 464 Millionen Euro. Der Gewinn reduzierte sich sogar um satte 58 Prozent auf 68 Millionen Euro.

Gleichzeitig rüstete auch die Konkurrenz nach, als Glock im steilen Aufschwung war und reagierte mit einer aggressiven Preispolitik. Glock erhofft sich nun mit neuen Verkaufsmodellen eine steigende Nachfrage für das Frühjahr 2018.

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bob Dobalina am 10.10.2018 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    Andere Hypothese

    Vielleicht kaufen die patriotischen Amerikaner (und das sind im Prinzip die Trump-Wähler) ja nun ganz einfach vermehrt Waffen aus USA-Eigenproduktion und weniger Fremdprodukte, zumal Trump ja alle genau dazu aufruft, um der amerikanischen Wirtschaft zu helfen? Weiters sollte es wohl "Frühjahr 2019" heißen im letzten Absatz, und nicht "Frühjahr 2018".

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  • Gaston am 10.10.2018 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jawohl

    Heute zu Tage sich nicht zu bewaffnen ist grob fahrlässig.

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  • Paul am 10.10.2018 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    So was kauft man ja auch nicht alle Tage

    Irgendwann ist der "sättigungsgrad" erreicht.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • affenzahn am 11.10.2018 03:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gaston Glock

    Vor 500 Jahren blies der Nachtwächter sein Horn und rief: Hört ihr Leute, lasst euch sagen, unsre Glock hat zwölf geschlagen --- und heute? Hört ihr Leute, lasst euch sagen; Dreizehn hats für Glock geschlagen.

  • Martin am 11.10.2018 00:20 Report Diesen Beitrag melden

    Bin verwirrt

    Kann mir jemand helfen? Ich weiß nicht wie ich diesen Artikel interpretieren soll, zu Obama Zeiten feierte Glock noch Rekordumsätze, und jetzt mit Trump brechen die Gewinne ein. Ist das jetzt gut oder schlecht.

  • Petrowsky am 10.10.2018 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht hat die Glock ein technisches

    Problem. Die Waffe ist sehr leicht. Je nach Füllungsgrad des Magazins ändert sich das Gewicht beträchtlich und einmal schießt sie zu hoch und einmal zu nieder. Bei schwereren Waffen wo das Gewicht der Munition nicht beeinflussend ist hat man eine bessere Treffsicherheit bereits beim ersten Schuß. Aber vorallem die weiblichen Exekutivbeamten wären mit einer schweren mannstoppenden Waffe wohl tragekomfortmäßig und schußtechnisch überfordert.

    • Berthold am 11.10.2018 07:12 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht ganz ihrer Meinung

      Sorry, aber selten so was "irritierendes" gelesen. Alle Produzenten (H&K, S&W etc.) bauen für den "täglichen Bedarf" mittlerweile leichte Waffen auf Polymerbasis. Stimmt zwar grundsätzlich, dass beim Präzisionsschießen eine schwere Waffe stabiler ist. Aber bei einer Notwehrsituation auf 5 - 10 Meter trifft man mit jeder Waffe gleich gut bzw. schlecht.

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  • Gaston am 10.10.2018 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jawohl

    Heute zu Tage sich nicht zu bewaffnen ist grob fahrlässig.

    • Patriot5611 am 10.10.2018 23:45 Report Diesen Beitrag melden

      @ Gaston

      Ich kann mir keine Situation vorstellen, dass ich mit einer Waffe auf einen anderen Menschen schießen würde/sollte/müsste und ich würde auch kein Land auf dieser Erde mit einer Waffe verteidigen.

    • Gaston am 11.10.2018 10:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Patriot5611

      Würdest du auch nicht deine Familie verteidigen?

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  • Paul am 10.10.2018 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    So was kauft man ja auch nicht alle Tage

    Irgendwann ist der "sättigungsgrad" erreicht.